Zeiss Touit-Objektive 12mm/f2.8 und 32mm/f1.8
für Fujifilm X-Mount und Sony-NEX E-Mount

Der renommierte Objektiv-Hersteller Zeiss lässt die Herzen von von Fotografen höher schlagen. Und jetzt kommen auch Besitzer einer NEX-Systemkamera oder Fujifilm-Systemkamera auf ihren Kosten. Mit der Touit-Serie bietet Zeiss zwei Weitwinkel-Objektive an: Das Distagon 12mm/f2.8 und das 32mm/f1.8. Beide gibt es jeweils für die NEX-Serie mit E-Mount-Anschluss und die Fujis X-Pro1 und X-E1 – bald auch die X-M1 – mit X-Mount. Unter Berücksichtung des Brennweitenverlängerungsfaktors von 1,6fach entsprechen die Objektiven dann Kleinbildbrennweiten von rund 19 Millimetern und 51 Millimetern. Beide Objektive haben eine kleinste Blendenöffnung von f22. Aber genug der Worte, hier erst mal die Ansicht der Objektive.

Erwartungsgemäß sind die Linsen erstklassig verarbeitet. Das Design gefällt mir extrem gut – modern, elegant und eine tolle Haptik. 

Das wichtiste ist aber die Bildqualität und die werde ich hier in den nächsten Tagen anhand zahlreicher Bilder zeigen. Da ich die hier nicht in voller Auflösung zeigen kann, werde ich alle Aufnahmen parallel auf meinem Flickr-Account posten. Da dann natürlich in voller JPEG-Auflösung.

Und hier geht's zum entsprechenden Album:

So, das 32er klemmt auf der X-E1. Der Fokusring läuft geschmeidig, ebenso der Blendenring. Als erstes müssen die Rosen im Garten dran glauben. Es dämmert schon ein wenig, also den ISO-Wert hochziehen. Blende f2.8 einstellen, Belichtungzeit auf A und los geht's. Erst mal mit Autofokus arbeiten und den Fokuspunkt an die gewünschte Stelle schieben. Auslöser antippen und die Kamera stellt scharf. Der Autofokus-Motor hört sich zwischen Schnurren und Rumpeln an – nicht ganz so hochwertig, wie sich das Objektiv anfühlt. In mittlerer Entfernung ist der Autofokus recht flott – die X-E1 ist ja eh kein Autofokus-Tempo-Weltmeister, von daher bin ich Kummer gewohnt. Nun geht's noch näher ans Motiv und da streikt der Autofokus. Bis auf eine Distanz von etwa 50 Zentimeter geht alles glatt, geht's näher ran, verschluckt sich der Autofokus. Dabei müsste die Naheinstellgrenze noch lang nicht erreicht sein. Also fluchs den manuellen Fokus reingeschmissen. Mit einem Dreh am Fokusring geht's auf die kürzeste Distanz. Die beträgt ab Frontlinse etwa 18 bis 20 Zentimeter. Noch mal die Gegenprobe: Der AF schafft diese kürzeste Entfernung nicht. Also bleibt's beim manuellen Scharfstellen und diesen beiden ersten Bildern.

Nachtrag: Entwarnung – es geht doch! Der Trick: Einfach den Makro-Modus bei der X-E1 wählen und schon klappt es mit dem Autofokus auch bis zur Naheinstellgrenze. Ich hatte nicht gedacht, dass die Makro-Einstellung bei der X-E1 überhaupt eine Funktion hat – bei diesem Objektiv aber wohl schon. INzwischen habe ich beide Objektive auch an der X-M1 getestet – hier hat die Einstellung Makro keinen Einfluss auf die Naheinstellgrenze. Sowohl mit ein-, als auch auschgeschaltetem Makro komme ich mit beiden Objektiven nah ans Moriv ran.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Breite von 1200 Pixel heruntergerechnet. 

  Aufnahmen mit der Fujifilm X-E1 und dem Touit 32mm
  • Fujifilm X-E1 mit Touit 32mm ISO 400 f2.8 1-140s 1200 x 1200Fujifilm X-E1 mit Touit 32mm ISO 400 f2.8 1-140s 1200 x 1200Fujifilm X-E1 mit Touit 32mm ISO 400 f2.8 1-140s 1200 x 1200
  • Fujifilm X-E1 mit Touit 32mm ISO 400 f2.8 1-240s 1200 x 1200Fujifilm X-E1 mit Touit 32mm ISO 400 f2.8 1-240s 1200 x 1200Fujifilm X-E1 mit Touit 32mm ISO 400 f2.8 1-240s 1200 x 1200

Die Ergebnisse sehen überzeugend aus. Knackige Schärfe, schönes Bokeh – auf den ersten Blick ein echter Hingucker. Da's jetzt schon zu dunkel ist für noch mehr Aufnahmen, möchte ich wenigstens noch wissen, ob das 12er Touit genau die gleichen Probleme beim Autofokus im extremen Nahbereich hat. Also zack die Linse drauf und – klappt. Das 12er stellt bis zu Nahgrenze ohne Probleme per Autofokus scharf. Auf der X-M1 natürlich auch.

Vier Wochen fotografiere ich nun mit den beiden Touit-Objektiven und ich bin extrem begeistert. Wobei mein Favorit ganz klar das 12mm ist. Die Abbildungsqualität ist wirklich genial – brillante Schärfe, tolles Bokeh, kaum Verzeichnung und optisch ein Leckerbissen. Ich komme nah genug ans Motiv ran, dank der kurzen Naheinstellgrenze und kann so die Aufnahmen perfekt gestalten. Mit beiden Objektiven ist Zeiss ein großer Wurf gelungen.

Jetzt kommt natürlich die Frage: 12mm Touit oder 14mm Fuji und 32mm Touit oder 35mm Fuji. Qualitativ liegen alle vier Objektive auf einem sehr hohen Niveau und bieten excellente Bildqualität. Preislich liegen beim 12/14mm rund 200 Euro zwischen beiden, wobei das Touit das teurere ist. Ich persönlich würde mich für die 12mm Zeiss-Optik entscheiden, weil sie eben 2 mm mehr Weitwinkel hat und das doch das ein oder andere mal den Unterschied ausmacht. Zudem sieht das Touit sehr elegant und irgendwie beeindruckend aus.

Beim 32/35mm sieht die Entscheidung hingegen etwas anders aus. Auch hier liegen wieder 200 Euro zwischen beiden Objektiven, auch hier ist das Touit teurer. Hier würde ich mich für das Fuji-Objektiv entscheiden. Warum? Weil ich mit diesen Optiken viel Porträt fotografiere. Umgerechnet auf das Kleinbildformat habtn die Objektive dann eine Brennweite von 48mm beim Touit und 53mm beim Fuji. Auch das kein großer Unterschied, aber die paar Millimeter kommen meinen fotografischen Vorlieben entgegen. Daher spare ich mir hier die 200 Euro und würde das Fuji nehmen. Als kleine Zugabe gibt es dann sogar noch einen Hauch mehr Lichtstärke: f1.8 bei Zeiss und f1.4 beim Fuji.

Auf meinem Filckr-Konto sind inzwischen ein paar mehr Bilder im entsprechenden Album, so dass irh euch selbst ein Bild davon machen könnt.

SONY NEX

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FUJI X-Mount

FUJI X-Mount

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