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TOP 1 – Bedienung und Menüs

Was gibt's bei der Ausstattung zu erwähnen? Beide Kameras haben einen kleinen eingebauten Blitz, die per winzigem Schiebeschalter hoch poppen. Viel Licht liefern die natürlich nicht, aber dank eines Blitzschuhs lassen sich auf beide Kameras lichtstarke externe Blitze stecken. Beide Kameras sind mit einem Bildstabilisator ausgestattet. Der arbeitet im Objektiv und soll bei beiden Kameras knapp drei Blendenstufen ausgleichen. Beide Modelle haben einen eingebauten Graufilter (ND).

Einschalten des Graufilters: Bei der Nikon P7800 wird der im Aufnahme-Menü unter dem Punkt "Integrierter Graufilter (ND)" ein- oder ausgeschaltet. Damit das bei der Canon G16 klappt, muss ich die "FUNC. SET"-Taste drücken, bis zum Punkt "ND" navigieren und dann den Filter einschalten.

Eine elektronische Wasserwaage haben beide Kameras. Bei der Canon G16 ist es eine 3D-Wasserwaage, die im Aufnahme-Menü unter dem Punkt "Custom Display ..." aktiviert wird. Wichtig: Die DISP-Taste mehrmals drücken, bis die Wasserwaage eingeblendet wird. Bei der Nikon ist es "nur" eine 2D-Wasserwaage, die ich im System-Menü unter dem Punkt "Monitor" einschalte. Hier auf den Punkt "Bildinfos" gehen und die Wasserwaage auswählen. Deren Erscheinungsbild kann ich zusätzlich unter dem Punkt "Darstellung virt. Horizont" wählen. Entweder wird die 2D-Wasserwaage als Kreis oder als Balken angezeigt. Mit einem Druck auf die Fn2-Taste auf der Kameraoberseite wird die Darstellung auf dem Bildschirm umgeschaltet.

 

 

 

 

 

 

Und wie schon beim letzten Test der beiden Kameras, höre ich nicht auf zu nerven, bis sich endlich einer meine Kritik zu Herzen nimmt: Ich will beleuchtete Tasten! Wenn ich Nachtaufnahmen mit den Kameras mache, ist es wieder einmal ein Stochern in der Dunkelheit. Liebe Hersteller, ich kann mir einfach nicht alle Tastenfunktionen und -positionen merken und auswendig lernen. Das mache ich beim Auto auch nicht – brauche ich auch nicht, weil die Tasten, Hebelchen und Drehknöpfchen alle beleuchtet sind. Was bitte ist so schwer daran, das auch bei Kameras zu machen? Ihr macht doch High-ISO, damit man bei schlechten Lichtverhältnissen fotografieren kann. Und genau dann brauche ich beleuchtete Tasten – nicht immer, aber auf Knopfdruck.

Und wenn wir schon bei der Bedienung sind, dann alles zu dem Thema jetzt. Beide Kameras haben das große Programmwahlrad auf der Oberseite. 12 Positionen hat die Nikon (Foto ganz links), 11 die Canon (Foto links). Gravierende Unterschiede gibt's da nicht: Programmautomatik, Blenden- und Zeitautomatik sowie manuelle Einstellung von Belichtungszeit und Blende haben natürlich beide. Die Nikon hat drei individuelle Einstellungen, die Canon zwei. Bei beiden Modellen kann ich Bildeffekte wählen sowie Motivprogramme. Zwei Filmfunktionen gibt's bei beiden – natürlich auch die obligatorische Vollautomatik, die sich hinter der grünen Kamera bei der Nikon und AUTO bei der Canon verbirgt. Neben dem Programmwahlrad gibt's bei beiden Kameras ein Drehrad für die Belichtungskorrektur. Bei der Canon ist das unter dem Programmwahlrad etwas versteckt, die Nikon hat's einzeln rechts außen. Beide Varianten lassen sich – wie schon gesagt – gut bedienen.

Auf einen Punkt im Motivprogramm der Nikon möchte ich allerdings noch hinweisen: Den Panorama-Modus. Hiermit lassen sich bequem Schwenkpanoramen mir einem Winkel von 180 oder 360 Grad aufnehmen. Einfach die Kamera waagrecht oder senkrecht gleichmäßg bewegen und aus den Einzelaufnahmen setzt die Nikon ein Panorama zusammen. Die Funktion hat die Canon nicht zu bieten.

Hatte die P7700 noch auf der linken Seite ein weiteres Drehrad, ist das bei der P7800 dem elektronischen Sucher zum Opfer gefallen. Ließen sich damals die wichtigen Kamerafunktionen direkt aufrufen, geht das jetzt über die Q-Taste – das ist die zweite rechts neben dem elektronischen Sucher mit der Beschriftung "QUAL./ISO/WB". Eingestellt werden können folgende Funktionen: Bildqualität und -größe, ISO-Empfindlichkeit, Weißabgleich, Braketing und Bildstil. Einfach die Q-Taste drücken und per Vierwegeschalter oder Drehrädern den gewünschten Punkt ansteuern und dann die Einstellung auswählen. Das geht sogar flotter, als mit dem alten Drehrad der P7700.

Bei der Canon geht es im Prinzip genau so: Einfach die "FUNC/SET"-Taste drücken und schon erscheinen die wichtigsten Kameraeinstellungen an der linken Seite des Displays (Screenshot rechts). Das sind: Kontrastkorrektur, Schattenkorrektur, Weißabgleich, My Colors, Braketing, Einzelbild/Serienaufnahme, Selbstauslöser, Belichtungskorrektu Blitz, Belichtungsmessung, Graufilter, Seitenverhältnis, Dateiformat, Bildgröße, Auflösung und Videoformat. Per Vierwegeschalter navigiere ich flott durch die Menüpunkte und per Drehrad wähle ich die gewünschte Einstellung. 

Das Menü rufe ich – wer hätte es gedacht – mit der MENU-Taste auf. Beide Menüs sind ähnlich aufgebaut, Überraschungen gibt es da keine. Navigiert wird per Drehrad und Vierwegeschalter, gewählt per OK-Taste in der Mitte des jeweiligen Drehrads. Das alles geht flott von der Hand. Die einzelnen Menüpunkte sind verständlich und lassen keine Fragen offen. Da die Nikon zwei kleine Drehräder hat – eins vorne am Handgriff, eins auf der Rückseite – plus das Kombidrehrad auf der Kamerarückseite, gehen die verschiedenen Einstellungen und die Navigation im Menü etwas flotter von der Hand, als bei der Canon. Die hat lediglich ein kleines Drehrad auf der Vorderseite beim Handgriff und das Kombidrehrad auf der Kamerarückseite. Und noch ein Pluspunkt der Nikon: die 7800 hat zwei Funktionstasten, eine davon kann mit einer individuellen Funktion belegt werden.

Auf zwei Punkte des Nikon-Menüs möchte ich hinweisen, da ich deren Funktionsweise erst mal nicht verstanden habe. Der Erste findet sich im System-Menü unter der Bezeichnung "Konstante Blende". Er bewirkt, dass die Kamera beim Zoomen die Blende konstant hält. Das funktioniert natürlich nicht, wenn ich aus dem Weitwinkelbereich in den Telebereich zoome, aber umgekehrt. Stelle ich beispielsweise Blende f5.0 ein, während die Kamera auf einer Brennweite von 180 Millimeter steht, so bleibt es bei Blende f5.0, auch wenn ich in eine Weitwinkel-Brennweite zoome. Das funktioniert übrigens nur in den Einstellungen "M" und "A". Diese Funktion ist dann interessant, wenn ich eine Reihenaufnahme von einem Motiv mit unterschiedlichen Brennweiten machen möchte. Denn so bleibt der Bildeindruck immer identisch.

Die zweite Funktion ist ebenfalls im System-Menü und zwar unter dem Punkt "Fn1-Taste + Auslöser". Nun gibt es ja dort zwei weitere Punkte: "Fn1-Taste + Einstellrad" und "Fn1 + Einstellrad". Auch das ein bisschen verwirrend, aber einfach zu erklären. Der erste Punkt bezieht sich auf die beiden Einstellräder, der zweite auf das Drehrad auf der Kamerarückseite. Sprich: Drücke ich die Fn1-Taste – die befindet sich auf der Kamera-Vorderseite unten zwischen Objektiv und Handgriff – kann ich mit einem der beiden EInstellräder die erste gewählte Funktion einstellen und mit dem Drehrad auf der Rückseite die zweite Funktion.

Nun könnte man meinen, dass das mit dem Auslöser auch so funktioniert. Ist aber nicht so. Am Beispiel des Weißabgleichs erkläre ich, was die Funktion bewirkt. Zunächst wähle ich für die Einstellung "Fn1-Taste + Auslöser" im Menü "Weißabgleich". Fotografiere ich im Innenraum, kann es vorkommen, dass ich den Weißabgleich entsprechende des Umgebungslichts manuell einstelle, beispielsweise auf "Leuchtstofflampe FL3". Fotografiere ich nun ein Motiv und drücke dabei die Fn1-Taste, wählt die Kamera nicht die von mir gewählte Weißabgleich-Einstellung "Leuchststofflampe FL3", sondern nimmt den automatischen Weißabgleich. Ist "Fn1-Taste + Auslöser" auf ISO eingestellt, nimmt die Kamera beim gleichzeitigen Drücken der Fn1-Taste nicht die eingestellte ISO-Empfindlichkeit, sondern einen Wert, der sich innerhalb des ISO-Auto-Bereichs befindet. Im Standard ist das ein Wert zwischen ISO 80 und ISO 800. Ist beispielsweise ISO 80 gewählt und es ist zu dunkel, geht die Kamera automatisch auf ISO 400 oder ISO 800 hoch, wenn ich beim Auslösen gleichzeitig die Fn1-Taste drücke. Ist es hell genug bleibt sie bei ISO 80. Habe ich ISO 3200 eingestellt, so geht die Kamera in jedem Fall beim Auslösen und gleichzeitigem Drücken der Fn1-Taste mindesten auf ISO 800 runter. Ist der Punkt "Picture Control" für die "Fn1-Taste + Auslöser"-Funktion gewählt, nimmt die Kamera in der Standard-Einstellung auf, wenn ich beim Auslösen gleichzeitig die Fn1-Taste drücke. Einstellungen wie Schwarz-Weiß werden für diese eine Aufnahme ignoriert. Ist die "Fn1-Taste + Auslöser"-Funktion mit "NRW (RAW)/NORMAL" belegt, schaltet die Kamera zwischen RAW und NORMAL um, wenn ich beim Auslösen die Fn1-Taste drücke. Sprich: Habe ich FINE oder NORMAL gewählt und drücke beim Auslösen die FN1-Taste, wird in RAW aufgenommen, habe ich RAW gewählt, wird stattdessen in NORMAL aufgenommen. Keine Auswirkungen hat das Drücken der Fn1-Taste, wenn RAW+FINE oder RAW+NORMAL eingestellt ist.

Jetzt kann's mit dem Fotografieren los gehen. Ich fange mit der Nikon an: Programmwahlrad auf "A" für Aperture (Blendenvorwahl) gestellt und mit dem vorderen kleinen Drehrad die Kamera auf Blende 2.8 gestellt und ISO-Empfindlichkeit auf ISO 400 gestellt. Nun visiere ich das Motiv an und löse aus. Das ging flott! Die Nikon scheint eine kurze Auslöseverzögerung zu haben. Also den Zoom auf mittlere Brennweite und noch mal auslösen – auch das ging sehr flott. Jetzt das Ganze noch mal auf maximaler Brennweite – klick, einen winzigen Moment länger hat's gedauert, aber immer noch sehr schnell. Prima, die Nikon P7800 scheint sich gut für Point-and-Shoot-Motive zu eigenen. Wenn ich im System-Menü unter dem Punkt "Sound" dann noch alle Geräusche ausschalte – perfekt, so nimmt man mich kaum noch wahr.

Die ersten Aufnahmen habe ich im Autofokus-Modus "Automatik" gemacht, mal schauen, welche Varianten die P7800 noch zu bieten hat. Dazu drücke ich auf dem Vierwegeschalter die rechte Seite – das Autofokus-Menü erscheint. Ich kann wählen zwischen Porträt-Autofokus, Manuell, Mitte (normales Messfeld), Mitte (großes Messfeld), Motivverfolgung und AF-Zielsuche. Ich wähle "Manuell". Allerdings scheint das nicht die manuelle Fokussierung zu sein, sondern die manuelle Wahl des Autofokusfeldes. Und tatsächlich ein kleines Rechteck taucht auf dem Bildschirm auf. Mit dem Vierwegeschalter kann ich den Rahmen an die gewünscht Position verschieben. Ein Druck auf die OK-Taste – fertig. Jetzt tippe ich den Auslöser an und die Nikon fokussiert tatsächlich auf das gewählte Feld. Nun noch mal die OK-Taste gedrückt und ich kann den Rahmen weiter verschieben – das geht flott und einfach. Der lässt sich übrigens nicht ganz an den Rand verschieben, ein kleiner Rahmen bleibt, der nicht genutzt werden kann. Die anderen Autofokus-Methoden sind selbsterklärend. Bei der Motivverfolgung muss ich den Rahmen auf den Teil des Motivs positioniere, den ich verfolgen will und dann die OK-Taste drücken. Schwupp und schon folgt der Autofokusrahmen dem sich bewegenden Motivteil. 

Jetzt fehlt noch das manuelle Fokussieren. Nur: Wo stelle ich auf manuelles Fokussieren um? Im Autofokus-Menü ist davon weit und breit nichts zu sehen. Also ab ins Hauptmenü – Fehlanzeige. Auch da ist nichts zu sehen. Es gibt zwar den Menüpunkt "Autofokus", da kann ich allerdings nur zwischen "Einzelautofokus" und "Permanenter AF" wählen. Vielleicht hat die P7800 ja gar keine manuelle Fokussierung – na gut, dann probiere ich eben den Makro-Modus erst mal aus. Ich drücke die Makro-Taste, das ist die Untere des Vierwege-Schalters, und welch' Überraschung: Neben zwei Makro-Modi und der Unendlich-Einstellung ist da doch tatsächlich die Umstellung auf manuelles Fokussieren "MF", die ich gleich wähle. Ach ja, sollte die Kamera gerade auf Motivverfolgung stehen, ist MF ausgegraut und du musst erst einen anderen Autofokus-Modus wählen. Jetzt auf's Motiv zielen und den Auslöser leicht antippen. In der Mitte wird der Bildausschnitt vergrößert angezeigt. Nun einfach am großen Drehrad so lange kurbeln, bis das Bild im Ausschnitt scharf ist. Der Ausschnitt lässt sich übrigens nicht verschieben oder weiter vergrößern. Ich find's nicht schlimm, mir reicht die Ansicht so. Ein Trick zum Fokussieren: Wenn du die rechte Taste des Vierwegeschalters drückst, kommt die Frage "Automatisch auf das Motiv in der Bildmitte fokussieren?". Wenn du jetzt "Ja" wählst, stellt die Kamera automatisch scharf, und du kannst anschließend manuell nachfokussieren – klappt prima. Sollte die Fokus-Lupe übrigens nicht auftauchen, einfach die OK-Taste drücken, dann sollte er sichtbar sein. Fazit des Fokussierens: Alle wichtigen Funktionen sind vorhanden und die Bedienung klappt ohne Probleme – ein bisschen Übung ist natürlich immer nötig.

Und jetzt das Ganze mit der G16. Programmwahlrad auf "Av", mit dem vorderen Drehrad Blende 2.8 gewählt und über die "FUNC/SET"-Taste ISO 400 eingestellt. Jetzt das Motiv anvisieren und auslösen. Einen Unterschied zur P7800 kann ich nicht feststellen. Auch die G16 löst flott aus. Das Ganze nochmal bei mittlerer und größter Brennweite – auch das geht flott. Im Telebereich ist die Canon vielleicht einen Hauch schneller, aber sie hat ja auch ein paar Millimeter weniger Brennweite.

Jetzt den Autofokus-Rahmen verschieben. Dazu drücke ich die Fokus-Taste – links unter dem großen Drehrad auf der Kamerarückseite – und schiebe per Vierwegeschalter den kleinen Rahmen dahin, wo ich ihn gerne hätte. Die Größe lässt sich durch einen Druck auf die Menü-Taste vergrößern und verkleinern. Noch mal die Autofokus-Taste gedrückt und der Rahmen ist da, wo er hin gehört. Nun drücke ich den Auslöser, und die Kamera macht genau das, was ich will: Sie fokussiert auf der Position des Rahmens scharf. Kleiner Tipp: Wenn du die Autofokus-Taste etwas länger drückst, springt der Autofokus-Rahmen in die Mitte des Bildes.

So, jetzt noch die übrigen Autofokus-Methoden ausprobieren. Bei den FUNC./SET-Einstellung ist keine Einstellung dabei – aber im Menü. Gleich der erste Punkt "AF-Rahmen" ist es. Er steht jetzt auf "FlexiZone". Zur Wahl stehen noch "Verfolg. AF" und "Gesicht/AiAF". Bei letzterem fokussiert die Kamera bevorzugt auf Gesichter. "Verfolg. AF" versteht sich von selbst: Die Kamera folgt einem bestimmten Punkt. Ein Tipp: Hast du "FlexiZone" gewählt, kannst du den Menü-Punkt "AF-Feld Lupe" auf "An" stellen – vorausgesetzt "Servo AF" steht auf "Aus". Das Ergebnis: Beim Antippen des Auslösers wird der Ausschnitt, auf den die Kamera scharf fokussiert hat, vergrößert angezeigt – die Lupenfunktion.

Auch die Canon muss sich jetzt noch in der manuellen Fokussierung beweisen. Bei der Canon G16 finde ich die Funktion sofort: Ein Druck auf die obere Taste des Vierwegeschalters und schon geht's los. Auf dem Bildschirm wird ein Ausschnitt des Motivs vergrößert angezeigt. Mit einem Dreh am Rad auf der Kamerarückseite stelle ich die Entfernung ein, bis das Motiv scharf ist. Konnte man bei der G15 weder den Ausschnitt verschieben, noch vergrößern oder verkleinern, geht das jetzt bei der G16. Zwischen Vollansicht, 2facher und 4facher Vergrößerung wird mit einem Druck auf die Blitztaste umgeschatet – das ist die rechte Taste des Vierwegeschaters. Sollte übrigens keine Vergrößerung zu sehe sein, muss die im Menü noch eingeschaltet werden. Das geht unter dem Menüpunkt "MF-Fokus Lupe" im Aufnahme-Menü. Ob man da 2fach oder 4fach wählt ist egal, denn zwischen den Vergrößerungen kann auch nachträglich noch umgeschaltet werden. Soll der Lupenbereich verschoben werden, einfach die Fokus-Taste links unter dem Drehrad auf der Rückseite drücken und den Fokusbereich verschieben. Danach noch mal die MF-Taste drücken und schon wird der gewünschte Bereich vergrößert angezeigt. Klapp prima. Noch ein Tipp: Du musst erst die MF-Funktion ausschalten, bevor du wieder einen Autofokus-Modus im Menü wählen kannst. Dazu einfach die linke Taste des Vierwegeschalters drücken. 

Neben diesen Verbesserungen gegenüber der G15 gibt es noch zwei weitere Verbesserungen. Als erstes wäre da die Peaking-Funktion. Die wird im Aufnahme-Menü unter dem Punkt "Einst. für MF Peaking..." mit einem Druck auf die rechte Taste des Vierwegeschalters aktiviert. Als erstes natürlich den Punkt "Peaking" auf "An", dann die "Empfindlichkeit" und die "Farbe" wählen. Wird nun manuell fokussiert, zeigt die G16 an kontrastreichen Kanten einen Farbsaum, sobald der maximale Kontrast erreicht ist und das Motiv scharf gestellt ist – eine super Hilfe. Und was ist der zweite neue Punkt? Das Fokus-Braketing. Ist das manuelle Fokussieren eingeschaltet, einfach die MENU-Taste drücken. Jetzt kannst du das Braketing in drei Stufen wählen: Fein, Mittel und Stark. Und was passiert dann? Die Kamera macht drei Aufnahmen, eine mit dem eingestellten Fokus, eine mit nach vorne verschobenem Fokus, eine mit nach hinten verschoben Fokus. Gerade bei kritischen Motiven kann das sehr hilfreich sein – eine interessante Funktion. 

In dem Zusammenhang noch mal ein Wort zum optischen Sucher der G16. Möchte man einen ganz präzisen Bildausschnitt aufnehmen, ist der Sucher dafür ungeeignet. Am Beispiel rechts ist das sehr gut zu sehen. Auf meinen Bildschirm habe ich ein Rechteck im Format 4:3. Das visiere ich durch den optischen Sucher so an, dass es absolt formatfüllend und perfekt eingepasst ist – eingestellt dabei sind die maximale Brennweite von 140 Millimeter und der Aufnahmeabstand beträgt rund 1,50 Meter. Das Ergebnis dieser Aufnahme ist auf dem linken der beiden Abbildungen rechts zu sehen. Es hätte so aussehen sollen, wie die rechte der beiden Aufnahmen. Die habe ich anschließend per Kontrollbildschirm gemacht. Nur der gibt den Bildausschnitt perfekt wieder. Fotografiert man durch den optischen Sucher, ist das Rechteck deutlich nach oben verschoben und zusätzlich ist ein großer Rand um das Rechteck mit auf dem Foto, der dort eigentlich nichts zu suchen hat. Das Phänomen nennt sich Parallaxe. Nur bei sehr hochwertigen Kameras gibt es den sogenannten Parallaxen-Ausgleich, der dafür sorgt, dass das Bild im Sucher auch das spätere Ergebnis perfekt wiedergibt. 

Bei der Nikon tritt dieses Problem nicht auf, da der elektronische Sucher das Motiv exakt so wiedergibt, wie es aufgenommen wird. Noch ein Wort zum Bildeindruck des Nikon-Suchers. Sicher ist er nicht riesig und die Auflösung liegt mit 921.000 Bildpunkten auf einem mittleren Niveau – die besten elektronischen Sucher haben Auflösungen von deutlich mehr als zwei Millionen Bildpunkten. Auch der Kontrast und die Farbwiedergabe liegt nicht auf Spitzenniveau, aber: Bei einer solchen Kamera erwarte ich das auch nicht. Zum Kontrollieren des Bildausschnitts und zur Einstellung der Menüs ist er völlig ausreichend. Denn bei hellem Sonnenlicht ist auf den Kontrollmonitoren nichts zu erkennen. Ein weiterer Pluspunkte des elektronischen Suchers: Die Wasserwaage wird darin angezeigt, so dass ich die Kamera präzise am Horizont ausrichten kann. 

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Über die Foto-Bude

Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

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