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Canon PowerShot G15 versus Nikon Coolpix P7700 – Hochwertige Kompaktkameras

  • Canon PowerShot G15 – 530 Euro
  • Nikon Coolpix P7700 – 430 Euro
    (Preise Stand Januar 2013)

Hier geht's zum Test der Nachfolgemodelle:
Canon PowerShot G16 und Nikon Coolpix P7800

Da sind sie nun: Zwei edle Kompaktkameras, von den Großen der Fotoschmieden, beide scheinbar gleich, und doch so unterschiedlich. Auf der einen Seite die Canon PowerShot G15, auf der anderen die Nikon Coolpix P7700. Beides Kameras, die eine lange Tradition fortsetzen. Das erste Modell der G-Serie erblickte im Jahr 2000 das Licht der Welt. Die G1 kostete damals rund 2500 DM und hatte sagenhafte drei Megapixel. Es folgten diverse Modelle bis zur heutigen G15. Die hat zwölf Megapixel und kostet kaum mehr als 500 Euro. Die Nikon startete mit der Coolpix P5000 im Jahr 2007. Damals kosteten 10 Megapixel rund 420 Euro. Es folgten diverse Modelle bis zur heutigen Coolpix P7700. Für rund 400 Euro gibt's jetzt zwölf Megapixel. Soviel zur Historie der beiden Edel-Kompakten. Jetzt: die Gegenwart.

Los geht's mit den Äußerlichkeiten. Stehen die beiden Kameras Rücken-an-Rücken, fällt auf, dass die G15 etwas schmaler ist. Die Höhe ist fast gleich, aber in der Tiefe gibt's Unterschiede. Das Ganze konkret in Zahlen ausgedrückt sieht dann so aus:

  Breite Höhe Tiefe Gewicht
Canon G15 10,7 cm 7,6 cm 4,0 cm 352 Gramm
Nikon P7700 11,9 cm 7,3 cm 5,0 cm 392 Gramm

Nun stellt sich die Frage, warum die Nikon einen Zentimeter dicker ist. Ganz einfach: Sie hat einen ausklappbaren und drehbaren Kontrollmonitor. Damit steigert sich Nikon von Modell zu Modell. Hatte die P7000 noch einen fest eingebauten Monitor, war er bei der P7100 schon klappbar und jetzt beim aktuellen Modell ist er komplett beweglich. So schön das auch ist, gibt's jedoch auch die andere Seite der Medaille: Die P7700 hat keinen optischen Sucher. Das ist umso erstaunlicher, weil gerade das ein gutes Argument für die P-Serie war. Hatten doch die P7000 und P7100 genau diesen optischen Sucher. Und wie sieht's bei der Canon aus? Die hat zwar noch den optischen Sucher, den auch die G12 und die Vorgängermodelle hatten, dafür spart Canon am Kontrollmonitor. Der ist nun wieder mal fest eingebaut. Warum Canon das so macht, ist mir völlig rätselhaft. War doch genau dieser dreh- und klappbare Monitor bei der G1 eines der Kaufargumente. Aber das hat Canon ja schon mal gemacht: Die G7, G9 und G10 hatten auch keinen Klappmonitor. Erst die G11 hatte den dann wieder, wie auch die G12. Zusammengefasst bedeutet das: Die Canon G15 hat zwar einen optischen Sucher aber keinen Klappmonitor, dafür hat die P7700 eine Klappmonitor aber keinen optischen Sucher. Ach ja: Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass beide Monitore keine Touchscreens sind.

Und wie liegen die beiden Edel-Kompakten in der Hand? In dieser Disziplin sammelt die Nikon Pluspunkte. Dank des etwas größeren Gehäuses liegt die P7700 sehr gut in der Hand. Der Griffsteg auf der Kamera-Vorderseite ist sehr gut ausgearbeitet und nicht zu flach. Dazu kommt eine sehr griffige und angenehme Oberfläche, dank der ich die Kamera sicher greifen kann – auch mit meinen großen Händen. Die beiden kleinen Drehräder an der Kamerarückseite und -vorderseite lassen sich prima mit Zeigefinger und Daumen bedienen. Das Programmwahlrad und das Drehrad für die Belichtungskorrektur kann ich ebenfalls flott verstellen, ohne dass ich das Gefühl habe, die Nikon könnte mir aus der Hand rutschen. Und wie sieht das Ganze bei der Canon aus? Nicht ganz so gut. Der Griffsteg ist nicht so gut ausgearbeitet und die Oberfläche fühlt sich rutschiger an. Mit meinen großen Händen bekomme ich die G15 einfach nicht richtig in den Griff. Immerhin kann ich dennoch das Programmwahlrad und das Drehrad für die Belichtungskorrektur bequem bedienen. Das kleine Drehrad an der Kameravorderseite läuft ein wenig schwergängig und rastet sehr hart ein. Hier macht die Nikon einen besseren Eindruck: Da laufen die Drehräder seidenweich und rasten geschmeidig ein. Sicher ist das nicht kaufentscheidend, trotzdem finde ich auch solche Kleinigkeiten wichtig, da sie zum Spaß beim Fotografieren beitragen – oder eben nicht. Und bei Kameras jenseits der 300-Euro-Marke erwarte ich einfach eine gewisse Verarbeitungsqualität.

Eingeschaltet werden beide Kameras per Druckknopf auf der Kameraoberseite. Nach rund zwei Sekunden kann ich mit dem Fotografieren loslegen. Das geht bei der Nikon übrigens nur dann, wenn der Kontrollmonitor ausgeklappt ist – sonst rührt sich nix. Ich find's ein bisschen ärgerlich, denn im Ernstfall vergehen so rund zwei Sekunden. Besser wäre, die P7700 schaltet sich ein und dann kann ich den Monitor immer noch ausklappen, verliere aber keine Zeit. Die Canon zeigt mir sofort ein Bild auf dem Monitor, denn die Objektivabdeckung fährt automatisch weg. Bei der Nikon muss ich den Objektivdeckel per Hand entfernen. Einen Vorteil hat das: Auf das Objektiv der Nikon kann ich einen Standardfilter mit 40,5 Millimeter Durchmesser aufschrauben. Bei der Canon geht das nicht. Hier benötige ich den Filteradapter FA-DC58D (rund 50 Euro) auf den sich dann Filter mir 58 Millimeter Durchmesser schrauben lassen. Allerdings sieht das nicht sonderlich schick aus und: Bleibt der Adapter drauf, wird die G15 richtig dick. Wo ich schon mal beim Objektiv bin, hier die Eckdaten: Die Canon hat ein 5fach-Zoom das von 28 bis 140 Millimeter reicht – umgerechnet auf das Kleinbildformat. Die Nikon zieht mit ihrem 7fach-Zoom an der Canon vorbei. Umgerechnet auf's Kleinbildformat reicht die Brennweite von 28 bis 200 Millimeter. Es gibt allerdings einen Trick, wie man der Canon ein paar Millimeter mehr einhauchen kann. Man nehme dazu den Adapter LA-DC58L plus die Televorsatzlinse TC-DC58E und komme so auf eine maximale Brennweite von 200 Millimetern. Das Ganze kostet dann rund 250 Euro – bei der Nikon gibt's das inklusive. Was übrigens die Lichtstärke anbelangt, schenken sich beide Kameras kaum was. Die Canon geht von f1.8 bis f2.8, die Nikon von f2.0 bis f4.0 – allerdings bei deutlich größerer Telebrennweite. Bis zu einer Brennweite von rund 60 Millimeter ist die kleinste Blende bei der P7700 auch f2.8. Sprich: Ein winziger Vorsprung für die Canon.

 

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Ausstattung und mehr

Was gibt's bei der Ausstattung zu erwähnen? Beide Kameras haben einen kleinen eingebauten Blitz, die per winzigem Schiebeschalter hoch poppen. Viel Licht liefern die natürlich nicht, aber dank eines Blitzschuhs lassen sich auf beide Kameras lichtstarke externe Blitze stecken. Beide Kameras sind mit einem Bildstabilisator ausgestattet. Der arbeitet im Objektiv und soll bei beiden Kameras knapp drei Blendenstufen ausgleichen. Beide Modelle haben einen eingebauten Graufilter (ND). Bei der Nikon P7700 wird der im Aufnahme-Menü unter dem Punkt "Integrierter Graufilter (ND)" ein- oder ausgeschaltet. Damit das bei der Canon klappt, muss ich die "FUNC. SET"-Taste drücken und bis zum Punkt "ND" navigieren. Eine elektronische Wasserwaage haben beide Kameras. Bei der Canon G15 ist es eine 3D-Wasserwaage, die im Kameramenü unter dem Punkt "Custom Display ..." aktiviert wird. Bei der Nikon ist es "nur" eine 2D-Wasserwaage, die ich im System-Menü unter dem Punkt "Monitor" einschalte. Hier auf den Punkt "Bildinfos" gehen und die Wasserwaage auswählen. Deren Erscheinungsbild kann ich zusätzlich unter dem Punkt "Darstellung virt. Horizont" wählen. Entweder wird die 2D-Wasserwaage als Kreis oder als Balken angezeigt. 

 

 

 

 

 

 

 

Übrigens liebe Hersteller, ich höre nicht auf zu nerven, bis sich endlich einer meine Kritik zu Herzen nimmt: Ich will beleuchtete Tasten! Als ich die Nachtaufnahmen mit den Kameras gemacht habe, war es wieder einmal ein Stochern in der Dunkelheit. Liebe Hersteller, ich kann mir einfach nicht alle Tastenfunktionen und -positionen merken und auswendig lernen. Das mache ich beim Auto auch nicht – brauche ich auch nicht, weil die Tasten, Hebelchen und Drehknöpfchen alle beleuchtet sind. Was bitte ist so schwer daran, das auch bei Kameras zu machen? Ihr macht doch High-ISO, damit man bei schlechten Lichtverhältnissen fotografieren kann. Und genau dann brauche ich beleuchtete Tasten – nicht immer, aber auf Knopfdruck.

Und wenn wir schon bei der Bedienung sind, dann alles zu dem Thema jetzt. Beide Kameras haben das große Programmwahlrad auf der Oberseite. 12 Positionen hat die Nikon, 11 die Canon. Gravierende Unterschiede gibt's da nicht: Programmautomatik, Blenden- und Zeitautomatik sowie manuelle Einstellung von Belichtungszeit und Blende haben natürlich beide. Die Nikon hat drei individuelle Einstellungen, die Canon zwei. Bei beiden Modellen kann ich Bildeffekte wählen sowie Motivprogramme. Auf ein paar mehr oder weniger kommt's da wohl nicht drauf an. Zwei Filmfunktionen gibt's bei beiden – natürlich auch die obligatorische Vollautomatik, die sich hinter der grünen Kamera bei der Nikon und AUTO bei der Canon verbirgt. Neben dem Programmwahlrad gibt's ein Drehrad für die Belichtungskorrektur. Bei der Canon ist das unter dem Programmwahlrad etwas versteckt, die Nikon hat's einzeln rechts außen. Beide Varianten lassen sich – wie schon gesagt – gut bedienen.

Die Nikon hat auf der linken Seite ein weiteres Drehrad. Wofür? Die wichtigsten Kamerafunktionen lassen sich darüber blitzschnell einstellen, wie ISO-Empfindlichkeit, Weißabgleich, Auflösung und Bracketing. Und so geht's: Rad auf die gewünschte Position drehen und per großem Drehrad auf der Rückseite die Einstellung wählen (Screenshot links). Steht das Rad schon auf der entsprechenden Position, dann einfach den Knopf auf dem Rad drücken und das gewünschte Menü taucht auf. Hat man sich erst man an diese Art der Einstellung gewöhnt, ist es echt praktisch. Die Canon bietet eine andere Variante, die aber auch nicht schlecht ist: "FUNC/SET"-Taste drücken und schon erscheinen die wichtigsten Kameraeinstellungen an der linken Seite des Displays (Screenshot rechts). Per Vierwegeschalter navigiere ich flott durch die Menüpunkte und per Drehrad wähle ich die gewünschte Einstellung. Canon – Nikon: Zwei Wege, beide gut, beide schnell.

Das Menü rufe ich – wer hätte es gedacht – mit der MENU-Taste auf. Beide Menüs sind ähnlich aufgebaut, Überraschungen gibt es da keine. Navigiert wird per Drehrad und Vierwegeschalter, gewählt per OK-Taste in der Mitte des jeweiligen Drehrads. Das alles geht flott von der Hand. Die einzelnen Menüpunkte sind verständlich und lassen keine Fragen offen. Auf zwei Punkte des Nikon-Menüs möchte ich hinweisen, da ich deren Funktionsweise erst mal nicht verstanden habe. Der Erste findet sich im System-Menü unter der Bezeichnung "Konstante Blende". Er bewirkt, dass die Kamera beim Zoomen die Blende konstant hält. Das funktioniert natürlich nicht, wenn ich aus dem Weitwinkelbereich in den Telebereich zoome, aber umgekehrt. Stelle ich beispielsweise Blende f5.0 ein, während die Kamera auf einer Brennweite von 180 Millimeter steht, so bleibt es bei Blende f5.0, auch wenn ich in eine Weitwinkel-Brennweite zoome. Das funktioniert übrigens nur in den Einstellungen "M" und "A". Diese Funktion ist beispielsweise interessant, wenn ich eine Reihenaufnahme von einem Motiv mit unterschiedlichen Brennweiten machen möchte. Denn so bleibt der Bildeindruck immer identisch.

Die zweite Funktion ist ebenfalls im System-Menü und zwar unter dem Punkt "Fn1-Taste + Auslöser". Nun gibt es ja dort einen Punkt weiter die Einstellung "Fn1-Taste + Einstellrad". Die kann ich individuell belegen. Sobald ich die Fn1-Taste drücke – die befindet sich auf der Kamera-Vorderseite unten zwischen Objektiv und Handgriff – kann ich am Drehrad den entsprechenden Wert einstellen. Nun könnte man meinen, dass das mit dem Auslöser auch so funktioniert. Ist aber nicht so. Am Beispiel des Weißabgleichs erkläre ich, was die Funktion bewirkt. Zunächst wähle ich für die Einstellung "Fn1-Taste + Auslöser" im Menü "Weißabgleich". Fotografiere ich im Innenraum, kann es vorkommen, dass ich den Weißabgleich entsprechende des Umgebungslichts manuell einstelle, beispielsweise auf "Leuchtstofflampe FL3". Fotografiere ich nun ein Motiv und drücke dabei die Fn1-Taste, wählt die Kamera nicht die von mir gewählte Weißabgleich-Einstellung "Leuchststofflampe FL3", sondern nimmt den automatischen Weißabgleich. Ist "Fn1-Taste + Auslöser" auf ISO eingestellt, nimmt die Kamera beim gleichzeitigen Drücken der Fn1-Taste nicht die eingestellte ISO-Empfindlichkeit, sondern einen Wert, der sich innerhalb des ISO-Auto-Bereichs befindet. Im Standard ist das ein Wert zwischen ISO 80 und ISO 800. Ist beispielsweise ISO 80 gewählt und es ist zu dunkel, geht die Kamera automatisch auf ISO 400 oder ISO 800 hoch, wenn ich beim Auslösen gleichzeitig die Fn1-Taste drücke. Ist es hell genug bleibt sie bei ISO 80. Habe ich ISO 3200 eingestellt, so geht die Kamera in jedem Fall beim Auslösen und gleichzeitigem Drücken der Fn1-Taste mindesten auf ISO 800 runter. Ist der Punkt "Picture Control" für die "Fn1-Taste + Auslöser"-Funktion gewählt, nimmt die Kamera in der Standard-Einstellung auf, wenn ich beim Auslösen gleichzeitig die Fn1-Taste drücke. Einstellungen wie Schwarz-Weiß werden für diese eine Aufnahme ignoriert. Ist die "Fn1-Taste + Auslöser"-Funktion mit "NRW (RAW)/NORMAL" belegt, schaltet die Kamera zwischen RAW und NORMAL um, wenn ich beim Auslösen die Fn1-Taste drücke. Sprich: Habe ich FINE oder NORMAL gewählt und drücke beim Auslösen die FN1-Taste, wird in RAW aufgenommen, habe ich RAW gewählt, wird stattdessen in NORMAL aufgenommen. Keine Auswirkungen hat das Drücken der FN1-Taste, wenn RAW+FINE oder RAW+NORMAL eingestellt ist.

Übrigens noch ein Tipp zu den Funktionen: Die Einstellung "Fn1-Taste + Einstellrad" bezieht sich auf die Einstellräder oben am Kameragehäuse – mit beiden kann der Wert dann verstellt werden. Und die Funktion "FN1 + Einstellrad" bezieht sich auf das große Drehrad auf der Kamerarückseite.

Jetzt kann's mit dem Fotografieren los gehen. Ich fange mit der Nikon an: Programmwahlrad auf "A" für Aperture (Blendenvorwahl) gestellt und mit dem vorderen kleinen Drehrad die Kamera auf Blende 2.8 gestellt und ISO-Empfindlichkeit auf ISO 400 gestellt. Nun visiere ich das Motiv an und löse aus. Das ging flott! Die Nikon scheint eine kurze Auslöseverzögerung zu haben. Also den Zoom auf mittlere Brennweite und noch mal auslösen – auch das ging sehr flott. Jetzt das Ganze noch mal auf maximaler Brennweite – klick, einen winzigen Moment länger hat's gedauert, aber immer noch sehr schnell. Prima, die Nikon P7700 scheint sich gut für Point-and-Shoot-Motive zu eigenen. Wenn ich im System-Menü unter dem Punkt "Sound" dann noch alle Geräusche ausschalte – perfekt, so nimmt man mich kaum noch wahr.

Die ersten Aufnahmen habe ich im Autofokus-Modus "Automatik" gemacht, mal schauen, welche Varianten die P7700 noch zu bieten hat. Dazu drücke ich auf dem Vierwegeschalter die rechte Seite – das Autofokus-Menü erscheint. Ich kann wählen zwischen Porträt-Autofokus, Manuell, Mitte (normales Messfeld), Mitte (großes Messfeld), Motivverfolgung und AF-Zielsuche. Ich wähle "Manuell". Allerdings scheint das nicht die manuelle Fokussierung zu sein, sondern die manuelle Wahl des Autofokusfeldes. Und tatsächlich ein kleines Rechteck taucht auf dem Bildschirm auf. Mit dem Vierwegeschalter kann ich den Rahmen an die gewünscht Position verschieben. Ein Druck auf die OK-Taste – fertig. Jetzt tippe ich den Auslöser an und die Nikon fokussiert tatsächlich auf das gewählte Feld. Nun noch mal die OK-Taste gedrückt und ich kann den Rahmen weiter verschieben. Das geht flott und einfach. Die anderen Autofokus-Methoden sind selbsterklärend. Bei der Motivverfolgung muss ich den Rahmen auf den Teil des Motivs positioniere, den ich verfolgen will und dann die OK-Taste drücken. Schwupp und schon folgt der Autofokusrahmen dem sich bewegenden Motivteil. Morgen probiere ich das mal mit Olsen aus, wenn der am Strand rumtobt.

Jetzt steht noch das manuelle Fokussieren auf dem Zettel. Nur: Wo stelle ich auf manuelles Fokussieren um? Im Autofokus-Menü ist davon weit und breit nichts zu sehen. Also ab ins Hauptmenü – Fehlanzeige. Auch da ist nichts zu sehen. Vielleicht hat die P7700 ja gar keine manuelle Fokussierung – na gut, dann probiere ich eben den Makro-Modus erst mal aus. Ich drücke die Makro-Taste, das ist die Untere des Vierwege-Schalters, und welch' Überraschung: Neben zwei Makro-Modi und der Unendlich-Einstellung ist da doch tatsächlich die Umstellung auf manuelles Fokussieren "MF", die ich gleich wähle. Ach ja, sollte die Kamera gerade auf Motivverfolgung stehen, ist MF ausgegraut und du musst erst einen anderen Autofokus-Modus wählen. Jetzt auf's Motiv zielen und den Auslöser leicht antippen. In der Mitte wird der Bildausschnitt vergrößert angezeigt. Nun einfach am großen Drehrad so lange kurbeln, bis das Bild im Ausschnitt scharf ist. Der Ausschnitt lässt sich übrigens nicht verschieben oder weiter vergrößern. Ich find's nicht schlimm, mir reicht die Ansicht so. Ein Trick zum Fokussieren: Wenn du die rechte Taste des Vierwegeschalters drückst, kommt die Frage "Automatisch auf das Motiv in der Bildmitte fokussieren?". Wenn du jetzt "Ja" wählst, stellt die Kamera automatisch scharf, und du kannst anschließend manuell nachfokussieren – klappt prima. Sollte die Fokus-Lupe übrigens nicht auftauchen, einfach die OK-Taste drücken, dann sollte er sichtbar sein. Fazit des Fokussierens: Alle wichtigen Funktionen sind vorhanden und die Bedienung klappt ohne Probleme – ein bisschen Übung ist natürlich immer nötig.

Und jetzt das Ganze mit der G15. Programmwahlrad auf "Av", mit dem vorderen Drehrad Blende 2.8 gewählt und über die "FUNC/SET"-Taste ISO 400 eingestellt. Jetzt das Motiv anvisieren und auslösen. Einen Unterschied zur P7700 kann ich nicht feststellen. Auch die G15 löst flott aus. Das Ganze nochmal bei mittlerer und größter Brennweite – auch das geht flott. Im Telebereich ist die Canon vielleicht einen Hauch schneller, aber sie hat ja auch ein paar Millimeter weniger Brennweite. Jetzt den Autofokus-Rahmen verschieben. Dazu drücke ich die Autofokus-Taste, das ist die direkt links über den großen Drehrad auf der Kamerarückseite, und schiebe per Vierwegeschalter den kleinen Rahmen dahin, wo ich ihn gerne hätte. Die Größe lässt sich durch einen Druck auf die Menü-Taste vergrößern und verkleinern. Noch mal die Autofokus-Taste gedrückt und der Rahmen ist da, wo er hin gehört. Nun drücke ich den Auslöser, und die Kamera macht genau das, was ich will: Sie fokussiert auf der Position des Rahmens scharf. Kleiner Tipp: Wenn du die Autofokus-Taste etwas länger drückst, springt der Autofokus-Rahmen in die Mitte des Bildes. So, jetzt noch die übrigen Autofokus-Methoden ausprobieren. Bei den FUNC/SET-Einstellung ist keine Einstellung dabei – aber im Menü. Gleich der erste Punkt "AF-Rahmen" ist es. Er steht jetzt auf "FlexiZone". Zur Wahl stehen noch "Verfolg. AF" und "Gesicht/AiAF". Bei letzterem fokussiert die Kamera bevorzugt auf Gesichter. "Verfolg. AF" versteht sich von selbst: Die Kamera folgt einem bestimmten Punkt – auch hier folgt morgen der Test mit Olsen. Ein Tipp: Hast du "FlexiZone" gewählt, kannst du den Menü-Punkt "AF-Feld Lupe" auf "An" stellen – vorausgesetzt "Servo AF" steht auf "Aus". Das Ergebnis: Beim Antippen des Auslösers wird der Ausschnitt, auf den die Kamera scharf fokussiert hat, vergrößert angezeigt – die Lupenfunktion. Auch die Canon muss sich jetzt noch in der manuellen Fokussierung beweisen. Bei der Canon sind die Tasten etwas intelligenter beschriftet, als bei der Nikon: An der kleinen Makro-Blume stehen zusätzlich die Buchstaben "MF" für Manueller Fokus. Und tatsächlich kann ich mit einem Druck auf die linke Seite des Vierwegeschalters zwischen Makro und manueller Fokussierung wählen – ich wähle die manuelle Fokussierung. In der Mitte taucht nun sofort ein vergrößerter Bildausschnitt auf. Mit dem Vierwegeschalter kann ich nun scharf fokussieren. Entweder durch drehen oder drücken auf die Obere beziehungsweise untere Taste des Vierwegeschalters. Stört die Lupe, einfach die OK-Taste drücken und sie verschwindet wieder. Nun aber das Problem: Wie bekomme ich die Lupe wieder für's nächste Bild? Ganz einfach: Wieder die MF-Taste drücken und anschließend mit OK bestätigen – schon ist die Lupe wieder da. Wie bei der Nikon lässt sich der Lupenausschnitt übrigens nicht verschieben oder in der Größe ändern. Und noch ein Tipp: Du musst erst die MF-Funktion ausschalten, bevor du wieder einen Autofokus-Modus im Menü wählen kannst. Dazu einfach die MF-Taste drücken und den Punkt "Normal" wählen und mit OK bestätigen.

In dem Zusammenhang noch mal ein Wort zum optischen Sucher der G15. Möchte man einen ganz präzisen Bildausschnitt aufnehmen, ist der Sucher ungeeignet. Wie das Beispiel rechts zeigt, ist das Bild des Suchers nur in Grenzen mit der späteren Aufnahme identisch. Im Sucher habe ich das rote Bild genau drin gehabt. Sprich der obere und untere Rand des Bildes waren gerade noch zu sehen, ebenso der linke Rand. Im Ergebnis ist aber um das Bild noch reichlich Tapete zu sehen (Foto links). Eigentlich sollte das Ergebnis so aussehen, wie auf dem rechten Bild. Das ist mir Hilfe des Kontrollmonitors entstanden. Der Sucher gibt also nur einen ungefähren Bildausschnitt wieder. Es wird aber immer mehr aufgenommen, als angezeigt – zumindest das ist gut. Und wenn wir schon beim Thema Sucher und Display sind: Der fest eingebaute Kontrollmonitor der Canon G15 hat eine Diagonale von 7,5 Zentimetern und eine Auflösung von 922.000 Bildpunkten. Das dreh- und klappbare Display der Nikon P7700 hat die gleiche Größe bei 921.000 Bildpunkten. Im praktischen Einsatz kann ich keine nennswerten Unterschiede zwischen den Bildschirmen erkennen. Auch bei der maximalen Helligkeit liegen beide Displays auf gleichem Niveau. Übrigens wirkt der Kontrollmonitor der G15 größer als der der P7700. Die tatsächlich genutzte Fläche ist jedoch nahezu gleich, da bei der G15 rechts ein breiter schwarzer Bereich ist, der nicht für die Darstellung genutzt wird.

 

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Brennweiten, ISO-Reihen, Tag, Nacht und mehr

Jetzt geht's an den Bildvergleich. Als erstes zeige ich euch den Unterschied zwischen den Brennweitenbereichen der Kamera. In der Weitwinkeleinstellung gibt es natürlich keinen Unterschied, im Telebereich jedoch ist er deutlich zu sehen – immerhin hat die Nikon 60 Millimeter mehr Brennweite.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 900 Pixel heruntergerechnet. 

  Brennweitenvergleich
  • Canon PowerShot G15 (1) 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (1) 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (1) 28mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (2) 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (2) 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (2) 140mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (1) 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (1) 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (1) 28mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (2) 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (2) 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (2) 200mm 1200 x 900
 

Bevor ich die Bildqualität der beiden Kameras in verschiedenen Aufnahmesituationen vergleiche, noch ein Wort zu den technischen Daten. In beiden Kameras arbeiten Sensoren mit 12 Megapixel und einer Größe von 1/1,7 Zoll – dies entspricht 7,6 x 5,6 Millimeter. Damit haben die Kameras einen Brennweitenverlängerungsfakto von 4,5fach. Sprich die auf dem Objektiv angegebenen Brennweiten müssen mit 4,5 multipliziert werden, um die vergleichbare Kleinbildbrennweite zu erhalten. Die Basiswerte sind also bei beiden Kameras gleich. Die ISO-Werte starten bei den Modellen bei ISO 80 und gehen bei der Canon G15 bis ISO 12800, bei der Nikon P7700 bis ISO 6400. Zum Vergleich der Bildqualität habe ich mehrere Serien fotografiert. Zunächst bei Tageslicht mit drei Brennweiteneinstellungen. Die ersten beiden Aufnahmen mit 28mm und 40mm habe ich vom gleichen Standort aus gemacht, die Teleaufnahmen mit 120mm (Canon) beziehungsweise 110mm (Nikon) habe ich von einem etwas entfernteren Standort gemacht. Die Aufnahmen mit höherer ISO-Empfindlichkeit habe ich mit zugeschaltetem ND-Filter gemacht. Da selbst mit ND-Filter die Aufnahmen der Canon mit ISO 12800 überbelichtet sind, zeige ich die hier nicht, sondern in der Beispielreihe der Nachtaufnahmen. Alle Fotos sind vom Stativ gemacht worden. Zunächst zeige ich die drei Vergleichs-Reihen in voller Auflösung, wobei die Bilder vom JPEG-Original auf eine Größe von 1200 x 900 Bildpunkte heruntergerechnet sind, ohne weitere Bildbearbeitung oder Veränderung. Sämtliche Aufnahmeparameter stehen in der Bildunterschrift.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 900 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 80, ISO 100 bis ISO 6400.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten bei 28 Millimeter Brennweite
  • Canon PowerShot G15 (1) ISO 80 f5.6 1-500s 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (1) ISO 80 f5.6 1-500s 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (1) ISO 80 f5.6 1-500s 28mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (2) ISO 100 f5.6 1-640s 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (2) ISO 100 f5.6 1-640s 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (2) ISO 100 f5.6 1-640s 28mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (3) ISO 200 f5.6 1-1250s 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (3) ISO 200 f5.6 1-1250s 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (3) ISO 200 f5.6 1-1250s 28mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (4) ISO 400 f5.6 1-2500s 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (4) ISO 400 f5.6 1-2500s 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (4) ISO 400 f5.6 1-2500s 28mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (5) ISO 800 f8.0 1-2500s 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (5) ISO 800 f8.0 1-2500s 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (5) ISO 800 f8.0 1-2500s 28mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-640s 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-640s 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-640s 28mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1250s 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1250s 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1250s 28mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-2500s 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-2500s 28mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-2500s 28mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f5.6 1-500s 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f5.6 1-500s 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f5.6 1-500s 28mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f5.6 1-640s 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f5.6 1-640s 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f5.6 1-640s 28mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f5.6 1-1250s 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f5.6 1-1250s 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f5.6 1-1250s 28mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f5.6 1-2500s 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f5.6 1-2500s 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f5.6 1-2500s 28mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f8.0 1-2500s 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f8.0 1-2500s 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f8.0 1-2500s 28mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-640s 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-640s 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-640s 28mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1250s 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1250s 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1250s 28mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-2500s 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-2500s 28mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-2500s 28mm 1200 x 900
 
Nun das Ganze mit einer Brennweite von 40 Millimeter.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 900 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 80, ISO 100 bis ISO 6400.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten bei 40 Millimeter Brennweite
  • Canon PowerShot G15 (1) ISO 80 f5.6 1-640s 40mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (1) ISO 80 f5.6 1-640s 40mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (1) ISO 80 f5.6 1-640s 40mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (2) ISO 100 f5.6 1-800s 40mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (2) ISO 100 f5.6 1-800s 40mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (2) ISO 100 f5.6 1-800s 40mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (3) ISO 200 f5.6 1-1600s 40mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (3) ISO 200 f5.6 1-1600s 40mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (3) ISO 200 f5.6 1-1600s 40mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (4) ISO 400 f5.6 1-3200s 40mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (4) ISO 400 f5.6 1-3200s 40mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (4) ISO 400 f5.6 1-3200s 40mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (5) ISO 800 f8.0 1-3200s 40mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (5) ISO 800 f8.0 1-3200s 40mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (5) ISO 800 f8.0 1-3200s 40mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-800s 40mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-800s 40mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-800s 40mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1600s 40mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1600s 40mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1600s 40mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-3200s 40mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-3200s 40mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-3200s 40mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f5.6 1-640s 40mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f5.6 1-640s 40mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f5.6 1-640s 40mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f5.6 1-800s 40mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f5.6 1-800s 40mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f5.6 1-800s 40mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f5.6 1-1600s 40mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f5.6 1-1600s 40mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f5.6 1-1600s 40mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f5.6 1-3200s 40mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f5.6 1-3200s 40mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f5.6 1-3200s 40mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f8.0 1-3200s 40mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f8.0 1-3200s 40mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f8.0 1-3200s 40mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-800s 40mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-800s 40mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-800s 40mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1600s 40mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1600s 40mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1600s 40mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-3200s 40mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-3200s 40mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-3200s 40mm 1200 x 900
 
Nun als Letztes mit einer Brennweite von 120 Millimeter bei der Canon und 110 Millimeter bei der Nikon.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 900 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 80, ISO 100 bis ISO 6400.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten bei 120/110 Millimeter Brennweite
  • Canon PowerShot G15 (1) ISO 80 f5.6 1-500s 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (1) ISO 80 f5.6 1-500s 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (1) ISO 80 f5.6 1-500s 120mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (2) ISO 100 f5.6 1-800s 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (2) ISO 100 f5.6 1-800s 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (2) ISO 100 f5.6 1-800s 120mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (3) ISO 200 f5.6 1-1600s 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (3) ISO 200 f5.6 1-1600s 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (3) ISO 200 f5.6 1-1600s 120mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (4) ISO 400 f5.6 1-2500s 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (4) ISO 400 f5.6 1-2500s 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (4) ISO 400 f5.6 1-2500s 120mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (5) ISO 800 f8.0 1-3200s 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (5) ISO 800 f8.0 1-3200s 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (5) ISO 800 f8.0 1-3200s 120mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-800s 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-800s 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-800s 120mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1600s 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1600s 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1600s 120mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-3200s 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-3200s 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-3200s 120mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f5.6 1-500s 110mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f5.6 1-500s 110mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f5.6 1-500s 110mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f5.6 1-640s 110mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f5.6 1-640s 110mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f5.6 1-640s 110mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f5.6 1-1250s 110mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f5.6 1-1250s 110mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f5.6 1-1250s 110mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f5.6 1-2500s 110mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f5.6 1-2500s 110mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f5.6 1-2500s 110mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f8.0 1-2500s 110mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f8.0 1-2500s 110mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f8.0 1-2500s 110mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-640s 110mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-640s 110mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-640s 110mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1250s 110mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1250s 110mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1250s 110mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-2500s 110mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-2500s 110mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-2500s 110mm 1200 x 900

 

In der Gesamtansicht, sind kaum Unterschiede zu erkennen. Beide Kameras haben eine sehr gute Detail- und realistische Farbwiedergabe. Dabei scheint die Nikon die Farben etwas wärmer wiederzugeben. In der maximalen Weitwinkeleinstellung sind nur sehr geringe Verzerrungen zu sehen, sie liegen im Rahmen, ich finde sie nicht störend. Das Gleiche gilt für die Vignettierung, auch hier halten sich beide Kameras sehr zurück und liefern gute Ergebnisse. Bildstörungen (Rauschen) sind bei der Vollbildwiedergabe ab ISO 800 minimal zu sehen, ab ISO 1600 werden sie etwas deutlicher, wobei beide auf einem sehr hohen Niveau liegen, denn selbst bei ISO 6400 stört das Bildrauschen noch nicht. Mehr Aufschluss wird nun die Beurteilung eines Bildausschnitts geben. Dazu habe ich ein Bildteil von 1200 x 900 Bildpunkten aus dem Originalbild ausgeschnitten.   

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind ein Ausschnitt mit einer Größe von 1200 x 900 Pixel. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 80, ISO 100 bis ISO 6400.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten bei 40 Millimeter Brennweite
  • Canon PowerShot G15 (1) ISO 80 f5.6 1-640s 40mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (1) ISO 80 f5.6 1-640s 40mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (1) ISO 80 f5.6 1-640s 40mm 1200 x 900 Detail
  • Canon PowerShot G15 (2) ISO 100 f5.6 1-800s 40mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (2) ISO 100 f5.6 1-800s 40mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (2) ISO 100 f5.6 1-800s 40mm 1200 x 900 Detail
  • Canon PowerShot G15 (3) ISO 200 f5.6 1-1600s 40mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (3) ISO 200 f5.6 1-1600s 40mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (3) ISO 200 f5.6 1-1600s 40mm 1200 x 900 Detail
  • Canon PowerShot G15 (4) ISO 400 f5.6 1-3200s 40mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (4) ISO 400 f5.6 1-3200s 40mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (4) ISO 400 f5.6 1-3200s 40mm 1200 x 900 Detail
  • Canon PowerShot G15 (5) ISO 800 f8.0 1-3200s 40mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (5) ISO 800 f8.0 1-3200s 40mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (5) ISO 800 f8.0 1-3200s 40mm 1200 x 900 Detail
  • Canon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-800s 40mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-800s 40mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-800s 40mm 1200 x 900 Detail
  • Canon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1600s 40mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1600s 40mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1600s 40mm 1200 x 900 Detail
  • Canon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-3200s 40mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-3200s 40mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-3200s 40mm 1200 x 900 Detail
  • Nikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f5.6 1-640s 40mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f5.6 1-640s 40mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f5.6 1-640s 40mm 1200 x 900 Detail
  • Nikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f5.6 1-800s 40mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f5.6 1-800s 40mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f5.6 1-800s 40mm 1200 x 900 Detail
  • Nikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f5.6 1-1600s 40mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f5.6 1-1600s 40mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f5.6 1-1600s 40mm 1200 x 900 Detail
  • Nikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f5.6 1-3200s 40mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f5.6 1-3200s 40mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f5.6 1-3200s 40mm 1200 x 900 Detail
  • Nikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f8.0 1-3200s 40mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f8.0 1-3200s 40mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f8.0 1-3200s 40mm 1200 x 900 Detail
  • Nikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-800s 40mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-800s 40mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f8.0 ND 1-800s 40mm 1200 x 900 Detail
  • Nikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1600s 40mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1600s 40mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f8.0 ND 1-1600s 40mm 1200 x 900 Detail
  • Nikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-3200s 40mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-3200s 40mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f8.0 ND 1-3200s 40mm 1200 x 900 Detail

In der Detailansicht werden die Unterschiede etwas deutlicher. In den niedrigen ISO-Werten löst die Nikon die hellen Farbtöne etwas besser auf. Zu sehen ist das an den weißen Steinen der Wand. Die feinen Nuancen der Fugen gibt die Nikon P7700 etwas besser wieder. Außerdem wirken die Fotos der Nikon etwas knackiger. Die feinen Zweige des Strauchs links neben der Türe werden etwas präziser wiedergegen. Allerdings sind die Unterschiede nur minimal und können über die Nachbearbeitung oder entsprechende Kameraeinstellungen ausgeglichen werden. Insgesamt ist die Bildqualität beide Kameras in den niedrigen ISO-Werten bis ISO 400 auf einem sehr hohen Niveau und nahezu identisch. Wirkliche Vorteile kann sich hier keine der beiden Kameras erarbeiten. Ab ISO 800 setzen bei beiden Kameras Bildstörungen (Rauschen) ein. Bei der Nikon sind sie jedoch etwas deutlicher sichtbar – bei der Canon setzt das Rauschen weicher ein. Dafür ändert sich zwischen ISO 800 und ISO 1600 bei der Nikon kaum etwas an der Bildqualität. Die Canon ist hier bei ISO 800 im Vorteil, erreicht dann bei ISO 1600 aber das Niveau der P7700. Mit steigendem Bildrauschen gehen Details verloren. Gut zu sehen ist das an den feinen Zweigen und der Schrift über der Türe. Bei ISO 1600 ist die Schrift jedoch noch gut zu lesen. Bei ISO 3200 nehmen die Bildstörungen weiter zu, wobei die Canon hier etwas zurückhaltender ist – das Bildrauschen wirkt bei der G15 nicht ganz so störend. In den dunkelgrünen Flächen ist das recht gut zu sehen. Bei beiden Kameras sinkt die Detailwiedergabe, wobei die Schrift immer noch zu lesen ist. Bei ISO 6400 gehen dann feine Details weiter verloren: Die Schrift über der Türe ist nun kaum noch zu lesen und verschwimmt mit dem grünen Balken. Auch die feinen Zweige des Strauches verschwimmen und nur die etwas Gröberen sind noch einzeln zu erkennen. Bei ISO 6400 wirkt das Rauschen der Nikon P7700 störender und ist auffälliger, als das der Canon G15. Insgesamt hat die Canon G15 im High-ISO-Bereich leichte Vorteile gegenüber der Nikon. 

Im nächsten Abschnitt folgen die Aufnahmen bei Nacht. 

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Nachtschicht am Hafen – ISO-Reihen die Zweite

Nun geht's mit den Kameras raus in die Nacht – an den Hafen. Selbstverständlich habe ich alle Aufnahmen vom Stativ gemacht. Minimale Unschärfen in den Low-ISO-Aufnahmen kommen von der Bewegung der Schiffe und Ladekräne. Die Belichtungszeiten der einzelnen Aufnahmen stehen in den Bildunterschriften. Bei beiden Kameras habe ich die maximale Brennweite gewählt, bei der Canon sind das 140 Millimeter bei der Nikon sind es dann 200 Millimeter. In der ersten Vergleichsreihe –  der auf 1200 x 900 Bildpunkte heruntergerechneten Gesamtansicht –  ist der Brennweiten-Unterschied sehr schön zu sehen. Bei der Canon gibt es eine Aufnahme mehr, da deren maximale Empfindlichkeit ISO 12800 beträgt – bei der Nikon sind es ISO 6400.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 900 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 80, ISO 100 bis ISO 6400 bei der Nikon und ISO 12800 bei der Canon.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten bei 120/110 Millimeter Brennweite
  • Canon PowerShot G15 (1) ISO 80 f2.8 1s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (1) ISO 80 f2.8 1s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (1) ISO 80 f2.8 1s 140mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (2) ISO 100 f2.8 1s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (2) ISO 100 f2.8 1s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (2) ISO 100 f2.8 1s 140mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (3) ISO 200 f2.8 1-5s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (3) ISO 200 f2.8 1-5s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (3) ISO 200 f2.8 1-5s 140mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (4) ISO 400 f2.8 1-6s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (4) ISO 400 f2.8 1-6s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (4) ISO 400 f2.8 1-6s 140mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (5) ISO 800 f2.8 1-13s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (5) ISO 800 f2.8 1-13s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (5) ISO 800 f2.8 1-13s 140mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f2.8 1-25s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f2.8 1-25s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f2.8 1-25s 140mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f2.8 1-50s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f2.8 1-50s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f2.8 1-50s 140mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f2.8 1-100s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f2.8 1-100s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f2.8 1-100s 140mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G15 (9) ISO 12800 f2.8 1-200s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (9) ISO 12800 f2.8 1-200s 140mm 1200 x 900Canon PowerShot G15 (9) ISO 12800 f2.8 1-200s 140mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f4.0 2s 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f4.0 2s 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f4.0 2s 200mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f4.0 1.6s 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f4.0 1.6s 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f4.0 1.6s 200mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f4.0 1s 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f4.0 1s 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f4.0 1s 200mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f4.0 1s 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f4.0 1s 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f4.0 1s 200mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f4.0 1-5s 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f4.0 1-5s 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f4.0 1-5s 200mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f4.0 1-10s 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f4.0 1-10s 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f4.0 1-10s 200mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f4.0 1-20s 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f4.0 1-20s 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f4.0 1-20s 200mm 1200 x 900
  • Nikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f4.0 1-40s 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f4.0 1-40s 200mm 1200 x 900Nikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f4.0 1-40s 200mm 1200 x 900

 

In den Gesamtansichten sind die Unterschiede ähnlich, wie bei den Tageslichtaufnahmen. Leichte Bildstörungen (Rauschen) setzen bei beiden Kameras bei ISO 800 ein und steigern sich kontinuierlich. In der höchsten ISO-Stufe der Canon sind sie auch deutlich zu sehen. Dennoch: Für eine Kompakte mit kleinem Sensor können sich die Ergebnisse sehen lassen – bei beiden Kameras. Schärfe, Detail- und Farbwiedergabe stimmen bei beiden Kameras. Ich bin von der guten Detailwiedergabe überrascht. Auch hier: Die Nikon gibt die Farben etwas wärmer wieder. Was besser ist? Geschmackssache – abgesehen davon kannst du in den Einstellungen der Kamera noch Veränderungen vornehmen, ganz nach deinem Geschmack. Eine nachträgliche Bildbearbeitung eröffnet natürlich noch mehr Möglichkeiten, sodass die Unterschiede bei der Farbwiedergabe nicht kaufentscheidend sein sollten. Nun aber zur Detailansicht. Wieder habe ich einen Ausschnitt mit 1200 x 900 Bildpunkten aus dem Originalbild ausgeschnitten. 

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 900 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 80, ISO 100 bis ISO 6400 bei der Nikon und ISO 12800 bei der Canon.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten bei 120/110 Millimeter Brennweite
  • Canon PowerShot G15 (1) ISO 80 f2.8 1s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (1) ISO 80 f2.8 1s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (1) ISO 80 f2.8 1s 140mm 1200 x 900 Detail
  • Canon PowerShot G15 (2) ISO 100 f2.8 1s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (2) ISO 100 f2.8 1s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (2) ISO 100 f2.8 1s 140mm 1200 x 900 Detail
  • Canon PowerShot G15 (3) ISO 200 f2.8 1-5s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (3) ISO 200 f2.8 1-5s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (3) ISO 200 f2.8 1-5s 140mm 1200 x 900 Detail
  • Canon PowerShot G15 (4) ISO 400 f2.8 1-6s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (4) ISO 400 f2.8 1-6s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (4) ISO 400 f2.8 1-6s 140mm 1200 x 900 Detail
  • Canon PowerShot G15 (5) ISO 800 f2.8 1-13s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (5) ISO 800 f2.8 1-13s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (5) ISO 800 f2.8 1-13s 140mm 1200 x 900 Detail
  • Canon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f2.8 1-25s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f2.8 1-25s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (6) ISO 1600 f2.8 1-25s 140mm 1200 x 900 Detail
  • Canon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f2.8 1-50s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f2.8 1-50s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (7) ISO 3200 f2.8 1-50s 140mm 1200 x 900 Detail
  • Canon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f2.8 1-100s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f2.8 1-100s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (8) ISO 6400 f2.8 1-100s 140mm 1200 x 900 Detail
  • Canon PowerShot G15 (9) ISO 12800 f2.8 1-200s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (9) ISO 12800 f2.8 1-200s 140mm 1200 x 900 DetailCanon PowerShot G15 (9) ISO 12800 f2.8 1-200s 140mm 1200 x 900 Detail
  • Nikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f4.0 2s 200mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f4.0 2s 200mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (1) ISO 80 f4.0 2s 200mm 1200 x 900 Detail
  • Nikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f4.0 1.6s 200mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f4.0 1.6s 200mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (2) ISO 100 f4.0 1.6s 200mm 1200 x 900 Detail
  • Nikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f4.0 1s 200mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f4.0 1s 200mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (3) ISO 200 f4.0 1s 200mm 1200 x 900 Detail
  • Nikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f4.0 1s 200mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f4.0 1s 200mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (4) ISO 400 f4.0 1s 200mm 1200 x 900 Detail
  • Nikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f4.0 1-5s 200mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f4.0 1-5s 200mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (5) ISO 800 f4.0 1-5s 200mm 1200 x 900 Detail
  • Nikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f4.0 1-10s 200mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f4.0 1-10s 200mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (6) ISO 1600 f4.0 1-10s 200mm 1200 x 900 Detail
  • Nikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f4.0 1-20s 200mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f4.0 1-20s 200mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (7) ISO 3200 f4.0 1-20s 200mm 1200 x 900 Detail
  • Nikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f4.0 1-40s 200mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f4.0 1-40s 200mm 1200 x 900 DetailNikon Coolpix P7700 (8) ISO 6400 f4.0 1-40s 200mm 1200 x 900 Detail

Nochmal der Hinweis: Minimale Unschärfen rühren nicht von der Fokusgenauigkeit der Kamera her, sondern sind Bewegungsunschärfen auf Grund der längeren Belichtungszeiten. Auch in der Detailansicht zeigt sich die hohe Bildqualität beider Kameras. In den niedrigen ISO-Werten bis ISO 400 finde ich die Ergebnisse sehr gut. Feine Details werden präzise wiedergegeben, die Farbwiedergabe ist ausgewogen und der Kontrastumfang (Unterschied zwischen hellster und dunkelster Stelle im Bild) ist sehr gut. Beide Kameras produzieren um die hellen Lichtquellen auf dem Schiff Sternstrahlen. Ich mag diesen Effekt – bei der Nikon gefällt er mir allerdings besser, da die Strahlen etwas größer und harmonischer sind. Bei den Detail-Aufnahmen wird der Brennweiten-Vorteil der Nikon nochmal deutlich. Die Schriften auf den Container-Brücken sind noch deutlicher zu sehen und werden sehr präzise wiedergegeben. In der Detailansicht zeigen beide Kameras ab ISO 400 leichte Bildstörungen (Rauschen). Dabei sind noch keine Verluste bei der Detailwiedergabe sichtbar. Auch bei den Nachtaufnahmen macht die Nikon P7700 bei ISO 800 einen Sprung beim Rauschverhalten. Hier setzt die Canon deutlich weicher ein und steigert sich langsam. Bei ISO 1600 liegen beide Kameras auf einem ähnlich hohen Niveau, vielleicht mit ganz leichten Vorteilen bei der Canon. In den nächsten ISO-Stufen bleibt der Vorteil der Canon erhalten. Deren Aufnahmen zeigen minimal geringere Bildstörungen, als die der Nikon. Allerdings zeigen die Aufnahmen der Nikon trotz dem etwas stärkeren Rauschen minimal mehr Details – dabei ist allerdings auch die unterschiedliche Brennweite zu berücksichtigen. In der höchsten ISO-Einstellung 12800 der Canon sind die Bildstörungen schon stark störend und feine Details sind gänzlich verloren gegangen. Gut zu sehen ist das an den Strukturen der Container.    

Zusammenfassend finde ich die Bildqualität beider Kameras sowohl bei Tageslicht, als auch bei Dunkelheit sehr gut. Ich bin überrascht, wie gut die Detailwiedergabe ist und wie präzise feine Strukturen wiedergegeben werden. Das Rauschverhalten gefällt mir sehr gut, zumal die Strukturen des Rauschens nicht sonderlich störend wirken. Klar, Details gehen verloren, aber wenn ich das mit analogen Filmen vergleiche, so liegen Welten dazwischen. Filme, die man früher auf ISO 1600 gepusht hat, zeigen deutlich mehr Bildstörungen, als heutige Aufnahmen mit ISO 6400 – ganz zu schweigen von der Farbwiedergabe. Und wer noch mehr aus den Aufnahmen rauskitzeln will, dem bleibt ja zusätzlich noch die Möglichkeit, im RAW-Modus aufzunehmen.

Alle Vergleichbilder gibt es auf meinem Flickr-Account in voller Auflösung.

Canon PowerShot G15 

Nikon Coolpix P7700 

 

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Makro, Video und mehr

Neben der Bildqualität gibt es noch ein paar andere interessante Funktionen. Neue Perspektiven lassen sich mit der Makrofunktion eröffnen. Beide Kameras haben eine entsprechende Einstellung. Aufgerufen werden sie mit einem Druck auf den Vierwege-Kombischalter auf der Kamerarückseite – bei der Canon links, bei der Nikon unten. Das entsprechende Symbol ist die kleine Blume. Die Nikon hat noch die Unterscheidung zwischen "Nur Nahaufnahmen" und "Makrofunktion". Bei letzterer kannst du nur Makro fotografieren, in der anderen Einstellung fokussiert die Kamera auch bei normalen Aufnahmen korrekt. Beim Aufnahmemaßstab ist die Canon ein wenig besser und nimmt einen kleineren Ausschnitt auf als die Nikon. Die beiden Beispielbilder zeigen das: links die Canon, rechts die Nikon. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass das Objektiv so nah am Motiv ist, dass es nur bei entsprechender Beleuchtung ein schattenfreies Bild gibt. Insofern lässt sich der Vorteil der Canon nur bei optimaler Beleuchtung nutzen.

Mit beiden Kameras können Videos gedreht werden. Beide nehmen in voller HD-Auflösung mit 1920 x 1080 Bildpunkten auf. Die höchste Bildwiederholfrequenz beträgt bei beiden 30p (30 Vollbilder pro Sekunde). Die Nikon hat zwei Einstellungen, die du auf dem Programmrad wählen kannst: "Filmsequenz" und "Fortgeschrittenes Filmen". Während bei der ersten Einstellung nur die Basis-Einstellungen verändert werden können, lassen sich beim fortgeschrittenen Filmen zusätzlich die Autofokus-Methode, die Programmart und Bildeinstellungen wählen. Gerade die Bildeinstellungen sind interessant, denn damit lassen sich unter dem Punkt "Picture-Control-Konfig." nicht nur verschiedene Farbeinstellungen wählen – Standard, Neutral, Brillant und Monochrom – sondern unter dem Punkt "Aufnahmebetriebsart" zusätzlich spannende Effekte einstellen: Gemälde, Cross-Entwicklung, Weichzeichnung, Nostalgie-Effekt, High- und Low-Key sowie selektive Farbe. 

 

 

Nicht ganz so viele Möglichkeiten bietet die Canon unter dem Punkt Filmen "Standardmodus", aber immerhin lassen sich über die "FUNC/SET"-Taste verschiedene Farbeinstellungen wählen. Zusätzlich kannst du alternativ zum AVCHD-Aufnahmeformat das iFrame-Format wählen. Damit lassen sich die aufgenommenen Videos auf Tablet-PCs und smartphones, wie dem iPhone und iPad von Apple, bearbeiten. Die kommen mit AVCHD-Videos nicht zurecht. Die Canon hat übrigens einen eigenen Video-Aufnahme-Knopf, mit dem sich Filmaufnahmen jederzeit starten lassen – auch wenn das Programmwahlrad nicht auf dem Punkt Filmen steht. Das klappt so bei der Nikon nicht. Bei der P7700 muss das Programmwahlrad auf einer der beiden Filmfumktionen stehen. Gestartet wird die Aufnahme dann per Druck auf den normalen Auslöser. Beide Kameras nehmen die Videos mit Stereo-Ton auf. Einen Vorteil hat die Nikon allerdings: Bei ihr lässt sich ein externes Mikrofon anschließen. Die Buchse befindet sich an der linken, oberen Ecke der Kameravorderseite hinter einer kleinen Klappe. Beide Kameras haben einen Mini-HDMI-Ausgang über den du sowohl Videos als auch Fotos auf einem Flachbildfernseher wiedergeben kannst. Beide Kameras geben übrigens das Live-Bild nicht über den HDMI-Anschluss wieder.

Die Bildqualität beider Kameras liegt auf ähnlichem Niveau. Zoomen ist mit beiden Kameras möglich, die Schärfe und Belichtung wird recht zügig nachgeführt. Klar können beide Kameras einen vollwertigen Camcorder nicht ersetzen, aber für ein paar kleinere Videos reichen die Modelle auf jeden Fall. Und dank der verschiedenen Bildeinstellungen lassen sich nette Bildeffekte beim Filmen umsetzen. Übrigens eine Beschränkung gibt es: Beide Kameras haben eine maximale Aufzeichnungszeit von 29 Minuten – das liegt allerdings nicht daran, dass die Beiden nicht mehr könnten, sondern an gesetzlichen Vorschriften.  

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Mein Fazit

Seit Jahren kämpfen Canon und Nikon um die Vorherrschaft in der Klasse der Topkompakten. Gegenüber stehen sich die G- und die P-Serie. Konnte die Canon jahrelang durch den Dreh- und Klappmonitor punkten und Nikon mit dem optischen Sucher, ist das jetzt alles Makulatur. Die G15 hat keinen Klappmonitor mehr und die P7700 keinen optischen Sucher. Stellt sich nun die Frage: Welche ist jetzt die bessere Wahl? Eine klare Antwort kann ich darauf leider nicht geben. Jedes Modell hat seine Vor- und Nachteile. Fangen wir mit den Vorteilen an. Hier kann die Nikon ganz klar durch zwei wichtige Ausstattungsmerkmale punkten: Den Klapp-Monitor und das 7fach-Zoom. Canons Mini-Glotze ist fest eingebaut und das Objektiv hat lediglich ein 5fach-Zoom. Fangen beide im Weitwinkelbereich mit 28 Millimeter Brennweite an, endet der bei der Canon schon bei 140 Millimeter während die Nikon noch eine Schippe drauflegt und bis 200 Millimeter geht. Und welche Vorteile hat die Canon? Hier sind es drei Dinge, mit denen die Canon punkten kann: Dem optischem Sucher, den etwas kompakteren Abmessungen und der Bildqualität. Die ist bei der Canon minimal besser, als bei der Nikon. Wobei der Unterschied im Low-ISO-Bereich nur minimal ist, im High-ISO-Bereich aber durchaus sichtbar. Ob man nun die höher einstellbare ISO-Empfindlichkeit der Canon mit ISO 12800 braucht, sei dahingestellt. Das Ganze relativiert sich sowieso, wenn man die Aufnahmen nachträglich professionell mit Photoshop oder Lightroom bearbeitet. Dann verschmelzen die Unterschiede. Denn: Beide Kameras liegen auf einem sehr hohen Niveau in Sachen Bildqualität. 

Bei den übrigen Ausstattungsmerkmalen sehe ich nur sehr geringe Unterschiede. Hier kommt es vor allem auf die persönlichen Vorlieben an, das Gleiche gilt für die Bedienung. Ob nun mit zusätzlichem Drehrad oder über die Funktions-Taste die wichtigsten Kameraeinstellungen verändert werden, macht keinen großen Unterschied. Wenn du dich einmal in die Struktur der Bedienung eingearbeitet hast, geht das Navigieren durch die Einstellungen flott von der Hand. Auslösegeschwindigkeit, Serienbildfunktion, Makro, Filmen und Motivprogramme, all' das gibt's bei beiden und unterscheidet sich lediglich in Details. Wem's um's Fotografieren geht, findet bei der G15 und der P7700 alle wichtigen Funktionen. Wem's auch um's Filmen geht, ist vielleicht mit der Nikon besser bedient, da sie einen Anschluss für ein externes Mikrofon hat – die Canon G15 hat den nicht.

Und so reduzieren sich die kaufentscheidenden Argumente auf den größeren Zoombereich und den Klappmonitor der Nikon Coolpix P7700 sowie den optischen Sucher und die minimal bessere Bildqualität der Canon PowerShot G15. Was nun für dich wichtiger ist, das kannst nur du selbst entscheiden.

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Über die Foto-Bude

Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

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