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Makro, Video und mehr

Neben der Bildqualität gibt es noch ein paar andere interessante Funktionen. Neue Perspektiven lassen sich mit der Makrofunktion eröffnen. Beide Kameras haben eine entsprechende Einstellung. Aufgerufen werden sie mit einem Druck auf den Vierwege-Kombischalter auf der Kamerarückseite – bei der Canon links, bei der Nikon unten. Das entsprechende Symbol ist die kleine Blume. Die Nikon hat noch die Unterscheidung zwischen "Nur Nahaufnahmen" und "Makrofunktion". Bei letzterer kannst du nur Makro fotografieren, in der anderen Einstellung fokussiert die Kamera auch bei normalen Aufnahmen korrekt. Beim Aufnahmemaßstab ist die Canon ein wenig besser und nimmt einen kleineren Ausschnitt auf als die Nikon. Die beiden Beispielbilder zeigen das: links die Canon, rechts die Nikon. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass das Objektiv so nah am Motiv ist, dass es nur bei entsprechender Beleuchtung ein schattenfreies Bild gibt. Insofern lässt sich der Vorteil der Canon nur bei optimaler Beleuchtung nutzen.

Mit beiden Kameras können Videos gedreht werden. Beide nehmen in voller HD-Auflösung mit 1920 x 1080 Bildpunkten auf. Die höchste Bildwiederholfrequenz beträgt bei beiden 30p (30 Vollbilder pro Sekunde). Die Nikon hat zwei Einstellungen, die du auf dem Programmrad wählen kannst: "Filmsequenz" und "Fortgeschrittenes Filmen". Während bei der ersten Einstellung nur die Basis-Einstellungen verändert werden können, lassen sich beim fortgeschrittenen Filmen zusätzlich die Autofokus-Methode, die Programmart und Bildeinstellungen wählen. Gerade die Bildeinstellungen sind interessant, denn damit lassen sich unter dem Punkt "Picture-Control-Konfig." nicht nur verschiedene Farbeinstellungen wählen – Standard, Neutral, Brillant und Monochrom – sondern unter dem Punkt "Aufnahmebetriebsart" zusätzlich spannende Effekte einstellen: Gemälde, Cross-Entwicklung, Weichzeichnung, Nostalgie-Effekt, High- und Low-Key sowie selektive Farbe. 

 

 

Nicht ganz so viele Möglichkeiten bietet die Canon unter dem Punkt Filmen "Standardmodus", aber immerhin lassen sich über die "FUNC/SET"-Taste verschiedene Farbeinstellungen wählen. Zusätzlich kannst du alternativ zum AVCHD-Aufnahmeformat das iFrame-Format wählen. Damit lassen sich die aufgenommenen Videos auf Tablet-PCs und smartphones, wie dem iPhone und iPad von Apple, bearbeiten. Die kommen mit AVCHD-Videos nicht zurecht. Die Canon hat übrigens einen eigenen Video-Aufnahme-Knopf, mit dem sich Filmaufnahmen jederzeit starten lassen – auch wenn das Programmwahlrad nicht auf dem Punkt Filmen steht. Das klappt so bei der Nikon nicht. Bei der P7700 muss das Programmwahlrad auf einer der beiden Filmfumktionen stehen. Gestartet wird die Aufnahme dann per Druck auf den normalen Auslöser. Beide Kameras nehmen die Videos mit Stereo-Ton auf. Einen Vorteil hat die Nikon allerdings: Bei ihr lässt sich ein externes Mikrofon anschließen. Die Buchse befindet sich an der linken, oberen Ecke der Kameravorderseite hinter einer kleinen Klappe. Beide Kameras haben einen Mini-HDMI-Ausgang über den du sowohl Videos als auch Fotos auf einem Flachbildfernseher wiedergeben kannst. Beide Kameras geben übrigens das Live-Bild nicht über den HDMI-Anschluss wieder.

Die Bildqualität beider Kameras liegt auf ähnlichem Niveau. Zoomen ist mit beiden Kameras möglich, die Schärfe und Belichtung wird recht zügig nachgeführt. Klar können beide Kameras einen vollwertigen Camcorder nicht ersetzen, aber für ein paar kleinere Videos reichen die Modelle auf jeden Fall. Und dank der verschiedenen Bildeinstellungen lassen sich nette Bildeffekte beim Filmen umsetzen. Übrigens eine Beschränkung gibt es: Beide Kameras haben eine maximale Aufzeichnungszeit von 29 Minuten – das liegt allerdings nicht daran, dass die Beiden nicht mehr könnten, sondern an gesetzlichen Vorschriften.  

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Über die Foto-Bude

Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

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