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TOP 2 – Belichtungsprogramme und Fokusarten

Bei den Belichtungsprogrammen gibt es keine Überraschungen. Auf dem Wahlrad stehen P, A, S und M zur Wahl, sowie zwei individuelle Programme, die Filmfunktion, das Schwenkpanorama, die Motivprogramme sowie die Vollautomatik AUTO. In den Einstellungen P, A, S und M ist die Arbeit mit den beiden Drehrädern sehr praktisch. In der Einstellung P gibt es den sogenannten Programm-Shift, bei dem die Belichtung gleich bleibt, aber Blende und Belichtungszeit verschoben werden. In den Einstellungen A und S wird mit einem der Drehräder Blende beziehungsweise Belichtungszeit eingestellt und mit dem anderen die Belichtungskorrektur ausgeführt. Damit das klappt, muss die Funktion allerdings im Menü erst aktiviert werden. Im Einstell-Menü (Symbol Zahnrad) muss die Funktion unter dem Punkt "Regler Ev-Korrektur" aktiviert werden, wobei man wählen kann, ob das vordere oder hintere Drehrad für die Belichtungskorrektur genutzt werden soll. Ist die manuelle Belichtung M gewählt, wird mit den beiden Drehrädern Blende und Belichtungszeit eingestellt. Welches Rad welche Funktion hat, kann im Einstell-Menü unter dem Punkt "Regler-Konfiguration" eingestellt werden. Wobei ich das etwas schwierig zu verstehen finde. Da ist von "F-Nr." und "VZ" die Rede. Gemeint ist mit "F-Nr." die Blende (F-Stop) und mit "VZ" die Belichtungszeit (Verschluss-Zeit). Ach ja, der Vollständigkeit halber: Die Belichtungskorrektur wird bequem über das Korrekturrad auf der Kameraoberseite ausgeführt.

Im den Motivprogrammen (SCN) wird mit dem hinteren Drehrad das Programm gewählt. Etwas ungewöhnlich finde ich, dass in den Motivprogrammen keine Belichtungskorrektur möglich ist. Zumindest habe ich auch nach längerer Suche keine Möglichkeit gefunden. Drückt man die Fn-Taste steht der Punkt nicht zur Verfügung und einem Drehrad ist sie nicht zugeordnet. Geht man per mehrfachem Druck auf den oberen Schalter des Vierwegeschalters die Übersicht der Kameraeinstellungen, kann man zwar die Belichtungskorrektur ansteuern, bei einer Änderung erscheint allerdings die Meldung "Einstellung ist nicht verfügbar". Ich finde das etwas ungewöhnlich, denn ich möchte doch im Porträt-Programm auch mal eine Belichtungskorrektur machen für eine High-Key-Aufnahme. Ach ja, falls jemand auf die Idee kommt mit dem großen Belichtungskorrekturrad auf der Kameraoberseite könnte das doch möglich sein – nein, ist es auch nicht. Daran kann ich in den Belichtungsprogrammen soviel drehen, wie ich will, das hat keinerlei Auswirkungen. Wie zu erwarten, ist demnach auch in der Vollautomatik AUTO keine Belichtungskorrektur möglich. Hier noch eine Übersicht der Motivprogramme: Porträt, Sportaktion, Makro, Landschaft, Sonnenuntergang, Nachtszene, Handgehaltene Aufnahme bei Dämmerung, Nachtaufnahme und Anti Bewegungs-Unschärfe. Eigentliche sind alle Wichtigen an Bord, wobei ich Schnee/Strand vermisse, da da viele unerfahrene Fotografen nicht an eine entsprechende Belichtungskorrektur denken.

Ist eines der Belichtungsmodi P, A, S oder M gewählt, kann der Bildstil im Kameramenü 4 (Symbol Kamera) angepasst werden – bei der Sony nennt sich das "Kreativmodus". Hier stehen folgende Einstellungen zur Wahl: Standard, Lebhaft (Vivid), Neutral, Klar (Clear), Tief (Deep), Hell (Light), Porträt, Landschaft, Sonnenuntergang (Sunset), Nachtszene (Night), Herbstlaub (Autm), Schwarz/Weiß (B/W) und Sepia. Wobei es noch sechs Einstellungen gibt, die individuell belegt werden können. Bei jedem der Bildstile können Kontrast, Sättigung und Schärfe zusätzlich eingestellt werden. Leider gibt es beim Bildstil Schwarz/Weiß nicht die Möglichkeit Filter (Gelb, Orange, Rot, Grün) anzuwenden. Neben dem Kreativmodus gibt es zusätzlich den "Bildeffekt". Hier stehen zur Wahl: Spielzeugkamera in verschiedenen Einstellungen, Pop-Farbe, Tontrennung Farbe und Schwarz/Weiß, Retro-Foto, Soft High-Key, Teilfarbe Rot, Grün, Blau und Gelb, Hochkontrast Monochrom, Weichzeichner Niedrig, Mittel und Hoch, HDR-Gemälde Niedrig, Mittel und Hoch, Sattes Monochrom, Miniatur Oben, Mitte, Unten, Rechts, Mitte, Links und Auto, Wasserfarbe und Illustration Niedrig, Mittel und Hoch. Bildeffekt und Kreativmodus lassen sich nicht kombinieren. Und: Beide können nicht in Verbindung mit den Motivprogrammen kombiniert werden. Sollten die Punkte trotz des passenden Belichtungsprogramms nicht wählbar sein, ist vermutlich eines der Fotoprofile im Kameramenü 5 (Symbol Kamera) aktiviert.

Was gibt's sonst noch? Weißabgleich wie gehabt – automatisch, mehrere Voreinstellungen, individuelle Klevin-Einstellung und Kalibrierung auf Weiß. Verschiedene Aufnahmequalitäten von JPEG Standard, Fein und Extrafein sowie selbstverständlich RAW und die Kombination RAW + JPEG. Dann die drei üblichen Belichtungsmessarten Multi, Mitte und Spot. Dazu gibt's noch eine Lächel- und Gesichtserkennung, Gitterlinien, eine 3D-Wasserwaage sowie verschiedene Display-Einstellungen. Die werden übrigens mit einem Druck auf die obere Taste des Vierwegeschalters gewechselt – beschriftet mit DISP. Das funktioniert auch bei der Wiedergabe. Außerdem mit an Bord das Schwenkpanorama. Wie gehabt, setzt die Alpha das Bild automatisch zusammen. 

Kommen wir nun zum den Fokusarten. Zuvor hatte ich ja schon den kleinen Hebel auf der Kamerarückseite angesprochen. Mit der Taste in der Mitte von dem Ding lässt sich in der Standardeinstellung zwischen Autofokus und manuellem Fokus umstellen. Ist der Autofokus gewählt, lassen sich verschiedene Methoden aktivieren: AF-S (Einzelbild-AF), AF-C (Nachführ-AF) und DMF (Direkt Manuelfokus). Darüber hinaus gibt es verschiedene Fokusfelder zur Wahl: Breit, Feld, Mitte und flexibler Spot in drei Größen. Wie es der Name schon sagt, am flexibelsten ist der flexible Spot. Er lässt sich über die nahezu gesamte Bildfläche frei positionieren - lediglich ein kleiner Rand kann nicht genutzt werden. Damit man flott den Punkt positionieren kann, empfehle ich, die mittlere Taste des Vierwegeschalters mit dieser Funktion zu belegen. Und so geht's: Im Einstell-Menü 6 (Symbol Zahnrad) die Funktion "Key Benutzereinstlg." aufrufen, dort auf der ersten Seite den Punkt "Funkt. d. Mitteltaste" aufrufen und mit "Fokus-Einstellung" belegen. Dann reicht's die Taste in der Mitte zu drücken und schon kann per Vierwegeschalter oder mittels der beiden Drehräder der Autofokuspunkt verschoben werden. Die Größe kann mit dem Drehrad um den Vierwegeschalter vergrößert oder verkleinert werden. Hier hätte ich mir übrigens wieder einen Touchscreen gewünscht. Die Positionierung des Autofokus-Feldes geht per Touchscreen deutlich flotter.

Da man mit einer solchen Kamera auch mal ganz gezielt arbeiten möchte, wird man sicher auch mit dem manuellen Fokus arbeiten. Beim manuellen bietet die Alpha 7S zwei Hilfen an: Die Vergrößerung und das sogenannte Peaking. All das muss im Menü aktiviert werden – im Einstell-Menü. Also: "MF-Unterstützung" auf "Ein", "Fokusvergröß.zeit" auf "5 Sek.", "Kantenanheb.stufe" auf "Mittel" oder "Hoch" und die "Kantenanheb.farbe" auf "Rot", "Gelb" oder "Weiß" – und schon geht's los. Kamera auf "MF" stellen und am Fokusring des Objektivs drehen. Schon geht die Kamera in die Vergrößerung und man kann gezielt scharf stellen. Ist die maximale Schärfe erreicht, wird an den Kanten ein Farbsaum gezeigt – das hilft sehr gut beim Scharfstellen. Reicht die Vergrößerung von 4,2fach nicht, kann mit einem Druck auf die mittlere Taste des Vierwegeschalters die Vergrößerung auf 8,3fach erhöht werden. Der Lupenausschnitt kann mit den beiden Drehrädern zusätzlich verschoben werden. So geht das manuelle Scharfstellen schnell und präzise – natürlich auch im elektronischen Sucher. 

Kommen wir nun zum wichtigsten Punkt: Der Bildqualität.

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Über die Foto-Bude

Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

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