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Samsung NX300 – Systemkamera
mit 20-Megapixel-APS-C-Sensor

Viele meiner Leser haben mich angeschrieben mit der Frage: Warum testest du eigentlich nur die großen Marken und nicht die Samsung? Gerade das neue Modell NX300 habe zahlreiche gute Kritiken bekommen und daher sei es doch interessant zu erfahren, was ich darüber denke. Also: Hier ist mein Test der Samsung NX300. 

Da ich zur Zeit mehrer Kameras in der Foto-Bude habe und noch einige andere Aufträge bearbeite, kann ich den Test nicht am Stück veröffentlichen sondern muss es nach und nach machen. Ihr müsst also immer mal wieder reinschauen. Ich denke, er ist Ende nächster Woche, also so um den 12.7. fertig. Und nun geht's los.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Der ist bei der NX300 gut. Nachdem ich Kamera aus dem Karton gepellt habe und das Objektiv angesetzt habe, wundere ich mich über das stattliche Gewicht. Ich hätte eher einen Plastikkasten erwartet, statt einer hochwertig und solide verarbeiteten Systemkamera. Die Oberschale aus gebürstetem Aluminium sieht sehr edel aus und fühlt sich auch so an. Die Formgebung ist eine Mischung aus klassischem Kameradesign und moderner Linienführung – schnörkellos und klar. Mir gefällt das sehr gut. Mitbewerber Panasonic könnte sich daran mal ein Beispiel nehmen. Deren neue Systemkamera Lumix DMC-G6 ist zwar technisch ein echter Leckerbissen, aber was Haptik und Design anbelangt nicht gerade auf der Höhe.

Der Griff der NX300 ist prima geformt, die Daumenstütze groß genug und gut ausgearbeitet. Auch mit meinen großen Händen kann ich die Kamera sicher in der Hand halten. Auslöser und Einschalter liegen in perfekter Griffweite. Das Programmwahlrad kann ich mit dem Daumen bequem drehen. Das geht sogar einhändig, ohne die Samsung mit der linken Hand sichern zu müssen.

Neben dem Programmwahlrad ist ein kleines Drehrad in der Alu-Oberfläche ein wenig versteckt. Auf der Rückseite der Kamera gibt's zehn weiter Tasten. Neben den vier Vierwege-Tasten plus OK-Taste sind das die Taste für die Belichtungskorrektur, die Menü-Taste, die FN-Taste (Funktions-Taste), die Wiedergabe- und Lösch-Taste. Mit den vier Tasten des Vierwegeschalters können die Einstellung der ISO-Empfindlichkeit (unten), die Fokus-Methode (rechts), die Serienbildgeschwindigkeit (links) und der Anzeigemodus des Displays direkt aufgerufen werden. Außerdem gibt es noch die Video-Taste neben der Daumenstütze, mit der eine Videoaufnahme direkt gestartet werden kann.

Die Bedienung der Kamera geht allerdings nicht nur über die Tasten, sondern auch über den Kontroll-Bildschirm: Der ist klappbar und ein Touchscreen. Gebaut ist der in OLED-Technik. Welchen Vorteil das hat? Das Bild soll besonders klar und hell sein. Dass es klar ist und extrem fein auslöst, sehe ich auf den ersten Blick. Erstaunlich, denn die Auflösung ist mit 768.000 Bildpunkten nicht mal besonders hoch. Der Bildschirm hat eine Diagonale von 8,4 Zentimetern und nahezu 16:9 Format. Mich interessiert natürlich wie der Touchscreen funktioniert. Von Samsung erwarte ich da erstklassige Arbeit, denn schließlich sollten die das von ihren Handys wissen wie es geht. Ich werde nicht enttäuscht: Der Touchscreen der NX300 reagiert schnell und präzise auf meinen Fingerzeig. Dabei kann ich sowohl in den Menüs mit dem Finger navigieren, als auch den Fokus-Punkt per Touch festlegen. Ach ja: Der Bildschirm lässt sich 90 Grad nach oben und 45 Grad nach unten klappen. 

Neben diesen Tasten und dem Touchscreen gibt es noch eine Besonderheit: die iFn-Taste am Objektiv. Die kann mit bis zu fünf Funktionen belegt werden, die nacheinander per Druck auf die iFn-Taste abgerufen werden. Zur Wahl stehen: Belichtungskorrektur, ISO-Empfindlichkeit, Weißabgleich, intelligenter Zoom und Belichtungszeit beziehungsweise Blende – je nach Belichtungsprogramm. Allerdings haben nicht alle Objektive die iFn-Taste.

Bevor's om Detail an die Bedienung der NX300 noch ein paar technische Daten. In der NX300 arbeitet ein 20-Megapixel-Sensor im APS-C-Format mit den Abmessungen 23,5  x 15,7 Millimeter. Der Objektiv-Anschluss ist eine speziell, so dass nur Samsung-Objektive verwendet werden können. Klar, mit Adapter auch andere, dann stehen aber möglicherweise nicht alle Funktionen zur Verfügung. Die Samsung bringt inklusive Akku und Batterie rund 330 Gramm auf die Waage, mit dem Kit-Objektiv 18-55 Millimeter sind es 530 Gramm. Das Gehäuse der NX300 misst 12,2 Zentimeter in der Breite, 6,4 Zentimeter in der Höhe und 4,1 Zentimeter in der Tiefe.   

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TOP 1 – Die Bedienung und Menüs

Fangen wir mit den Menüs an. Das Menü der NX300 wird entweder per Druck auf die Menü-Taste aufgerufen oder per Fingertipp auf das Wort "MENU" unten links auf dem Kontrollbildschirm. Mir gefällt das Menü sehr gut, da es klar strukturiert und übersichtlich ist. Es ist in vier Hauptpunkte gegliedert: Aufnahme (Symbol Kamera), Video (Symbol Videokamera), Einstellungen (Symbol Kopf) und System (Symbol Zahnrad). Klasse: Das gesamte Menü kann nicht nur per Vierwege-Tasten gesteuert werden, sondern auch per Touchscreen. Selbst das Scrollen innerhalb von Listen geht flott und problemlos. Wer möchte, kann sich zu jedem Punkt des Menüs einen kurzen Hilfetext ein blenden lassen. Dazu muss im System-Menü (Symbol kleines Zahnrad) der Menüpunkt "Anzeige Hilfsanleitung" auf "Einblenden" gestellt werden. 

Das Aufnahme-Menü

Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Menüpunkte. Unter dem Punkt "Fotogröße" kann zwischen drei verschiedenen Formaten – 3 : 2, 16 : 9 und 1 : 1 – und jeweils vier Auflösungen gewählt werden. Klasse: Im 16 : 9-Format kann die originäre HDTV-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten gewählt werden. Die maximale Auflösung gibt es im 3 : 2-Format mit 5472 x 3648 Bildpunkten, entsprechend 20 Megapixeln. Beim Punkt "Qualität" kann zwischen drei JPEG-Qualitäten und dem RAW-Format gewählt werden – natürlich auch die Kombination aus RAW und JPEG. Weiter geht's mit der Einstellung der ISO-Empfindlichkeit. Die kann natürlich auch schneller über die Fn-Taste oder iFn-Taste am Objektiv eingestellt werden. Die Empfindlichkeit geht von ISO 100 bis ISO 25600. Wichtig: Ist unter dem Menüpunkt "Dynamikbereich" die Funktion "HDR" gewählt, ist die höchste ISO-Empfindlichkeit ISO 3200. Nächster Punkt ist der "Weißabgleich". Neben den Standard Auto-Weißabgleich, Tageslicht, Wolkig, Glühlampe, Blitz und diversen Leuchtstofflampen, kann der Weißabgleich auch individuell einstellt werden. Entweder per Messung auf eine weiße Fläche unter dem Punkt "Benutzerdef." oder "Farbtemperatur". Bei "Farbtemperatur" können Werte zwischen 2500 und 10000 Kelvin gewählt werden. Die Einstellung erfolgt jeweils mit einem Klick auf die obere Taste des Vierwegeschalters oder einem Fingerzeig den Punkt "Einstellen" unten rechts auf dem Touchscreen. Bei den übrigen Weißabgleich-Einstellungen kann so die individuelle Farbabstimmung gemacht werden.

Unter dem Punkt "Bildassistent" können verschiedene Farbstimmungen gewählt werden: Standard, Lebhaft, Porträt, Landschaft, Natur, Retro, Kühl, Moderat, Klassisch sowie drei benutzerdefinierte Einstellungen. Bei allen Punkten kann durch einen Druck auf die obere Taste des Vierwegeschalters oder einem Fingertipp auf "Einstellen" die präzise Abstimmung individuell festgelegt werden. Dabei lassen sich Farbe, Sättigung, Schärfe und Kontrast bestimmen. Leider fehlt in der Reihe noch die Einstellung "Monochrom" für Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Auch die Reduzierung der Sättigung reicht nicht, um ein Schwarz-Weiss-Foto zu gestalten. Auch meine weitere Suche in den Einstellungen der NX300 führt zu keinem Erfolg: Schwarz-Weiß scheint die Samsung nicht zu kennen – schade, denn gerade dieser Bildstil ist gerade wieder in Mode gekommen. 

Nachtrag: Ein freundlicher Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es diesen Modus doch gibt. Und zwar unter dem oben erwähnten Punkt "Bildassistent" gibt es unter "Klassisch" die weitere Einstellung Schwarz-Weiß. Irgendwie muss ich das wohl übersehen haben.

Die Wahl des Autofokus-Modus gibt's unter dem Menüpunkt "AF-Modus". Lasst euch übrigens nicht verwirren, wenn der Punkt "MF - Manueller Fokus" ausgegraut ist. Die Umstellung zwischen MF und AF wird an den Objektiven per kleinem Schalter gemacht. Beim Autofokus-Modus wird zwischen Einzel und Kontinuierlich gewählt. Letzterer sollte dann gewählt werden, wenn Motive aufgenommen werden sollen, in denen sich etwas bewegt. Die Kamera beginnt mit der Verfolgung, sobald der Auslöser halb gedrückt wird. Ist eine der Autofokus-Varianten gewählt, kann unter dem Punkt "AF-Bereich" festgelegt werden, wie der Autofokuspunkt festgelegt werden soll. Zur Wahl stehen Auswahl-AF, Mulit-AF, Gesichtserkennung und Selbstporträt AF. Dabei sollte allerdings erwähnt werden, dass die einfachste Art des Fokussierens der Touch-Autofokus ist. Dabei wird einfach mit dem Finger auf den Punkt des Displays getippt, der scharf abgebildet werden soll. Je nach Einstellung löst die NX300 dann auch gleich aus. Das kann im nächsten Menüpunkt "Touch-AF" gewählt werden. Hier stehen zur Wahl Touch-AF, Tracking-AF und One-Touch Aufnahme. Letzterer Punkt ist der, bei dem die Kamera nicht nur auf den "berührten" Punkt scharf stellt, sondern auch gleich auslöst. Soll die NX300 nur fokussieren, dann ist die Wahl Touch-AF passend. Beim Tracking-AF versucht die Kamera ein anvisiertes Bildelement zu verfolgen. Und so geht's: Tracking-AF wählen, mit dem Finger auf das Bildelement tippen, das verfolgt werden soll, ein kleiner Doppelrahmen erscheint und sobald man die Kamera bewegt, oder sich das Bildelement bewegt, wandert der Rahmen über den Kontrollmonitor und verfolgt den Bildteil. Hierauf fokussiert die Kamera dann scharf. Der Rahmen kann jederzeit per Fingerzeig neu positioniert werden. Bei ein paar Versuchen mit sich nicht zu schnell bewegenden Bildteilen hat das gut geklappt.

Nicht immer möchte man dem Autofokus das Feld überlassen, sondern auch mal manuell fokussieren. Dazu einfach am Objektiv den Schalter auf MF stellen. Nun am Fokusring drehen und schon wird das Bild vergrößert. Vorausgesetzt unter dem Menüpunkt "MF-Hilfe" ist entweder 5x vergrößern oder 8x vergrößern gewählt. Ist außerdem unter dem Punkt "Farbe manueller Fokus" bei der Stufe einer der Punkte Hoch, Normal oder Niedrig gewählt, werden kontrastreiche Kanten mit einem feinem Farbsaum gekennzeichnet. Mit welcher Farbe wird unter dem Punkt "Farbe" des Menüs "Farbe manueller Fokus" festgelegt. Diese auch Peaking genannte Funktion erleichtert das manuelle Scharfsellen erheblich. Einen Haken hat die Sache allerdings: Der Bereich der beim manuellen Fokussieren vergrößert wird, kann nicht festgelegt werden. Es ist immer der mittlere Bereich des Bildes, der vergrößert wird. Schade, denn so fällt eine gezielte Fokussierung auf ein bestimmtes Bildelement recht schwer. Ist die Kamera beispielsweise auf einem Stativ und man möchte auf ein Bildteil links manuell fokussieren, so muss man nach dem Fokussieren die Kamera noch mal bewegen. Bei Kameras wie der Panasonic DMC-G6 oder Olympus E-P5 kann der Lupenbereich zum manuellen Fokussieren beliebig verschoben werden. Nachtrag: Beim Herumspielen mit der Kamera habe ich herausgefunden, dass man mit der Einstellung "DMF" - "Einblenden" (Einstell-Menü (kleiner Kopf)) einen ähnlichen Effekt erzielen kann. So geht's: Kamera auf Autofokus stellen, AF-Bereich auf "Auswahl-AF", DMF auf "Einblenden", Touch-AF auf "Touch-AF" und MF-Hilfe auf "5x oder 8x vergrößern". Nun einfach mit dem Finger auf den Bereich tippen auf den fokussiert werden soll. Den Auslöser antippen und die NX300 stellt darauf scharf. Nun am manuellen Fokusring des Objektivs drehen und der Ausschnitt wird vergrößert angezeigt und man kann präzise darauf Fokussieren.

Der nächste Menüpunkt ist ein wenig verwirrend. Er heißt "Führungsmodus Display". Was er bedeutet? Am einfachsten lässt sich das in der Belichtungseinstellung "P - Programmmodus" erklären. Ist der eingeschaltet, versucht die Kamera immer die korrekten Belichtungswerte von Belichtungszeit und Blende zu wählen. Auf dem Display wird das Bild entsprechend korrekt angezeigt. Wird nun eine Belichtungskorrektur gewählt, ob plus oder minus, wird das Bild heller oder dunkler belichtet. Nun gibt es Kameras, die auf dem Display diese Belichtungskorrektur anzeigen, in dem das Bild heller oder dunkler wird. Andere Kameras machen das nicht, da bleibt das Bild immer gleich hell und ein kleiner Balken zeigt an, ob über- oder unterbelichtet wird. Erst nach der Aufnahme kann genau kontrolliert werden, wie das Ergebnis aussieht. Bei der Samsung stehen beide Funktionen zur Verfügung. Steht der Menüpunkt "Führungsmodus Display" auf "Aus", werde die Belichtungskorrekturen angezeigt. Sprich bei einer Plus-Korrektur wird das Bild heller, bei einer Minus-Korrektur dunkler. Möchte man das nicht, wählt man die Einstellung "Einblenden". 

Unter dem Punkt "OIS (Anti-Verwackeln)" kann gewählt werden, wie der Bildstabilisator arbeiten soll. Zur Wahl stehen "Aus", "Modus 1" bei dem der Stabi erst aktiv ist, wenn der Auslöser angetippt wird, oder "Modus 2", bei dem der Stabi immer arbeitet. Soll Strom gespart werden, sollte man "Modus 1" wählen. Arbeitet man mit großen Telebrennweiten, kann es von Vorteil sein, die Variante "Modus 2" zu wählen, da man dann immer schon das stabilisierte Bild sieht. 

Nun geht's an die verschiedenen Serienbild-Modi unter dem Menüpunkt "Verschluss Modi". Zwei Serienbildgeschwindigkeiten stehen zur Wahl: "H = Hoch" mit gut acht Bildern pro Sekunde und "N = Normal" mit rund fünf Bildern pro Sekunde. In beiden Modi macht die NX300 rund zehn bis zwölf Bilder in der schnellen Geschwindigkeit, bis das Tempo reduziert wird. Neben diesen beiden Geschwindigkeiten gibt es einen sogenannten Burst-Modus, "Burst-Signal" genannt. Hier kann man über "Einstellen" oder mit einem Klick auf die oberer Taste des Vierwegsschalters zwischen den Geschwindigkeiten 10, 15 oder 30 Bilder pro Sekunde wählen. Allerdings wird dabei die Auflösung auf 2736 x 1824 Bildpunkte reduziert. Der Burst-Modus kann für eine Dauer von ein bis zwei Sekunden genutzt werden. Hinweis: Ist der Burst-Modus gewählt, kann die "Fotogröße" nicht mehr eingestellt werden. Ebenfalls unter dem Punkt "Verschluss Modi" ist der Selbstauslöser. Wird der Punkt in der Auswahl angeklickt, kann man mit einem Fingertipp auf "Einstellen" eine Vorlaufzeit zwischen zwei und 30 Sekunden wählen. Es folgen drei Belichtungsreihen-Varianten (Bracketing): Belichtung, Weißabgleich und Bild-Effekt. Problem dabei: Es sieht so aus, als könne man das Bracketing nicht gezielt einstellen. Normalerweise gibt es in den Menüs einen Pfeil nach oben (Burst-Signal, Selbstauslöser), um die Werte einstellen zu können. Hier gibt's das nicht. Mit etwas Sucherei findet man es dann aber doch im Einstell-Menü (kleiner Kopf) unter dem Punkt "Belichtungsreihe Einstellung". Hier lassen sich die drei Bracketing-Varianten gezielt wählen. Schade, dass Samsung bei der Bracketing-Funktion nicht konsequent ihre Menüstruktur umgesetzt hat und diese Einstellung direkt beim Punkt "Verschluss Modi" hat – beim Burst-Signal und Selbstauslöser ist es ja auch so.

Letzter Punkt in diesem Menü ist die "Belichtungsmessung". Hier kann wie bei den meisten Kameras zwischen Mulit, Spot und Zentrum gewählt werden. 

Das Video-Menü

Die wichtigsten beiden Punkte kommen gleich zu Beginn: "Videoformat" und "Filmqualität". Bei der Filmqualität kann zwischen Normal und HQ = High Quality gewählt werden. Unterschiedliche Dateiformate wie AVCHD und MP4 stehen nicht zur Wahl. Die NX300 nimmt immer im AVCHD-Format mit H.264-Kompression auf. Bei den Videoformaten kann bei voller HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten zwischen 50p und 25p gewählt werden. Gleiches gilt für die kleine HD-Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten. Daneben gibt es noch die klassische VGA-Auflösung mit 640 x 480 Bildpunkten und eine noch geringere mit 320 x 240 Bildpunkten. Zusätzlich hat die Samsung noch ein sehr ungewöhnliches Format mit der Auflösung von 1920 x 810 Bildpunkten bei einer Aufnahmefrequenz von 24p. Das Format entspricht in etwas dem Cinamaskop-Kino-Format von 2,35 : 1. Auf normalen 16:9-Fernsehern sind dann oben und unten schwarze Balken zu sehen.

Unter dem Punkt "Multi-Bewegung" können Zeitraffer- und Zeitlupen-Einstellungen gewählt werden. Bei Zeitraffer kann zwischen 5facher, 10facher und 20facher Geschwindigkeit gewählt werden. Für die Zeitlupe stehen die 0,5fache und 0,25fache Geschwindigkeit zur Verfügung. Die können allerdings nur bei einem Videoformat von 25p (0,5fach) oder VGA-Auflösung (0,25fach) eingestellt werden. Der Ton wird in diesen Geschwindigkeiten nicht aufgenommen.

Deswegen ist dann auch der übernächste Menüpunkt "Ton" ausgegraut. Ist eine normale Geschwindigkeit gewählt, kann hier die Tonaufnahme ein- ("Einblenden") oder ausgeschaltet ("Aus") werden. Gleiches gilt für den nächsten Menüpunkt "Windgeräuschreduktion". Für die Verbesserung der Tonqualität kann das externe Stereo-Mikrofon ED-EM10 (99 Euro) angeschlossen werden. 

Einen netten Effekt gibt es vor dem Menüpunkt "Ton", den "Fader". Hier kann festgelegt werden, ob eine Videoaufnahme ein-, aus- oder ein- und ausgeblendet werden soll. Dabei erfolgt die Blende immer aus schwarz und zu schwarz.

Eine Videoaufnahme kann jederzeit gestartet werden. Dazu wird einfach die Videoaufnahme-Taste oben rechts auf der Rückseite der Kamera gedrückt. Achtung: Das Format springt dann ins 16 : 9-Videoformat um und der Bildausschnitt verändert sich entsprechend. Tipp: Soll das umgangen werden, empfiehlt es sich vorher schon das Foto-Aufnahmeformat von 16 : 9 zu wählen.

Das Einstell-Menü

Die einzelnen Punkte im Einstellmenü sind in der meist selbsterklärend. Deswegen gehe ich nur auf die wichtigsten ein. Bei der Rauschreduktion können die Einstellungen für hohe ISO-Werte "Hohe ISO-RR" und Langzeitbelichtungen "Langzeit-RR" getrennt eingestellt werden. Den Punkt "Belichtungsreihe Einstellung" hatte ich bereits erwähnt, ebenso den Punkt "DMF" - direkter manueller Fokus. Unter dem Punkt "Verzeichnung korrigieren" kann festgelegt werden, ob Abbildungsfehler von Objektiven automatisch korrigiert werden sollen.

Bereits erwähnt hatte ich die iFn-Taste an einigen Objektiven. Unter dem Menüpunkt "iFn-Anpassung" kann man zwischen drei Werten wählen, die nacheinander beim Drücken der iFn-Taste erscheinen sollen. So kann man sich beispielsweise die Belichtungskorrektur "EV", die ISO-Einstellung "ISO" und den Weißabgleich auf die iFn-Taste legen. Diese Werte lassen sich dann nacheinander aufrufen und einstellen.

Die Menüpunkte "Benutzerdef. Anzeige" und "Tastenzuordnung" sind selbsterklärend. Ebenso der nächste Punkt "Rasterlinien". 

Etwas verwirrend ist der Punkt "AF-Anzeige". Hier geht es nicht um die Anzeige des Autofokus-Feldes, sondern um das ein- und ausschalten des AF-Hilfslichts. Das befindet sich an der Kameravorderseite im Bereich des Auslösers. Ist nur wenige Umgebungslicht vorhanden, geht das grüne Licht an, damit der Autofokus besser arbeiten kann. Soll das Licht nicht angehen, um nicht zu stören, muss der Punkt "AF-Anzeige" auf "Aus" stehen.

 

 

 

Das System-Menü

Wie schon beim Einstell-Menü sind auch hier die meisten Punkte selbsterklärend. Wer die Kamera neu hat, sollte den Menü-Punkt "Anzeige Hilfsanleitung" auf "Einblenden" stellen, da dann für alle Menüpunkte kurze und hilfreiche Erklärungen eingeblendet werden. 

  • Samsung NX300 Menue System 1Samsung NX300 Menue System 1Samsung NX300 Menue System 1
  • Samsung NX300 Menue System 2Samsung NX300 Menue System 2Samsung NX300 Menue System 2
  • Samsung NX300 Menue System 3Samsung NX300 Menue System 3Samsung NX300 Menue System 3
  • Samsung NX300 Menue System 4Samsung NX300 Menue System 4Samsung NX300 Menue System 4
  • Samsung NX300 Menue System 5Samsung NX300 Menue System 5Samsung NX300 Menue System 5

Unter dem Punkt "Videoausgang" kann man zwischen PAL und NTSC wählen. Ist dort NTSC eingestellt, verändern sich die Videoformate. Statt 50p steht dann 60p zur Verfügung und statt 25p dann 30p. Da die meisten modernen Fernseher auch das NTSC-Format erkennen und wiedergeben, kann man so die höchst mögliche Bildwiederholrate nutzen. Vergewissert euch aber vorher, ob euer Fernseher auch tatsächlich NTSC wiedergeben kann. Auf der sicheren Seite – gerade wenn die Videos auch auf anderen Fernsehern wiedergegeben werden sollen – seid ihr mit dem PAL-Format.

Soviel zu dem Menü und den Einstellmöglichkeiten der NX300.

Das Programmwahlrad

Noch ein Wort zum Programmwahlrad und den Einstellungen. Neben den Standards P = Programm, A = Aperture = Blendenvorwahl, S = Shutter = Belichtungszeitvorwahl und M = manuelle Wahl von Belichtungszeit und Blende, gibt es die Einstellungen Auto, Wi-Fi, Smart und Blendenprioritätsmodus. Ist "Auto" gewählt, übernimmt die Kamera alle Einstellungen automatisch. Hier musst du dich um nichts kümmern. Unter dem Punkte "Wi-Fi" geht's um die drahtlose Verbindung mit allen möglichen Geräten. Mehr dazu in einem der nächsten Kapitel. 

Der Punkt "Smart" ist nichts anderes, als bei anderen Kameras die Motivprogramme. Zur Wahl stehen: Schönes Porträt, Bestes Gesicht, Landschaft, Makro, Momentaufnahme, Farbfülle, Panorama, Wasserfall, Silhouette, Sonnenuntergang, Nacht, Feuerwerk, Leuchtspuren und Kreative Aufnahme. Die meisten Motivprogramm sind verständlich. Einige weniger verständliche erkläre ich kurz.
- Momentaufnahme: Die Kamera wählt eine möglichst kurze Belichtungszeit, um das Motiv einzufrieren.
- Farbfülle: Die Kameras nimmt mehrere Fotos auf und fügt sie zu einer Art HDR-Aufnahme zusammen. 
- Wasserfall: Die Belichtungszeit wird verlängert, damit das Wasser auf der Aufnahme unscharf wird und "fließt".
- Silhouette: Es wird so stark abgeblendet, dass eine Gegenstand im Vordergrund wie eine Silhouette aussieht.
- Leuchtspuren: Die Belichtungszeit wird deutlich verlängert, so dass Leuchtspuren sichtbar werden, beispielsweise von den Scheinwerfern vorbeifahrender Fahrzeuge.
- Kreative Aufnahme: Die Kamera wählt das passende Motivprogramm automatisch, für ein best mögliches Ergebnis.

  • Samsung NX300 Menue Wahlrad (1) ProgrammSamsung NX300 Menue Wahlrad (1) ProgrammSamsung NX300 Menue Wahlrad (1) Programm
  • Samsung NX300 Menue Wahlrad (2) ZeitautomatikSamsung NX300 Menue Wahlrad (2) ZeitautomatikSamsung NX300 Menue Wahlrad (2) Zeitautomatik
  • Samsung NX300 Menue Wahlrad (3) BlendenautomatikSamsung NX300 Menue Wahlrad (3) BlendenautomatikSamsung NX300 Menue Wahlrad (3) Blendenautomatik
  • Samsung NX300 Menue Wahlrad (4) ManuellSamsung NX300 Menue Wahlrad (4) ManuellSamsung NX300 Menue Wahlrad (4) Manuell
  • Samsung NX300 Menue Wahlrad (5) BlendenprioritaetsmodusSamsung NX300 Menue Wahlrad (5) BlendenprioritaetsmodusSamsung NX300 Menue Wahlrad (5) Blendenprioritaetsmodus
  • Samsung NX300 Menue Wahlrad (6) SmartSamsung NX300 Menue Wahlrad (6) SmartSamsung NX300 Menue Wahlrad (6) Smart
  • Samsung NX300 Menue Wahlrad (7) WiFiSamsung NX300 Menue Wahlrad (7) WiFiSamsung NX300 Menue Wahlrad (7) WiFi
  • Samsung NX300 Menue Wahlrad (8) AutoSamsung NX300 Menue Wahlrad (8) AutoSamsung NX300 Menue Wahlrad (8) Auto

Am wenigsten verständlich ist der Punkt "Blendenprioritätsmodus". Hier geht es vereinfacht ausgedrückt darum, den Schärfentiefebereich zu verändern. Drückt man in dieser Einstellung auf die iFn-Taste am Objektiv erscheint die Anzeige "Depth" mit den Punkten "Defokussieren" und "Scharfgestellt". Schiebt man den Regler per Fingerzeig oder Dreh am oberen kleinen Rad auf "Defokussieren", wird eine große Blendenöffnung gewählt = geringe Schärfentiefe. Stellt man den Regler auf "Scharfgestellt", wählt die NX300 eine kleine Blendenöffnung = große Schärfentiefe. Im Prinzip ist das nichts anders, als das Belichtungsprogramm "A", nur dass die Samsung andere Begriffe wählt. Denn auch in der Einstellung "A" kann ich die Blende entsprechend verändern und damit einen großen oder kleinen Schärfentiefebereich erzielen.

Die Bedienung

Viele Worte muss man über die Bedienung nicht verlieren. Die Menüs sind – wie schon gesagt – gut strukturiert, übersichtlich und gut lesbar. Klar ein paar Ausrutscher gibt's, aber die hat man schnell drauf. Was den ganzen Einstellkram anbelangt, ist man schnell mit den Knöpfen und Rädchen vertraut. Praktisch ist die Fn-Taste, mit der man die wichtigsten Kameraeinstellungen aufruft (Foto links) und dann per Fingerzeig oder Vierwegetasten wählen und verändern kann. Ist man in den Einstellungen P, A, S oder M wird am oberen Drehrad der entsprechende Wert eingestellt mit einem Druck auf die +/--Taste entweder die Belichtungskorrektur gemacht (P, A und S) oder der andere Wert eingestellt. Praktisch außerdem die iFn-Taste, mit der sich die drei wichtigsten Einstellungen direkt aufrufen lassen. Die NX300 ist nicht mit Funktionen überfrachtet, aber hat alle wichtigen an Bord. 

 

 

 

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TOP 2 – Die Bildqualität

Nun geht's an die Bildqualität. Nochmal kurz die Fakten: In der Samsung NX300 arbeitet ein 20-Megapixel-Sensor im APS-C-Format mit den Abmessungen 23,5  x 15,7 Millimeter. Die ISO-Empfindlichkeit geht von ISO 100 bis ISO 25600. Mit dem Kit-Objektiv 18 - 55mm ist die Ausgangsblende im Weitwinkelbereich f3.5 und steigt im Telebereich auf f5.6 Die kleinste Blendenöffnung beträgt f22. Die Belichtungszeiten gehen von 30 Sekunden bis 1/6000 Sekunde. Damit hat sie einer der kürzesten Belichtungszeiten, die es bei Systemkameras gibt. Soweit mir bekannte ist nur die neue Olympus PEN E-P5 mit 1/8000 Sekunde noch "schneller". Wozu man solche kurzen Belichtungszeiten benötigt? Zum einen natürlich um Bewegung einzufrieren. Aber es gibt noch einen anderen Grund. Möchte bei Sonnenlicht mit der größten Blendenöffnung – hier f3.5 – arbeiten, um eine möglichste geringe Schärfentiefe zu bekommen, reichen selbst bei geringster ISO-Empfindlichkeit von ISO 100 Belichtungszeiten von 1/1000 Sekunde nicht, um eine korrekte Belichtung zu bekommen. Verwendet man lichtstarke Objektive mit einer größten Blendenöffnung von f1.8, so werden Belichtungszeiten von 1/4000 Sekunde und kürzer nötig. Genau für solche Situationen sind solche kurzen Belichtungszeiten erforderlich. Bei Kameras, die das nicht haben, muss man mit Graufiltern (ND-Filter) den Lichteinfall reduzieren. Geht natürlich, ist aber umständlicher. Soweit die Fakten.

Nun geht's ans erste Motiv bei Tageslicht. Dank der kurzen Belichtungszeit, lässt sich das Motiv bis zur höchsten Empfindlichkeit von ISO 25600 fotografieren. Im ersten Durchgang gibt es wie gehabt die heruntergerechnete Version. Die Aufnahmen sind von der Originalauflösung mit 5472 x 3648 Bildpunkten auf 1200 x 800 Pixel heruntergerechnet. Die Aufnahmen sind nicht bearbeitet und OOC (Out Of Camera). Es sind JPEG-Aufnahmen in höchster Auflösung und bester Qualität, wobei alle elektronischen Hilfen (Rauschminderung) ausgeschaltet sind. Im zweiten Durchgang gibt es einen Ausschnitt von 1200 x 800 Bildpunkten in Original-Auflösung zu sehen. Ebenfalls wieder ohne jegliche Bildbearbeitung. 

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 800 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100, 200, 400 bis ISO 25600.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten 
  • Samsung NX300 (1) ISO 100 f5.6 1-125s 1200 x 800Samsung NX300 (1) ISO 100 f5.6 1-125s 1200 x 800Samsung NX300 (1) ISO 100 f5.6 1-125s 1200 x 800
  • Samsung NX300 (2) ISO 200 f5.6 1-250s 1200 x 800Samsung NX300 (2) ISO 200 f5.6 1-250s 1200 x 800Samsung NX300 (2) ISO 200 f5.6 1-250s 1200 x 800
  • Samsung NX300 (3) ISO 400 f5.6 1-500s 1200 x 800Samsung NX300 (3) ISO 400 f5.6 1-500s 1200 x 800Samsung NX300 (3) ISO 400 f5.6 1-500s 1200 x 800
  • Samsung NX300 (4) ISO 800 f5.6 1-1000s 1200 x 800Samsung NX300 (4) ISO 800 f5.6 1-1000s 1200 x 800Samsung NX300 (4) ISO 800 f5.6 1-1000s 1200 x 800
  • Samsung NX300 (5) ISO 1600 f5.6 1-2000s 1200 x 800Samsung NX300 (5) ISO 1600 f5.6 1-2000s 1200 x 800Samsung NX300 (5) ISO 1600 f5.6 1-2000s 1200 x 800
  • Samsung NX300 (6) ISO 3200 f5.6 1-4000s 1200 x 800Samsung NX300 (6) ISO 3200 f5.6 1-4000s 1200 x 800Samsung NX300 (6) ISO 3200 f5.6 1-4000s 1200 x 800
  • Samsung NX300 (7) ISO 6400 f8.0 1-4000s 1200 x 800Samsung NX300 (7) ISO 6400 f8.0 1-4000s 1200 x 800Samsung NX300 (7) ISO 6400 f8.0 1-4000s 1200 x 800
  • Samsung NX300 (8) ISO 12800 f11 1-4000s 1200 x 800Samsung NX300 (8) ISO 12800 f11 1-4000s 1200 x 800Samsung NX300 (8) ISO 12800 f11 1-4000s 1200 x 800
  • Samsung NX300 (9) ISO 25600 f16 1-4000s 1200 x 800Samsung NX300 (9) ISO 25600 f16 1-4000s 1200 x 800Samsung NX300 (9) ISO 25600 f16 1-4000s 1200 x 800

Die Aufnahmen sehen sehr ausgeglichen aus. Die Farben werden gut wiedergegeben, nicht zu knallig, aber auch nicht zu flach. Details werden präzise und klar reproduziert. Die Schärfe ist gut und nicht zu überzeichnet. In den hellen Tönen – wie beispielsweise in der weißen Ziegelwand – ist etwas wenig Zeichnung. Mal schauen, wie das in der Detailansicht aussieht. Die feinen Helligkeitsunterschiede zwischen Stein und Fuge könnten ein wenig präziser wiedergegeben werden. Bis ISO 1600 sind in dieser Ansicht keine Bildstörungen (Rauschen) zu sehen. Ab ISO 3200 sind minimale Störungen in den mittleren Grüntönen zu sehen und die Detailwiedergabe ist minimal schlechter. Bei ISO 6400 nimmt das nochmal leicht zu, wirkt aber noch nicht störend. Erste bei ISO 12800 fallen die Bildfehler etwas mehr auf und sind bei ISO 25600 nicht mehr zu übersehen. Insgesamt liegt die Bildqualität der NX300 in der Vollansicht auf einem guten Niveau. Und nun geht es zur noch besseren Beurteilung in die Detailansicht.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind Original-Ausschnitte mit einer Größe von 1200 x 800 Pixeln. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100, 200, 400 bis ISO 25600.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten 
  • Samsung NX300 (1) ISO 100 f5.6 1-125s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (1) ISO 100 f5.6 1-125s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (1) ISO 100 f5.6 1-125s 1200 x 800 Detail
  • Samsung NX300 (2) ISO 200 f5.6 1-250s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (2) ISO 200 f5.6 1-250s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (2) ISO 200 f5.6 1-250s 1200 x 800 Detail
  • Samsung NX300 (3) ISO 400 f5.6 1-500s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (3) ISO 400 f5.6 1-500s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (3) ISO 400 f5.6 1-500s 1200 x 800 Detail
  • Samsung NX300 (4) ISO 800 f5.6 1-1000s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (4) ISO 800 f5.6 1-1000s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (4) ISO 800 f5.6 1-1000s 1200 x 800 Detail
  • Samsung NX300 (5) ISO 1600 f5.6 1-2000s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (5) ISO 1600 f5.6 1-2000s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (5) ISO 1600 f5.6 1-2000s 1200 x 800 Detail
  • Samsung NX300 (6) ISO 3200 f5.6 1-4000s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (6) ISO 3200 f5.6 1-4000s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (6) ISO 3200 f5.6 1-4000s 1200 x 800 Detail
  • Samsung NX300 (7) ISO 6400 f8.0 1-4000s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (7) ISO 6400 f8.0 1-4000s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (7) ISO 6400 f8.0 1-4000s 1200 x 800 Detail
  • Samsung NX300 (8) ISO 12800 f11 1-4000s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (8) ISO 12800 f11 1-4000s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (8) ISO 12800 f11 1-4000s 1200 x 800 Detail
  • Samsung NX300 (9) ISO 25600 f16 1-4000s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (9) ISO 25600 f16 1-4000s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (9) ISO 25600 f16 1-4000s 1200 x 800 Detail

In der Detailansicht bestätigt sich der Eindruck der Vollansicht. Die Aufnahmen sind detailreich, Farben werden originalgetreu wiedergegeben. Es bestätigt sich aber auch der Eindruck, dass in hellen Flächen die Detailzeichnung ein wenig gering ist. In der weißen Fläche zwischen der oberen Schrift und dem Fenster sind die Fugen zwischen den Steinen kaum zu erkennen. Hier fehlt ein wenig die feine Auflösung von Helligkeitsunterschieden – der Bereich wirkt ein wenig flächig. Die dunklen Farbtöne werden dagegen recht detailliert wiedergegeben. In der Detailansicht werden ab ISO 1600 bereits die ersten minimalen Bildstörungen (Rauschen) sichtbar. An der goldenen Schrift ist zu erkennen, dass die Brillanz und Schärfe ebenfalls minimal nachlässt. Die Detailauflösung leidet noch nicht sichtbar. Ebenfalls sichtbar wird, dass die feinen Helligkeitsunterschiede in den weißen Bereichen noch etwas weniger detailliert wiedergegeben werden. Während bei ISO 800 die Fugen noch gut zu erkennen sind, ist das bei ISO 1600 kaum noch der Fall. Bei ISO 3200 nimmt die Detailwiedergabe weiter ab. Gut zu erkennen ist das an dem ovalen Schild, das an der Türe hängt. Die Schrift ist bei ISO 1600 noch klar und deutlich zu erkennen und wirkt bei ISO 3200 verwaschen. Ebenfalls sichtbar ist ein leichtes Farbrauschen ab ISO 3200 – vornehmlich in den hellgrünen Bildbereichen. Das nimmt bei ISO 6400 zu und ist dann auch in den dunkleren Bereichen des Bildes sichtbar. Zusätzlich nimmt die Detailwiedergabe und Brillanz weiter ab. Gut zu sehen an den grünen Balken, deren Kanten etwas verwaschen aussehen. Dieser Effekt fällt bei ISO 12800 noch deutlicher aus. Außerdem ist nun ein grobkörniges Bildtrauschen zu sehen. In den hellen Flächen ist praktisch keine Zeichnung mehr zu erkennen. In der höchst möglichen ISO-Einstellung von ISO 25600 nimmt das Rauschen nochmal deutlich zu und die Detailwiedergabe nimmt ab. 

Die Bildqualität der Samsung NX300 bei Tageslicht-Aufnahmen kann sich sehen lassen. Bis ISO 1600 sehen die Bilder klasse aus, zeigen viele Details, keine Bildstörungen und eine ausgeglichene Farbwiedergabe. Je nach Vergrößerung ist die Bildqualität bis ISO 3200 oder ISO 6400 ebenfalls noch gut und liegt auf dem Niveau der Mitbewerber. 

Jetzt geht's an die Innenaufnahmen. Wie gehabt erst die runtergerechneten Aufnahmen und dann die Ausschnitte in Original-Auflösung.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 800 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100, 200, 400 bis ISO 25600.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten 
  • Samsung NX300 (1) ISO 100 f5.6 1-2s 1200 x 800Samsung NX300 (1) ISO 100 f5.6 1-2s 1200 x 800Samsung NX300 (1) ISO 100 f5.6 1-2s 1200 x 800
  • Samsung NX300 (2) ISO 200 f5.6 1-4s 1200 x 800Samsung NX300 (2) ISO 200 f5.6 1-4s 1200 x 800Samsung NX300 (2) ISO 200 f5.6 1-4s 1200 x 800
  • Samsung NX300 (3) ISO 400 f5.6 1-8s 1200 x 800Samsung NX300 (3) ISO 400 f5.6 1-8s 1200 x 800Samsung NX300 (3) ISO 400 f5.6 1-8s 1200 x 800
  • Samsung NX300 (4) ISO 800 f5.6 1-15s 1200 x 800Samsung NX300 (4) ISO 800 f5.6 1-15s 1200 x 800Samsung NX300 (4) ISO 800 f5.6 1-15s 1200 x 800
  • Samsung NX300 (5) ISO 1600 f5.6 1-30s 1200 x 800Samsung NX300 (5) ISO 1600 f5.6 1-30s 1200 x 800Samsung NX300 (5) ISO 1600 f5.6 1-30s 1200 x 800
  • Samsung NX300 (6) ISO 3200 f5.6 1-60s 1200 x 800Samsung NX300 (6) ISO 3200 f5.6 1-60s 1200 x 800Samsung NX300 (6) ISO 3200 f5.6 1-60s 1200 x 800
  • Samsung NX300 (7) ISO 6400 f5.6 1-125s 1200 x 800Samsung NX300 (7) ISO 6400 f5.6 1-125s 1200 x 800Samsung NX300 (7) ISO 6400 f5.6 1-125s 1200 x 800
  • Samsung NX300 (8) ISO 12800 f5.6 1-250s 1200 x 800Samsung NX300 (8) ISO 12800 f5.6 1-250s 1200 x 800Samsung NX300 (8) ISO 12800 f5.6 1-250s 1200 x 800
  • Samsung NX300 (9) ISO 25600 f5.6 1-500s 1200 x 800Samsung NX300 (9) ISO 25600 f5.6 1-500s 1200 x 800Samsung NX300 (9) ISO 25600 f5.6 1-500s 1200 x 800

Bei den Innenaufnahmen fällt auf, dass die Farbabstimmung etwas kühl ist und die Belichtung ein wenig knapp ist. Beides Punkte, die man aber durch entsprechende Kameraeinstellungen korrigieren kann. Oder eben in der Nachbearbeitung, wenn man sowieso mit RAW-Dateien arbeitet. Trotz der knappen Belichtung sind alle Details erkennbar und sind nicht "abgesoffen". Was die Detailauflösung und Schärfe anbelangt, so ist kein Unterschied zu den Tageslichtaufnahmen zu erkennen. In der Vollansicht sehen die Fotos der NX300 sehr gut aus. Deswegen geht's nun an die Detailansicht.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind Original-Ausschnitte mit einer Größe von 1200 x 800 Pixeln. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100, 200, 400 bis ISO 25600.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten 
  • Samsung NX300 (1) ISO 100 f5.6 1-2s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (1) ISO 100 f5.6 1-2s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (1) ISO 100 f5.6 1-2s 1200 x 800 Detail
  • Samsung NX300 (2) ISO 200 f5.6 1-4s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (2) ISO 200 f5.6 1-4s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (2) ISO 200 f5.6 1-4s 1200 x 800 Detail
  • Samsung NX300 (3) ISO 400 f5.6 1-8s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (3) ISO 400 f5.6 1-8s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (3) ISO 400 f5.6 1-8s 1200 x 800 Detail
  • Samsung NX300 (4) ISO 800 f5.6 1-15s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (4) ISO 800 f5.6 1-15s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (4) ISO 800 f5.6 1-15s 1200 x 800 Detail
  • Samsung NX300 (5) ISO 1600 f5.6 1-30s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (5) ISO 1600 f5.6 1-30s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (5) ISO 1600 f5.6 1-30s 1200 x 800 Detail
  • Samsung NX300 (6) ISO 3200 f5.6 1-60s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (6) ISO 3200 f5.6 1-60s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (6) ISO 3200 f5.6 1-60s 1200 x 800 Detail
  • Samsung NX300 (7) ISO 6400 f5.6 1-125s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (7) ISO 6400 f5.6 1-125s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (7) ISO 6400 f5.6 1-125s 1200 x 800 Detail
  • Samsung NX300 (8) ISO 12800 f5.6 1-250s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (8) ISO 12800 f5.6 1-250s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (8) ISO 12800 f5.6 1-250s 1200 x 800 Detail
  • Samsung NX300 (9) ISO 25600 f5.6 1-500s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (9) ISO 25600 f5.6 1-500s 1200 x 800 DetailSamsung NX300 (9) ISO 25600 f5.6 1-500s 1200 x 800 Detail

In der Detailansicht sieht das Ergebnis wie schon bei den Tageslichtaufnahmen aus. Bis ISO 800 sind praktisch keine Einbußen bei Schärfe, Brillant, Detailwiedergabe und Rauschverhalten zu sehen. Wie bei den Tageslichtaufnahmen sind ab ISO 1600 die ersten kleinen Störungen zu sehen. Die zeigen sich vor allem auf dem weißen Etikett auf der rechten Flaschenseit in den etwas dunkleren Passagen. Zusätzlich lässt die Detailwiedergabe minimal nach, was an der feinen Schrift auf dem Flaschenetikett zu sehen ist. Wie zu erwarten, nehmen die Störungen bei ISO 3200 und ISO 6400 weiter zu. Bei ISO 6400 nimmt die Detailwiedergabe weiter sichtbar ab. Die Schrift wirkt minimal verwaschener und nicht mehr ganz so präzise und scharf. Besonders gut ist das an dem Wappen oben links auf dem Etikett zu sehen. Die feinen Linien verschwimmen und das Wappen wirkt nicht mehr so brillant. Bei ISO 12800 werden die Bildstörungen (Rauschen) deutlich sichtbar und die Kanten der Schrift sehen unregelmäßig und zackig aus. Das nimmt bei ISO 25600 noch weiter zu. Das Rauschen wirkt wolkig und die kleine Schrift ist kaum noch zu lesen.

Bei all der Kritik sollte man sich im klaren darüber sein, dass all das auf einem extrem hohen Niveau passiert. Denn selbst in der Detailansicht sind alle wesentlichen Details noch gut zu erkennen und das Rauschen ist zwar sichtbar, aber noch nicht nervig störend. Und eins ist auch klar: ISO 12800 und ISO 25600 verwendet man nur um Notfall und muss sich dann auch über die Folgen hinsichtlich der Bildqualität im Klaren sein. In den ISO-Stufen bis ISO 1600 ist die Bildqualität sehr gut und kann problemlos mit den Konkurrenten mithalten. Hier hat Samsung gute Arbeit geleistet. Einziger kleiner Kritikpunkt, ist die Farbabstimmung, die bei wenig Licht etwas kühl und unnatürlich wirkt. Klar kann das in den individuellen Einstellungen aufgefangen werden, aber genau das muss man eben wissen und dann auch gezielt umsetzen.

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TOP 3 – Makro und Schärfentiefe

Eines der wichtigen Gestaltungsmerkmale der Fotografie ist die Schärfentiefe. Je gezielter man damit arbeiten kann, um so eindruckvoller sehen Aufnahmen aus. Zwei Faktoren, die hier eine Rolle spielen, sind lichtstarke Objektive und die Größe des Bildsensors. Um hier nicht wieder eine Diskussion anzuzetteln, sei angemerkt, dass die Größe des Sensors keinen direkten Einfluss auf die Schärfentiefe hat, aber in der praktischen Arbeit eben eine entscheidende Rolle spielt. Hierbei zählt das Zusammenspiel von Brennweite, Bildausschnitt, Blende und die Größe des Sensors. Da die NX300 wie bereits erwähnt einen Sensor im APS-C-Format hat, bietet sie gute Voraussetzungen, um mit der Schärfentiefe zu spielen. Stellt sich die Frage: Wie sieht es mit den Objektiven aus? Samsung verwendet an seinen Systemkameras einen eigenen Bajonett-Anschluss, so dass nur Objektive von Samsung verwendet werden können. Sprich: Wenn da nichts passendes dabei ist, wird es schwierig. Also schauen wir uns an, was Samsung zur Zeit (Stand Juli 2012) zu bieten hat:

Fünf Zoomobjektive:
- 12-24mm f4.0-5.6 (599 Euro)
- 18-55mm f3.5-5.6 (Kit-Zoom 299 Euro)
- 20-50mm f3.5-5.6 (249 Euro)
- 18-200mm f3.5-6.3 (799 Euro)
- 50-200mm f4.0-5.6 (349 Euro)

Fünf Festbrennweiten:
- 16mm f4.0 (349 Euro)
- 20mm f2.8 (299 Euro)
- 30mm f2.0 (299 Euro)
- 45mm f1.8 (299 Euro)
- 85mm f1.4 (999 Euro)

Und ein Makro-Objektiv 60mm f2.8 (599 Euro)

Die Auswahl an Objektiven ist nicht schlecht, aber auch noch nicht überagend. Zu bedenken ist bei der Berechnung der Brennweite der 1,6fache Verlängerungsfaktor. Sprich das 30mm-Objektiv hat auf das Kleinbildformat bezogen eine Brennweite von 30mm x 1,6 = 48mm. Sprich, hierbei handelt es sich um die sogenannte Normalbrennweite. Mit einer Lichtstärke von f2.0 lässt sich damit schon schön mit der Schärfentiefe arbeiten. Gut geeignet für Poträt-Fotografie ist das 45mm (72mm Kleinbildbrennweite) und ebenfalls das Premium-Objektiv mit 85mm (136mm Kleinbildbrennweite). Dieses leichte Teleobjektiv ist mit einer Lichtstärke von f1.4 prädestiniert für das Spiel mit der Schärfentiefe. 

Nun lässt sich auch die Frage nach Nahaufnahmen (Makro) beantworten: Hierfür hat Samsung das 60mm-Makro-Objektiv (96mm Kleinbildbrennweite). Es erreicht einen Abbildungsmaßstab von 1:1 und hat eine Naheinstellgrenze von etwas weniger als 20 Zentimetern. Auch hiermit ist das Spiel mit der Schärfentiefe perfekt möglich. 

Etwas schwieriger wird das mit den Zoomobjektiven, da die eine Ausgangsbrennweite von f3.5 oder f4.0 haben. Leider bietet Samsung kein lichtstärkeres Premium-Zoom-Objektiv. Insgesamt bietet Samsung eine recht gute Auswahl von Objektiven, mit der die wichtigsten Aufgaben fotografiert werden können. Eiine wesentlich größere Auswahl bieten auch die anderen Hersteller von Systemkameras kaum. Ein Vorteil von Olympus (PEN-Serie und OM-D) und Panasonic (G-Serie) ist der identische Bajonettanschluss, so dass die Objektive beider Hersteller gegenseitig genutzt werden können. Eine deutlich größere Objeitvauswahl bieten die beiden großen Spiegelreflexhersteller Canon und Nikon. Hier gibt es dann auch eine Reihe von Spezialobjektiven, wie Tilt-Shift-Objektive.  

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TOP 4 – Video gibt's auch

Heute eine Selbstverständlichkeit: Filmen mit der Systemkamera. Klar, dass das die Samsung auch beherrscht und natürlich auch in Full-HD. In der höchste Auflösung bietet die Samsung 1920 x 1080 Bildpunkte und eine Wiederholrate von 50p = progressive (50 Vollbilder pro Sekunde). Das lässt sich sogar noch steigern. Indem du im Setup-Menü (kleines Zahnrad) unter dem Punkte "Videoausgang" die Auswahl auf "NTSC" stellst. Dann erscheint im Videomenü die Auswahl 1920 x 1080 mit 60p. Die meisten Flachfernseher können auch das NTSC-Signal ausgeben. Der Vorteil der höheren Bildwiederholrate: Bei schnellen Bewegungen werden die noch flüssiger wiedergegeben.

Neben der höchsten Auflösung stehen im Full-HD-Format 1920 x 1080 mit 25p zur Verfügung. In der kleinen HD-Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten werden ebenfalls die Wiederholraten 50p und 25 angeboten. Außerdem gibt es noch zwei PC-Auflösungen unter anderem mit 640 x 480 Bildpunkten. Eine Besonderheit bietet die Samsung NX300: Die Auflösung von 1920 x 810 Bildpunkten bei einer Wiederholrate von 24p. Das Format entspricht in etwas dem Cinamaskop-Kino-Format von 2,35 : 1. Auf normalen 16:9-Fernsehern sind dann oben und unten schwarze Balken zu sehen. 

Neben der Auflösung kann zusätzlich die Filmqualität gewählt werden. Hier stehen Normal oder HQ zur Verfügung. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit einen Zeitraffer-Film zu drehen mit 5facher, 10facher oder 20facher Geschwindigkeit. Geht man auf die Wiederholrate von 25p, so kann man auch einen Zeitlupenfilm mit halber Geschwindigkeit wählen. In der geringen PC-Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten ist sogar eine Zeitlupe mit ein viertel der normalen Geschwindigkeit möglich.

Wie schon in der Beschreibung des Video-Menüs beschrieben, bietet die NX300 die Möglichkeit beim Filmanfang und/oder Filmende das Motiv ein- und/oder auszublenden. Eine pfiffige Möglichkeit, die ich sonst von keiner anderen Kamera kenne.

Erwartungsgemäß kann sich die Videoqualität sehen lassen, schließlich hat Samsung mit seinen Camcordern und Smartphones reichlich Erfahrung gesammelt. Sowohl Schärfe als auch Helligkeit werden zügig und präzise nachgeführt. Das gefürchtete Pumpen habe ich bei meinen Versuchen nicht erlebt. Einen kleinen Nachteil gegenüber den Systemkameras von Sony, Panasonic und Olympus möchte ich aber nicht unerwähnt lassen: Samsung bietet keine Powerzoom-Objektive. Die zeichnen sich dadurch aus, dass sich der Zoom elektrisch verstellen lässt, was zu mehr Ruhe beim Zoomen führt. Klar, die Profis werden sagen: "Zoomen ist ein NoGo!" Aber der Amateur möchte doch mal eine Zoomfahrt machen und da sind die Powerzoom-Objektive extrem hilfreich, da man nicht am Zoomring drehen muss, um die Brennweite zu ändern. Bei der Samsung muss man am Zoomring drehen.

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TOP 5 – Die WLAN-Funktionen

Erfahrung hat Samsung mit WLAN reichlich aus dem Bereich Mobilfunk und Tabletts. Daher sollte die WLAN-Funktion in der Samsung auch einen guten Funktionsumfang haben und möglichst leicht und schnell bedienbar sein. Damit die Verbindung zwischen Kamera und Mobiltelefon oder Tablett möglichst reibungslos von statten geht, ist in die NX300 ein NFC-Chip eingebaut sein. NFC steht für Near-Field-Communication (Nah-Feld-Kommunikation). Ist das Mobiltelefon oder Tablett ebenfalls mit einem solchen Chip ausgestattet, müssen sich beide Geräte lediglich berühren und schon werden die WLAN-Zugangsdaten ausgetauscht und die Verbindung steht. Der Vorteil: Der WLAN-Schlüssel muss nicht im Mobiltelefon eingegeben werden. Das ist dann der Fall, wenn das Handy nicht mit einem NFC-Chip ausgestattet ist. 

Da mein iPhone nicht mit einem NFC-Chip ausgestattet ist, bleibt mir für den Test nur der normale Weg. Also Wifi-Menü der NX300 aufrufen indem ich das Programmwahlrad auf "Wi-Fi" stelle. Nun wähle ich den "Mobile Link". Jetzt kann ich wählen, ob ich die zu übertragende Bilder von der Kamera aus schicken möchte, oder am Smartphone auswählen will. Ich wähle zweitere Variante. Auf dem iPhone gehe in in die "Einstellungen" und wähle den Punkt "WLAN" an. In der Liste taucht nun die Samsung NX300 mit der Adresse auf, die auf dem Display der Kamera angezeigt wird. Mit einem Tipp darauf verbinde ich die beiden Geräte. Und Überraschung: Ich muss gar keinen WLAN-Schlüssel eingeben, da die Verbindung unverschlüsselt aufgebaut wird. Kamera und NX300 sind nun miteinander verbunden.

Anschließend rufe ich die "Samsung SMART CAMERA App" auf. Achtung: Es gibt noch eine ältere Variante dieser App, die nicht funktioniert. Deswegen auf jeden Fall im App-Store danach suchen und neu laden und installieren. In der App werden nun die Bilder angezeigt, die sich auf der Kamera der Speicherkarte befinden. Nun kann ich die auswählen, die ich aufs iPhone kopieren möchte. Das geht einfach und ruck-zuck. Genauso einfach geht's natürlich auch umgekehr, also von der Kamera aufs Smartphone kopieren. Da die NX300 einen Touchscreen hat, geht die Auswahl flott und einfach.

Nächster Punkt ist die Fernsteuerung, beziehungsweise Auslösung vom Smartphone aus. geht im Prinzip wie zuvor: WLAN-Verbindung aufbauen, App starten und schon sehe ich das Live-Bild auf der Kamera. Einfach den Auslöser antippen und die NX300 löst. Das Foto wird sofort ans iPhone geschickt - klasse. Leider lassen sich praktisch keine Einstellungen vom Smartphone aus machen. Lediglich die Auflösung und der Blitz können beeinflusst werden. 

Darüber hinaus können die Fotos der Kamera per Auto-Backup mit einem Computer synchronisiert werden, Bilder per Mail verschickt werden – natürlich nur über den Umweg per Smartphone, Tablett oder PC – oder in soziale Netzwerke gepostet werden. Insgesamt sind die Funktionen der Samsung gut durchdacht und funktionieren gut. Eine zusätzliche Funktion, die jederzeit aktiviert werden kann, gefällt mir besonders gut. Die rufe ich mit einem Druck auf die Taste "DIRECT LINK" auf der Kamera-Oberseite auf. Wieder verbinde ich iPhone oder iPad mit der NX300, starte die App und kann nun losfotografieren. Im Hintergrund schickt die Samsung die aufgenommenen Bilder sofort an das externe Gerät. Das ist super praktisch wenn ich die Ergebnisse schnell beurteilen will, denn ich muss nicht erst umständlich in die Wi-Fi-Einstellung wechseln und die Übertragung starten. So ist eine schnelle Kontrolle der Bilder deutlich bequemer und geht richtig flott. 

Die WLAN-Funktion rundet den guten Gesamteindruck der Samsung NX300 ab und ergänzt die Funktionalität perfekt. Zwei Dinge wären noch wünschenswert: Mehr Einstellmöglichkeiten bei der Fernauslösung und eine GPS-Funktion in Verbindung mit dem Smartphone. Olympus geht diesen Weg mit der neuen E-P5. Die hat zwar kein GPS-Modul eingebaut, aber über den Umweg Smartphone lassen sich die Fotos mit GPS-Daten versehen. Trotz dieser kleinen Einschränkung gefällt mir die WLAN-Funktion der Samsung gut. 

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Finale – Mein Fazit

Samsung hat sich mit der NX300 in die Oberliga der Systemkameras gespielt. Sowohl was die Ausstattung, als auch die Bildqualität angelangt, muss sich die Kamera nicht verstecken. Erst recht nicht, wenn es um das Thema Haptik und Kamera-Design geht. Die Kombination aus Aluminium und Kunststoff ist gut gelungen. Die Formgebung ist modern, orientiert sich aber dennoch an dem klassischen Kameradesign. Sehr gut gefallen haben mir die übersichtlichen und leicht verständlichen Menüs. Hier könnten sich einige andere Hersteller ein Beispiel dran nehmen. Sehr angenehm ist der große und gut ablesbare Kontrollmonitor, der zudem mit Touchttechnik ausgestattet ist. Hier merkt man die Erfahrung, die Samsung im Smartphone-Bereich hat. Das Display reagiert schnell und präzise auf die Berührungen – so macht die Bedienung per Touchscreen Spaß. Nocheinmal zurück zur Bildqualität. Was die Detailwiedergabe und das Rauschverhalten anbelangt, ist die Samsung sehr gut. Was allerdings auffällt ist die etwas inhomogene Farbabstimmung gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen. Hier finde ich das Ergebnis nicht ganz so gefällig, wie bei anderen Kameras, beispielsweise der Fujifilm X-E1. Sicher kann man das in den Kameraeinstellungen noch korrigieren und seinen Wünschen entsprechend anpassen, aber dazu ist eben schon ein wenig Erfahrung und Einarbeitung erforderlich. Wer also häufig Aufnahmen bei etwas schlechterem Licht macht, muss sich ein wenig in die Einstellungen der NX300 einfuchsen, um zu guten stimmigen Ergebnissen zu kommen.

Die Samsung hat alle wichtigen Belichtungsprogramme und Einstellungen, um allen Aufnahmesituationen gewachsen zu sein. Einzig verwirrend finde ich die Bezeichnung "Bildassistent" für die verschiedenen Farbeinstellungen – "Bildstil" fände ich da etwas klarer. Was die Themen Auslöseverzögerung, Serienbildgeschwindigkeit und sonstiges Tempo angbelangt, gibt es keinen Grund zur Klage. Dass die Samsung zusätzlich eine gute Videofunktion mit an Bord hat, ist schon beinahe selbstverständlich. 

Zwei Punkte stören mich ein wenig: Die NX300 hat keinen eingebauten Blitz und es gibt keinen Sucher – weder elektronisch noch optisch. Gut, das Thema mit dem Blitz kann ich noch verschmerzen, da Samsung einen kleinen Aufsteckblitz mitliefert wie der Mitbewerber Olympus bei der OM-D und den kleinen PENs. Das Thema Sucher finde ich da schon wesentlich wichtiger. Klar das Display ist in OLED-Technik gebaut, hell und gut lesbar. Aber dennoch: In der hellen Sommersonne ist auch drauf nur wenig zu erkennen. An eine gezielte und präzise Bildgestaltung ist dann nicht mehr zu denken. Und gerade eine solche Kamera mit APS-C-Sensor bietet sich für die gezielte Bildgestaltung an. Bessert Samsung bei einer seiner nächsten Modelle in diesem Punkt nach, ist das der Schritt in die Bundesliga. 

Plus- und Minus-Punkte der Samsung NX300 in der Übersicht:

 
Vorteile
  • gute Bildqualität bei Tageslicht
  • kürzest mögliche Belichtungszeit 1/6000 Sekunde
  • Blitzschuh für externen Blitz (mitgeliefert)
  • gute WLAN-Funktionen inklusive Fernsteuerung
  • Bildübertragung per WLAN im Hintergrund
  • elektronische Wasserwaage
  • klappbarer Kontrollmonitor mit Touchscreen
  • übersichtliche und verständliche Menüs
  • einfache Bedienung
Nachteile
  • kein optischer oder elektronischer Sucher
  • etwas inhomogene Farbabstimmung bei Aufnahmen mir schlechten Lichtverhältnissen
  • keine Powerzoom-Objektive

 

Hier gibt's das Video zur 
Samsung NX 300

Hier gibt's die Bilder zur
Samsung NX300

Die Zubehör-Übersicht folgt.

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Über die Foto-Bude

Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

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