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Olympus Stylus XZ-10 – Edle Kompaktkamera

Olympus baut die Stylus-Reihe weiter aus. Nach den beiden Modellen XZ-1 und XZ-2 kommt nun die XZ-10. Und die ist kleiner, kompakter und leichter. Olympus will mit der Neuen in Richtung Panasonic DMC-TZ41 oder Sony Cybershot DSC-HX20 gehen. Viel Zoom, gute Ausstattung und top Bildqualität, das sind die Ansprüche an die XZ-10.

Fangen wir mit den Basisdaten an. In der XZ10 werkelt ein 12 Megapixel Sensor mit den Abmessungen 1/2.3 Zoll - entsprechend 6,2 x 4,6 Millimeter. Entsprechend hat die Olympus einen Brennweitenverlängerungsfaktor von 5,6fach. Damit hat die Objektivbrennweite von 4,7 bis 23,5 Millimeter eine aufs Kleinbildformat bezogene Brennweite von 26 bis 130 Millimeter. Die Ausgangsbrennweite von 26 Millimetern ist nicht der bestmögliche Wert aber ein sehr Guter. Die in dieser Klasse üblichen Werte liegen zwischen 24 und 28 Millimetern. In einem sticht die XZ-10 allerdings die meisten Konkurrenten aus: die Lichtstärke des Objektivs. Die beginnt bei f1.8 in der Weitwinkeleinstellung und liegt bei f2.7 in der maximalen Teleeinstellung. Die kleinste Blendenöffnung beträgt f8.0. Und wenn wir schon bei kleinster - größter sind, hier die nächsten Eckdaten: Längste Belichtungszeit 30 Sekunden, kürzeste 1/2000 Sekunde. Die niedrigste ISO-Empfindlichkeit beträgt ISO 100, die höchste ISO 6400. Eine aus der PEN-Reihe und von der OM-D bekannte Funktion hat die XZ-10 nicht: den Live-bulb, also die Langzeitbelichtung mit Live-Anzeige.

Zum Thema "in dieser Klasse": Die XZ-10 bringt gerade mal 221 Gramm auf die Waage - inklusive Speicherkarte und Akku. Und die Abmessungen? Abgesehen von der Dicke ist die Olympus kleiner als ein iPhone. Die Breite beträgt 10,2 Zentimeter, die Höhe 6,1 und die Dicke 2.3 Zentimeter. Der Kontrollmonitor ist ein Touchscreen und hat eine Diagonale von 7,6 Zentimetern und eine Auflösung von 920.000 Bildpunkten. Sprich: Mit der XZ-10 funktioniert die praktische Touchfokussierung. Wer's noch nicht kennt: Das Motiv anvisieren und mit dem Finger auf dem Kontrollmonitor auf das Element tippen, das scharf abgebildet werden soll. Je nach Einstellung fokussiert die Kamera nur auf diesen Punkt oder sie löst sogar gleich aus. Ach ja, eigentlich sieht man's ja schon auf den Bilder von der Kamera, trotzdem nochmal erwähnt: Die XZ-10 hat keinen Sucher, weder einen optischen, noch einen elektronischen. Und: Der Monitor lässt sich nicht – wie bei der großen Schwester XZ-2 - klappen.

Und wenn wir schon beim Vergleich zur XZ-2 (Foto oben: XZ-10 links, XZ-2 rechts) sind, diese hat einen 4fach-Zoom von 28 bis 112 Millimeter Kleinbildbrennweite, ebenfalls einen 12 Megapixel Sensor, allerdings im 1/1.7 Zoll-Format, was einer Größe von 7,4 x 5,6 Millimeter entspricht. Mit 346 Gramm bringt sie gut 120 Gramm mehr auf die Waage, wie die XZ-10. Mit 11,3 Zentimeter ist sie gut einen Zentimeter breiter, in der Höhe sind es gerade mal 5 Millimeter mehr aber in der Dicke schlägt die XZ-2 mächtig zu: Mit 4,8 Zentimetern ist mehr als doppelt so dick wie die kleine Schwester (Foto rechts: XZ-2 links und XZ-10 rechts). Ein Grund dafür ist der bereits erwähnte ausklappbare Monitor der XZ-2, auf den man bei der XZ-2 verzichten muss. Und auf noch etwas muss man verzichten: Einen externen Blitz. Die XZ-10 hat keinen Blitzschuh für einen Aufsteckblitz. Damit ist auch klar: Ein elektronischer Sucher aus der Olympus-Reihe lässt sich ebenfalls nicht an der XZ-10 verwenden. 

Außer dem Touchfokus gibt es in der Einstellung "iAUTO" weitere Touchfunktionen. Da lassen sich diverse Veränderungen wie Kontrast, Farbton, Helligkeit, Schärfebereich und Bewegungsunschärfe per Fingerzeig verändern. Ansonsten geht die Navigation innerhalb der Menüs nur per Vierwegeschalter. Das von den PENs und der OM-D bekannte Megamenü gibt es bei der XZ-10 nicht. Die Wahl der verschiedenen Kameraeinstellungen geht daher nicht per Touchfunktion. Wie dann? Ganz einfach: Die OK-Taste drücken und schon erscheinen die diversen Punkte, die du einstellen kannst, auf der rechten Bildschirmseite. Nun einfach per Drehrad den gewünschten Punkt ansteuern. Am unteren Bildschirmrand werden nun für den entsprechenden Punkt die Auswahlpunkte angezeigt und können per Druck auf die linke oder rechte Taste des Vierwege-Kombischalters gewählt werden. Mit einem Druck auf die OK-Taste wird die Wahl bestätigt.

TIPP: In den verschiedenen Belichtungsprogrammen stehen nicht alle Kameraeinstellungen zur Verfügung.   

Apropos Einstellungen: Auf der Kameraoberseite ist der Drehrad zum Einstellen der Belichtungsprogramme, der Ein-/Ausschalter, Zoomhebel und Auslöser. An Programmen stehen zur Wahl: P, Blenden- und Zeitautomatik, manuelle Wahl von Blende und Zeit, ART-Filter, Motivprogramme, die sogenannte Photo-Story und die schon erwähnte iAUTO - die intelligente Automatik. Neben den Knöpfchen und Rädchen auf der Kameraoberfläche, hat die XZ-10 hinten noch ein Vierwege-Kombidrehrad, und fünf Tasten: Wiedergabe, Menü, Info, Fn und Videotaste. Dazu gibt's an der Vorderseite um das Objektiv noch einen Drehring. Dessen Funktion lässt sich individuell festlegen, wie natürlich auch die der Funktionstaste. Die klassische Einstellung wäre dann beispielsweise in der Blendenautomatik "S" die Wahl der Belichtungszeit und in der Zeitautomatik "A" die Wahl der Blende. In der manuellen Einstellung kann dann die Blende mit dem vorderen Drehrad, die Belichtungszeit mit dem hinteren Drehrad eingestellt werden. Ist das Programm ART-Filter gewählt, reicht ein Dreh am vorderen Rad und man kann ruck-zuck den Filter wechseln. Genauso sieht es dann auch bei den Motivprogrammen aus. Mir gefällt das sehr gut, denn erstens geht's flott und zweitens direkt, ohne den Umwege über irgendwelche lästigen Menüs.

Ach ja, wer die ART-Filter nicht kennt – damit lassen sich Aufnahmen mit unterschiedlichen Effekten verändern. Olympus nennt das Art, also Kunst, andere Fotografen, nennen es vermutlich Kitsch oder Verunstaltung. Aber es bleibt ja jedem selbst überlassen, ob er die ART-Filter nutzt oder nicht. Ich persönliche finde einige der Filter spannend und nutze sie sehr gerne. Meine Lieblinge sind "Monochrome Film" und "Dramatischer Effekt". Noch ein Hinweis: Viele der Filter lassen sich noch individuell einstellen. Dazu einfach die rechte Taste des Vierwege-Kombischalters drücken und zwischen den verschiedenen Punkten wählen. Den Effekt sieht man direkt auf dem Kontrollbildschirm bei den Beispielbildern. Und damit ihr wisst, wovon ich rede: Hier alle elf ART-Filter in der Übersicht. Verwendet habe ich dabei immer die Basiseinstellung. Welcher Filter gerade zu sehen ist, steht in der Bildunterschrift. Wer bei der XZ-10 übrigens das ART-Braketing sucht, wird enttäuscht. Diese Funktion ist den Großen – XZ-2, PEN und OM-D – vorbehalten. Dabei macht die Kamera eine Aufnahme und speichert die in allen gewählten ART-Filter-Varianten ab. Die XZ-10 hat aber die normale Braketing-Funktion, bei der die Kamera drei Aufnahmen mit 1/3, 2/3 oder 1 Blendenstufe Abstand macht. So nun aber die ART-Filter.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 800 x 600 Pixel heruntergerechnet. Die Bezeichnungen der ART-Filter stehen in der Bildunterschrift. 

  • Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Blasse Farben 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Blasse Farben 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Blasse Farben 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Crossentwicklung 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Crossentwicklung 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Crossentwicklung 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Diorama 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Diorama 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Diorama 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Dramatischer Effekt 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Dramatischer Effekt 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Dramatischer Effekt 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Gemaelde 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Gemaelde 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Gemaelde 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Lochkamera 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Lochkamera 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Lochkamera 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Monochrom Film 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Monochrom Film 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Monochrom Film 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Pop Art 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Pop Art 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Pop Art 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Soft Fokus 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Soft Fokus 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Soft Fokus 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Weiches Licht 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Weiches Licht 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Weiches Licht 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Zartes Sepia 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Zartes Sepia 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 ART-Filter Zartes Sepia 800 x 600
 

Noch ein Wort zur Fn-Taste. Die lässt sich im Menü nicht nur mit einer Funktion belegen, sondern mit mehreren. Wie das geht? Ganz einfach. Im "Anwender Menü", das ist das mit den Zahnrädchen, gibt es unter dem Punkt "B - Taste/Einst.Rad" den Eintrag "Tasten Funktion". Und genau hier wird festgelegt, welche Funktionen die Funktionstaste hat. Zur Wahl stehen unter anderem Bildmodus, Motiv-Programm, Effektfilter, Weißabgleich, Bildqualität ISO-Empfindlichkeit und ND-Filter. Insgesamt stehen 16 Punkte zur Wahl, die an- oder abgewählt werden können. Und wer sich jetzt fragt, wie eine Funktionstaste mehrere Funktionen haben kann - ganz einfach. Mit jedem Druck auf die Taste kommt die nächste Funktion. Ich habe sie beispielsweise auf Seitenverhältnis, ISO-Empfindlichkeit und ND-Filter eingestellt. Sprich: Mit dem ersten Druck auf die Fn-Taste kann ich das Format per Drehrad auf der Kamerarückseite einstellen, mit dem zweiten Druck die ISO-Empfindlichkeit und mit dem dritten den ND-Filter ein oder ausschalten. Natürlich kann ich auch nur eine Funktion auf die Taste legen, indem ich alle anderen einfach abwähle. Hat man sich erst mal daran gewöhnt, wie die Fn-Taste arbeitet, geht die Arbeit damit flott von der Hand. 

TIPP: Je nach gewähltem Belichtungprogramm, werden nicht alle auf die Fn-Taste gelegten Funktionen angezeigt. So ist beispielsweise im Belichtungsprogramm iAUTO die Einstellung der ISO-Empfindlichkeit nicht möglich, da die automatisch von der Kamera – je nach Lichtsituation – eingestellt wird.

Generell noch ein Wort zu den Menüs. Wer schon mal die Olympus-Menüs gesehen hat, wird sich auch mit der XZ-10 sofort zurechtfinden. Nach einem Druck auf die Menü-Taste kann man zwischen fünf Punkten wählen. Dem "Aufnahme Menü 1", "Aufnahme Menü 2", "Wiedergabe Menü", "Anwender Menü" und "Einstellungsmenü". Während die beiden Ersten die Standard-Einstellungen beinhalten – unter anderem Bildmodus, Dateigröße, Bildformat, Bildstabilisator, Belichtungsreihe und Blitz Steuerung – geht es im "Anwender Menü" rund. Da gibt's reichlich individuelle Einstellungen zu allen Funktionen der Kamera. Ein wichtiger Punkt: Man kann sich hier mit allen Punkten beschäftigen, aber man muss es nicht. In der Standard-Einstellung ist die XZ-10 ohne Probleme einsatzbereit. Aber, wer ein bisschen mehr aus seiner Olympus rausholen will, und sie sich so zurechtschnitzen möchte, wie er es gerne hätte, sollte sich die einzelnen Punkte genau anschauen. Interessant sind da die Punkte zur Einstellung der Tastenfunktionen, die Einstellungen des Kontrollbildschirms, die Art der Belichtungsmessung und Einstellung der ISO-Empfindlichkeit inklusive Festlegung der ISO-AUTO-Einstellungen, sowie Weißabgleich und Einstellung der unterschiedlichen Bildgrößen. Gerade ein Blick auf den Weißabgleich lohnt sich, denn hier können unter dem Punkt "CWB" (Custom White-Balance) Kelvin Werte zwischen 2000 und 14000 gewählt werden. So ist ein sehr genauer Weißabgleich möglich.

 
 
 
 
 
 

Nach den Menüs noch ein paar Worte zur Ausstattung. Erwähnt hab ich's schon: Die XZ-10 hat einen Graufilter. Klasse, denn das Objektiv der Olympus hat kein Filtergewinde. Ebenfalls mit an Bord ein optischer Bildstabilisator. Der ist recht effektiv und bringt eine Verbesserung von rund drei Blendenstufen. Was damit gemeint ist? Steht die Kamera beispielsweise auf einer Brennweite von 100 Millimetern, solltest du eine Belichtungszeit von 1/125 Sekunde wählen, um ein verwacklungsfreies Bild zu bekommen. Der Stabilisator sorgt dafür, dass du statt dessen mit einer um drei Stufen längeren Belichtungszeit fotografieren kannst. Das wäre dann in diesem Beispiel 1/125 - 1. Stufe - 1/60 - 2. Stufe - 1/30 - 3. Stufe - 1/15 Sekunde. 

Soviel erst mal zu den Basics – Tasten, Menüs, Bildstabi, ND-Filter und mehr. Nun geht's ans Fotografieren.

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TOP 1 – Die Ausstattung 

Das Erste, was mir auffällt: Die XZ-10 hat keinen manuellen Fokus. Es gibt nur die Einstellungen S-AF – Einzelautofokus – und Super-Makro. Es gibt weder die Einstellung kontinuierlicher Autofokus – C-AF – noch manueller Fokus. Ich bin der Meinung, auf das manuelle Einstellen der Schärfe kann man gut verzichten – zumindest bei so einer Kamera. Ich finde das viel zu fummelig und dank des Touch-Fokus – der bei der XZ-10 sehr präzise arbeitet – brauch ich den manuellen Fokus nicht. Etwas anders sieht's da schon beim kontinuierlichen Fokus aus. Möchte man bewegte Motive aufnehmen, kann der hilfreich sein. Allerdings: Da der Sensor der Olympus recht klein ist, ist der Schärfentiefe-Bereich recht groß. Will heißen: Auch nur mit dem Einzelautofokus gibt die XZ-10 auch in solchen Situationen eine gute Figur ab. Und seien wir ehrlich: Für wirklich kritische Situationen, sind solche Kameras eh nicht gemacht. Wer hofft, damit top Sportaufnahmen zu machen oder glaubt, seinen rasenden Hund in jeder Situation knackscharf ablichten zu können, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Selbst für Profikameras sind solche Situationen eine echte Herausforderung und die Königsdisziplin.

Obwohl die Olympus keinen AF-C hat, gibt's eine Serienbildfunktion. In der macht die XZ-10 so knapp fünf Bilder pro Sekunde. Ist eine entsprechende schnelle Speicherkarte eingelebt – mindestens Class 10 mit 20 MB/s. – dann haut die Kamera reihenweise Bilder weg. Laut Handbuch sollen es 200 sein, ich hab's ehrlich gesagt nicht ausprobiert und nach rund 40 Bildern Schluss gemacht – viel mehr Serienbilder wird man nur selten schießen. Bei meinen Versuchen hat die Olympus die Schärfe übrigens recht gut und schnell nachgeführt. Sprich für sich nicht allzu schnell bewegende Motive ist der Autofokus der Olympus flott genug – und treffsicher.  Neben dieser Geschwindigkeit, in der die Olympus die Fotos in voller Auflösung speichert, gibt's noch die Hi-Speed-Serienbildgeschwindigkeit mit rund 20 Bildern pro Sekunde, das dann für eine Dauer von drei Sekunden. Allerdings wird dabei die Auflösung auf 1920 x 1440 Bildpunkte reduziert.

Was gibt's noch an Einstellungen? Da wären zunächst neben den ART-Filtern vier Farb-Varianten: Vivid (lebhaft), Natural (natürlich), Muted (ruhig oder zurückhaltend) und Portrait. Dazu dann noch die Einstellung schwarz-weiß. Wobei alle Einstellungen noch mal individuell verändert werden können. Das geht allerdings nicht in der direkten Einstellung, sondern nur über's "Aufnahme Menü 1". Also, das per Druck auf die MENU-Taste aufrufen, den Punkt Bildmodus anwählen, dann den gewünschten Bildmodus wählen und die rechte Taste des Vierwege-Kombischalters drücken. Je nach Modus stehen vier oder bei schwarz-weiß fünf individuelle Punkte zur Wahl. Wichtig bei schwarz-weiß: Hier kannst du nicht nur Kontrast, Schärfe und Gradation (Auto, Normal, High Key, Low Key) wie bei den anderen Punkten einstellen, sondern zusätzlich den S&W-Filter (Neutral, Gelb, Orange, Rot, Grün) und die Bildtönung (neutral, Sepia, Blau, Violett, Grün) wählen. Übrigens bei den anderen vier Bildmodi lässt sich dann noch die Sättigung einstellen.

Weiter geht's mit den Bildformaten und -auflösungen. An Formaten stehen 4:3, 3:2, 16:9 und 1:1 zur Verfügung. Bei den Auflösungen stehen ebenfalls vier Varianten bei JPEG-Speicherung zur Wahl sowie zusätzliche die Möglichkeit, Aufnahmen im RAW-Format zu speichern. Außerdem gibt es die Variante, RAW und JPEG gleichzeitig zu speichern.

TIPP: Ist die schnelle Serienbildgeschwindigkeit eingestellt, kann die RAW-Speicherung nicht gewählt werden.

Erwähnt hatte ich die Super-Makro-Einstellung bereits. Sie wird entweder direkt über die Bildschirmnavigation (OK-Taste drücken, Menü-Punkt ansteuern, wählen und erneut OK-Taste drücken) gewählt, oder im "Anwender Menü" unter dem Punkt "A - AF" im "AF-Modus". Dort stehen entweder S-AF oder Makro-S (kleine Blume mit dem Buchstaben "S") zur Verfügung. Wird die Option gewählt, fährt die Kamera automatisch in die Weitwinkel-Einstellung und sperrt die Funktion des Zoomhebels. Man kommt dann bis auf rund einen Zentimeter ans Motiv ran und kann recht beeindruckende Aufnahmen machen. Natürlich geht das auch in der Einstellung "ART-FILTER".

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 800 x 600 Pixel heruntergerechnet. 

  • Orchidee Bluete 800 x 600Orchidee Bluete 800 x 600Orchidee Bluete 800 x 600
  • Orchidee Detail 600 x 800Orchidee Detail 600 x 800Orchidee Detail 600 x 800
  • Porsche-Emblem 600 x 800Porsche-Emblem 600 x 800Porsche-Emblem 600 x 800
  • Regentropfen 800 x 600Regentropfen 800 x 600Regentropfen 800 x 600

TIPP: Um auch in den Belichtungsprogrammen iAUTO, SCN und ART die wichtigsten Kameraeinstellungen vornehmem zu können, muss das im "Anwender Menü" unter dem Punkt "D - Display" - "Kontrolle Einst." und Allerdings klappt die Umstellung auf Makro-S dann nur übers Menü, denn drückt man in der Einstellung "ART" auf die OK-Taste, erscheint die Auswahl der verschiedenen  ART-Filter und nicht die Auswahl der verschiedenen Kameraeinstellungen – das geht dann nur noch über's Menü oder nach einem Druck auf die INFO-Taste (siehe nächsten TIPP). 

Was ist während der Arbeit mit der Kamera sonst noch wichtig? Gezoomt wird am kleinen Hebelchen oben, der Autofokus-Punkt wird per Druck auf die linke Taste des Vierwege-Kombischalters verschoben. Wobei: Eigentlich braucht man das gar nicht, dank des Touchfokus. Der ist wesentlich praktischer und schneller – einfach auf den Monitor tippen und schon fokussiert die Olympus auf das entsprechende Motivdetail. Und – wie schon gesagt – auch wahlweise mit sofortigem Auslösen. Die Belichtungskorrektur geht in der Standardeinstellung per kleinem Drehrad auf der Kamerarückseite. Wurde die Funktion im Anwender-Menü geändert, muss man zuvor einfach die obere Taste des Vierwege-Kombischalters drücken und schon lässt sich die Belichtungskorrektur ausführen. Ebenfalls auf dem Vierwege-Kombischalter die Blitzfunktion rechts und unten die Wahl der Serienbildgeschwindigkeit und der Vorlaufzeit des Selbstauslösers – 12 oder 2 Sekunden. Beim Blitz gibt es die üblichen Einstellungen inklusive der manuellen Leistungswahl. Unschwer zu erkennen: Die XZ-10 hat nur einen eingebauten Blitz, ein externer Blitz kann nicht aufgesteckt werden.

Wer die Belichtungseinstellungen nicht manuell machen möchte, kann auf die vier Automatik-Programme zurückgreifen. Die ART-Filter hatte ich schon vorgestellt, das Standard-Programm "P" dürfte hinlänglich bekannt sein. Zu erwähnen wäre hier noch, dass du per vorderem Drehrad einen sogenannten Programm-Shift machen kannst. Was das ist? Ganz einfach - ermittelt die Kamera beispielsweise eine Belichtungskombination von 1/125 Sekunde und Blende f5.6, so kannst du mit einem Dreh am vorderen Rad die Werte verschieben, ohne dass sich die Belichtung insgesamt ändert. Also beispielsweise auf 1/250 Sekunde und Blende f4.5 oder 1/60 Sekunde und Blende f8.0. Wofür das gut ist? Wenn du mehr oder weniger Schärfentiefe brauchst oder eine kürze Belichtungszeit, um schnelle Motiv scharf abzubilden. Wie gesagt: Es ist keine Belichtungskorrektur, sondern nur eine Verschiebung. Die wird übrigens durch den kleinen Buchstaben "S" für Shift am "P" unten links auf dem Bildschirm angezeigt. 

Und wo wir schon beim Thema Blende und Schärfentiefe sind, hier ein paar Beispiele, wie weit sich die Schärfentiefe reduzieren lässt. Denn eins ist klar: Mit dem kleinen Sensor hat das Grenzen trotz der maximalen Blendenöffnung von f1.8. Aber, ein wenig Spielraum bleibt dennoch.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 800 x 600 Pixel heruntergerechnet. 

  • Olympus Stylus XZ-10 (1) Schaerfentiefe 1Olympus Stylus XZ-10 (1) Schaerfentiefe 1Olympus Stylus XZ-10 (1) Schaerfentiefe 1
  • Olympus Stylus XZ-10 (2) Schaerfentiefe 2Olympus Stylus XZ-10 (2) Schaerfentiefe 2Olympus Stylus XZ-10 (2) Schaerfentiefe 2
  • Olympus Stylus XZ-10 (3) Schaerfentiefe 3 ART-DramaOlympus Stylus XZ-10 (3) Schaerfentiefe 3 ART-DramaOlympus Stylus XZ-10 (3) Schaerfentiefe 3 ART-Drama
  • Olympus Stylus XZ-10 (4) Schaerfentiefe 4 ART-DramaOlympus Stylus XZ-10 (4) Schaerfentiefe 4 ART-DramaOlympus Stylus XZ-10 (4) Schaerfentiefe 4 ART-Drama
  • Olympus Stylus XZ-10 (5) Schaerfentiefe 5Olympus Stylus XZ-10 (5) Schaerfentiefe 5Olympus Stylus XZ-10 (5) Schaerfentiefe 5
  • Olympus Stylus XZ-10 (6) Schaerfentiefe 6Olympus Stylus XZ-10 (6) Schaerfentiefe 6Olympus Stylus XZ-10 (6) Schaerfentiefe 6

Nun zu den Motivprogrammen: In der Einstellung "SCN" stehen 14 zur Wahl: unter anderem Porträt, Landschaft, Sport, Sternenlicht, Nachtaufnahme, Sonnenuntergang, Feuerwerk, Doppelbelichtung, Sand & Schnee sowie HDR. Für HDR-Aufnahmen ist übrigens kein Stativ erforderlich, die Kamera muss lediglich ruhig gehalten werden. Bliebe als letztes noch das Programm iAUTO. Hier übernimmt die XZ-10 die Arbeit und macht alle wichtigen Einstellungen automatisch. Was du allerdings verändern kannst, sind einige individuelle Einstellungen, die ich eingangs bereits erwähnte. Dazu einfach auf den kleinen Doppelpfeil auf der rechten Bildschirmseite tippen, gewünschten Punkt antippen und den Schiebregler auf dem Bildschirm hoch und runter schieben. Der Effekt wird dann sofort angezeigt. 

TIPP: Sollten die Einstellungen im Programm iAUTO, SCN und ART nicht möglich sein, müssen sie zunächst im "Anwender Menü" aktiviert werden. Dazu das Anwender Menü aufrufen, auf den Punkt "D Display" gehen, dort den Punkt "Kontrolle Einst." wählen, die OK-Taste drücken und bei "iAUTO" den Punkt "Live Info" einschalten. Möchtest du auch die übrigen Kameraeinstellungen direkt wählen können, schalte den Punkt "Live Kontrolle" ebenfalls ein. Bist du dann in den individuellen Einstellungen, reicht ein Druck auf die INFO-Taste, schon bist du in den weiteren Kameraeinstellungen. Ein weiterer Druck auf die INFO-Taste, und schon bist du wieder bei den iAUTO-Einstellungen. Wie's funktioniert? Einfach mal ausprobieren. Die Kontroll-Einstellungen funktionieren für die übrigen Belichtungsprogramme genauso. Auch das solltest du einfach mal ausprobieren, um die unterschiedlichen Möglichkeiten zu sehen.

Ein Programm haben wir noch, ich nenne es mal das Kreativ-Programm. In dem kannst du verschiedene Collagen wählen und zusammenstellen. Die XZ-10 bietet eine Reihe von verschiedenen Themen, unter denen du wählen kannst, und die dann noch individualisiert werden können. Dabei kommen verschiedenen ART-Filter zum Einsatz. Je nach Wahl machst du dann zwei bis fünf Aufnahmen, die zu einer Collage zusammengefügt werden. Beim Fotografieren wird jeweils angezeigt, welcher Bildteil dran ist, so dass eine gute Kombination möglich ist. Gefällt einem das Werk, wird's einfach gespeichert – fertig. Wie so eine Collage aussehen kann, könnt ihr hier sehen. 

Ach ja, fast hätte ich's vergessen: Mit der XZ-10 kannst du auch filmen. Aufnahmen gibt's im Full-HD-Format 1080p mit 1920 x 1080 Bildpunkten und einer Wiederholrate von 30 Vollbildern pro Sekunde. Alternativ gibt es auch das kleine HD-Format mit 720p und einer Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten und ebenfalls 30 Vollbildern pro Sekunde. Gestartet wird die Aufnahme einfach durch einen Druck auf die rote Videotaste auf der Kamera-Rückseite. Gezoomt werden kann während der Aufnahme, der Ton wird in Stereo aufgenommen.

TIPP: Solltest du nicht zoomen können, steht die Fokus-Wahl vermutlich auf Makro-S. In der Einstellung ist zoomen nicht möglich – auch nicht beim Video.

Video lassen sich übrigens auch drehen, wenn einer der ART-Filter gewählt ist. Allerdings ruckelt das Bild dann sehr stark. Ich würde davon abraten, in dieser Einstellung zu filmen. Ansonsten sehen die Videos ordentlich aus und sind durchaus brauchbar. Wunder sollte man dennoch nicht erwarten. Am besten ist, einfach mal ausprobieren und sich das Ergebnis auf einem Flachbildfernseher anschauen. Dazu einfach ein HDMI-Kabel in die Buchse an der Seite der Kamera stöpseln, an den Fernseher anschließen und los geht's. Wichtig: Die XZ-10 hat einen Micro-HDMI-Anschluss (Typ D). 

Noch ein Hinweis zum Akku: Der wird ausschließlich in der Kamera geladen, da kein externes Ladegerät beiliegt. Eine – wie ich finde – inzwischen weit verbreitete Unsitte der Hersteller. Denn so kann ich einen zweiten Ersatzakku nicht bereits außerhalb der Kamera laden. Klar bietet Olympus ein solches externes Ladegerät als Zubehör an, aber ich finde, bei einer Kamera dieser Preisklasse sollte das mitgeliefert werden. Mein Tipp: Kauft euch nicht nur einen Ersatzakku, sondern gleich ein Set mit zwei Akkus plus Ladegerät – vom Fremdhersteller gibt's das im Paket bei Amazon recht günstig – siehe unten stehenden Link.

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TOP 2 – Testbilder und ISO-Reihen

Schönes Design, geringes Gewicht und kompakte Abmessungen sind das Eine, aber was auch stimmen muss, ist die Bildqualität. Hier noch mal kurz die Fakten zur Olympus Stylus XZ-10: 12 Megapixel tummeln sich auf einem 1/2.3 Zoll Sensor – entsprechend 6,2 x 4,6 Millimeter – im 4 : 3-Format. Das Zoomobjektiv der Olympus hat eine Kleinbild-Brennweite von 26 bis 130 Millimeter und ist damit ein 5fach-Zoom. Die größte Blendenöffnung der XZ-10 beträgt in der Weitwinkeleinstellung f 1.8 und in der Teleeinstellung f 2.7. Und so sehen die unterschiedlichen Brennweiten-Einstellungen in der Übersicht aus. 

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Brennweiten-Angaben der Aufnahmen stehen in der Bildunterschrift.

  • Olympus Stylus XZ-10 (1) Brennweite 26 Millimeter 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (1) Brennweite 26 Millimeter 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (1) Brennweite 26 Millimeter 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (2) Brennweite 38 Millimeter 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (2) Brennweite 38 Millimeter 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (2) Brennweite 38 Millimeter 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (3) Brennweite 62 Millimeter 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (3) Brennweite 62 Millimeter 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (3) Brennweite 62 Millimeter 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (4) Brennweite 81 Millimeter 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (4) Brennweite 81 Millimeter 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (4) Brennweite 81 Millimeter 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (5) Brennweite 107 Millimeter 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (5) Brennweite 107 Millimeter 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (5) Brennweite 107 Millimeter 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (6) Brennweite 130 Millimeter 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (6) Brennweite 130 Millimeter 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (6) Brennweite 130 Millimeter 800 x 600

Trotz des kompakten Objektivs sehen die Ergebnisse sehr gut aus hinsichtlich Verzerrung und Randabdunkelung. Weder deutliche Verzeichnungen noch Vignettierungen sind sichtbar.

Jetzt zur Bildqualität der Olympus Stylus XZ-10. Ich habe eine Belichtungsreihe mit aufsteigender ISO-Empfindlichkeit geschossen. Die XZ-10 hat eine feine ISO-Abstufung und geht von ISO 100 bis ISO 6400. Im ersten Durchgang zeige ich die Aufnahmen im auf 800 x 600 Bildpunkte heruntergerechneten Bildformat. Anschließend gibt es einen Ausschnitt wieder von 800 x 600 Bildpunkten, dann allerdings im Original-Ausschnitt. Nun aber erst mal die heruntergerechnete Variante. 

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 800 x 600 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 bis ISO 6400. 

  • Olympus Stylus XZ-10 (1) ISO 100 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (1) ISO 100 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (1) ISO 100 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (2) ISO 200 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (2) ISO 200 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (2) ISO 200 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (3) ISO 400 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (3) ISO 400 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (3) ISO 400 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (4) ISO 800 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (4) ISO 800 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (4) ISO 800 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (5) ISO 1600 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (5) ISO 1600 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (5) ISO 1600 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (6) ISO 3200 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (6) ISO 3200 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (6) ISO 3200 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (7) ISO 6400 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (7) ISO 6400 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (7) ISO 6400 800 x 600

Mir gefällt die Bildqualität der XZ-10 gut. Für eine Kamera dieser Größe sehen die Aufnahmen bei niedrigen ISO-Werten sehr gut aus. Weder Bildstörungen noch Detailverlust ist zu erkennen. Die Fotos sind gestochen scharf, zeigen einen guten Kontrast und eine originalgetreue Farbwiedergabe. In der heruntergerechneten Variante sind bis zu einer ISO-Empfindlichkeit von ISO 1600 keine Bildstörungen (Rauschen) sichtbar. Erst bei ISO 3200 habe ich erste kleine Bildstörungen entdeckt: Bildrauschen und Detailverlust. Bei ISO 6400 nehmen die Störungen noch einmal zu. Mehr zu sehen gibt es in der Detailansicht. Ich habe von jeder Aufnahme einen Ausschnitt in der Größe 800 x 600 Bildpunkten gemacht. So könnt ihr in der Originalauflösung besser beurteilen, wie gut die Bildqualität in den einzelnen ISO-Stufen ist.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind ein Ausschnitt in Originalgröße von 800 x 600 Pixel. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 bis ISO 6400.

  • Olympus Stylus XZ-10 (1) ISO 100 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (1) ISO 100 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (1) ISO 100 800 x 600 Detail
  • Olympus Stylus XZ-10 (2) ISO 200 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (2) ISO 200 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (2) ISO 200 800 x 600 Detail
  • Olympus Stylus XZ-10 (3) ISO 400 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (3) ISO 400 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (3) ISO 400 800 x 600 Detail
  • Olympus Stylus XZ-10 (4) ISO 800 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (4) ISO 800 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (4) ISO 800 800 x 600 Detail
  • Olympus Stylus XZ-10 (5) ISO 1600 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (5) ISO 1600 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (5) ISO 1600 800 x 600 Detail
  • Olympus Stylus XZ-10 (6) ISO 3200 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (6) ISO 3200 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (6) ISO 3200 800 x 600 Detail
  • Olympus Stylus XZ-10 (7) ISO 6400 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (7) ISO 6400 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (7) ISO 6400 800 x 600 Detail

In der Detailauflösung werden die feinen Unterschiede etwas deutlicher. Bis zu einer ISO-Empfindlichkeit von ISO 400 sind praktisch keine Unterschiede sichtbar. Bei ISO 800 werden die ersten Bildstörungen (Rauschen) sichtbar. Außerdem ist zu sehen, dass feine Details verschluckt werden. Besonders gut wird das bei der goldenen Schrift über der Türe sichtbar. Die ist nicht mehr ganz so knackig scharf und die Kontur wird ein wenig weicher. In der grünen Haustüre sind erste Störungen (Rauschen) sichtbar. Die grüne Fläche ist nicht mehr ganz so gleichmäßig, sondern ein wenig grieselig. Dieses Grieseln wird bei ISO 1600 noch etwas deutlicher, während sich der Detailverlust in Grenzen hält. Erst bei ISO 3200 ist der nächste deutliche Sprung sichtbar. Sie goldene Schrift über der Haustüre ist nun stark verwaschen und kaum noch zu lesen. Auch die Störungen (Rauschen) nehmen deutlich sichtbar zu. Das betrifft am deutlichsten die dunklen Flächen, etwas weniger deutlich die hellen Bereiche. Sprich: Die XZ-10 rauscht eher in dunklen Bereichen, was auch bei den nächsten Aufnahmen bei schwacher Beleuchtung nochmal gut zu sehen ist. In anderen Tests hatte ich ja bereits darauf hingewiesen, dass jede Kamera ihre Präferenzen hat. Bleibt noch die höchsten ISO-Einstellung von ISO 6400. Hier nehmen die Störungen nur noch leicht zu, auffällig ist allerdings der Verlust an Detailwiedergabe. Die goldene Schrift ist nun kaum noch zu erkennen, geschweige denn zu lesen. Die Fugen zwischen den weißen Ziegelsteinen sind nun auch völlig verschwunden.

Und nun gibt's das Ganze noch mal bei Aufnahmen in dunkler Umgebung. Auch hier erst mal die Gesamtaufnahme mit heruntergerechnter Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten. 

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 800 x 600 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 bis ISO 6400. 

  • Olympus Stylus XZ-10 (1) ISO 100 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (1) ISO 100 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (1) ISO 100 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (2) ISO 200 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (2) ISO 200 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (2) ISO 200 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (3) ISO 400 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (3) ISO 400 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (3) ISO 400 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (4) ISO 800 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (4) ISO 800 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (4) ISO 800 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (5) ISO 1600 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (5) ISO 1600 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (5) ISO 1600 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (6) ISO 3200 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (6) ISO 3200 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (6) ISO 3200 800 x 600
  • Olympus Stylus XZ-10 (7) ISO 6400 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (7) ISO 6400 800 x 600Olympus Stylus XZ-10 (7) ISO 6400 800 x 600

Das Ergebnis ist hier wieder das Gleiche, wie bei den Tageslichtaufnahmen. Deswegen jetzt wieder die Detailansicht.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind ein Ausschnitt in Originalgröße von 800 x 600 Pixel. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 bis ISO 6400.

  • Olympus Stylus XZ-10 (1) ISO 100 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (1) ISO 100 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (1) ISO 100 800 x 600 Detail
  • Olympus Stylus XZ-10 (2) ISO 200 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (2) ISO 200 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (2) ISO 200 800 x 600 Detail
  • Olympus Stylus XZ-10 (3) ISO 400 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (3) ISO 400 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (3) ISO 400 800 x 600 Detail
  • Olympus Stylus XZ-10 (4) ISO 800 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (4) ISO 800 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (4) ISO 800 800 x 600 Detail
  • Olympus Stylus XZ-10 (5) ISO 1600 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (5) ISO 1600 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (5) ISO 1600 800 x 600 Detail
  • Olympus Stylus XZ-10 (6) ISO 3200 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (6) ISO 3200 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (6) ISO 3200 800 x 600 Detail
  • Olympus Stylus XZ-10 (7) ISO 6400 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (7) ISO 6400 800 x 600 DetailOlympus Stylus XZ-10 (7) ISO 6400 800 x 600 Detail
 
Und auch hier ist bis zu einer Empfindlichkeit von ISO 400 das Ergebnis makellos. Guter Kontrast, feine Detailwiedergabe und eine ausgewogene, realistische Farbwiedergabe. Mit steigender ISO-Empfindlichkeit lässt die Detailwiedergabe nach und die Bildstörungen nehmen zu. Gut zu sehen ist das an der feinen Schrift auf dem Etikett. Wieder zu erkennen: Das Bildrauschen fällt in den dunklen Bereichen – etwa zwischen den Flaschen – stärker auf, als auf den hellen Etiketten. 

Trotz der Zunahme der Bildstörungen und nachlassender Detailwiedergabe bei steigender ISO-Empfindlichkeit können sich die Aufnahmen der XZ-10 sehen lassen. Wie bereits erwähnt, gefällt mir die Wiedergabequalität sehr gut – natürlich immer bezogen auf die Größe und Ausstattung der kleinen Olympus. Ich bekomme immer wieder die Frage nach der Bildqualität solcher Kameras gestellt, wobei oft die Frage nach dem Vergleich zu Systemkameras und Spiegelreflexkameras mit einher geht. Ganz klar: Eine solche Kamera für rund 350 Euro (Stand Mai 2013) kann nicht an die Bildqualität einer Spiegelreflex oder Systemkamera rankommen. Deutlich kleinerer Sensor, weniger leistungsstarke Objektive und geringere Leistung des Prozessors, all das sind Gründe für die Unterschiede. Es ist wie beim Auto: Natürlich hat ein neuer Golf GTI eine klasse Fahrleistung, trotzdem kann er nicht mit einem Porsche 911 gleichziehen. Aber soll er das eigentlich? Nein, denn das sind zwei unterschiedliche Klassen – genau wie bei den Kameras. Eine XZ-10 ist eine klasse Immer-dabei-Kamera mit der ich in vielen Situationen sehr gut Bildqualität bekomme – ob's dann auch gute Fotos sind, hängt ja eher vom Fotografen ab. In dieser Liga spielt die XZ-10 ganz weit vorne mit und ist ein gute Empfehlung. Aber klar, im Vergleich mit einer drei- bis fünffach teureren Kamera, kann die XZ-10 natürlich nicht mithalten. 

Die ISO-Reihen und viele weiteren Bilder gibt es auf meinem Flickr-Account in voller Auflösung:
 

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Finale – Mein Fazit

Die Olympus Stylus XZ-10 hat mich überzeugt. Sie ist klein, leicht, sieht gut aus und hat zudem eine klasse Bildqualität samt guter Ausstattung. Wünsche gibt's immer und mehr kann man auch immer in eine Kamera stopfen. Aber was zählt, ist die ausgewogene Ausstattung, bei der keine wesentlichen Wünsche offen bleiben. Die Arbeit mit dem Touchscreen flutscht ohne Probleme, wobei die Navigation in den Menüs nicht per Touchscreen geht. Aber immerhin gibt's die Touchfokussierung und gegebenenfalls auch das Auslösen. Der Zoombereich ist für mich völlig ausreichend und ich kann alle wichtigen Motive damit einfangen. Ob schöne Landschaftsaufnahmen und Panoramen, Porträts, Makro oder Street-Live, alles geht. Dazu gibt's noch einen guten Bildstabilisator und ein Objektiv mit einer feinen Ausgangsblende von f1.8.

An Einstellungen lässt die XZ-10 keine Wünsche offen.Es gibt alle wichtigen Belichtungsprogramme, alles kann ich manuell einstellen, muss es aber nicht. Mit von der Partie sind wieder die klasse ART-Filter, die mir immer wieder Spaß machen. Dazu noch die nette Spaß-Funktion, mit der ich schöne Collagen erstellen kann. Und wem das alles zu viel Spielerei ist, der kommt mit den manuellen Einstellungen und dem RAW-Modus auf seine Kosten. In den individuellen Menüs können zudem zahlreiche Einstellungen vorgenommen werden – ganz nach deinen Wünschen. Eine schnelle Serienbildfunktion rundet das Paket ab. Ach ja, und filmen kann man mit der kleinen XZ-10 auch, immerhin in Full-HD mit 30 Bildern pro Sekunde.

Ach ja, hab's fast vergessen: Trotz der geringen Abmessungen liegt die XZ-10 gut in der Hand. Dank des gummierten Griffs auf der Vorderseite und der kleinen Daumenstütze auf der Kamerarückseite, lässt sich die Olympus sicher halten und auch mit einer Hand problemlos bedienen. Für mich steht fest: Für 350 Euro (Stand Juni 2013) ist die XZ-10 eine gute Wahl. 

Ein umfangreiches Video, in denen alle wichtigen Funktionen und die Bedienung der Olympus XZ-10 genau beschrieben werden, gibt es hier:

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Über die Foto-Bude

Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

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