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Nikon 1 AW1 – Wasserdichte Systemkamera

Hätte man den Gerüchten der letzten Wochen Glauben geschenkt, so hätte Nikon sein Systemkamera-System Nikon 1 (One) sterben lassen. Da sei die Luft raus und Nikon würde die One nicht weiterentwickeln war zu hören. Aber wie das mit Gerüchten nun mal ist: Nicht immer ist was Wahres dran. Und so beweist Nikon eindrucksvoll, dass am Niedergang der One absolut nichts dran ist. Der japanische Kamerahersteller präsentiert mit der AW1 die weltweit erste Systemkamera, die bis 15 Meter Tauchtiefe genutzt werden kann, bis zu einer Fallhöhe von zwei Metern stoßfest ist und gegen Staub geschützt ist. Als einer der ersten Foto-Journalisten habe ich die Nikon 1 AW1 für einen ausführlichen Test bekommen.

Schon beim Auspacken der AW1 fällt mir die extrem solide Verarbeitung der Kamera auf. Klar, sie muss ja auch einiges wegstecken. Das Bajonett an der Kamera ist nicht, wie üblich, mit einem einfachen Deckel geschützt, sondern einem soliden, der bereits auf den umfangreichen Schutz hinweist. Batterie und Speicherkarte wird wie üblich an der Unterseite der Kamera eingelegt. Das Batteriefach ist mit zwei Verschlüssen gegen versehentliches Öffnen gut gesichert. Das gilt auch für den Verschluss des kleinen Fachs auf der linken Kameraseite unter dem sich der HDMI- und USB-Anschluss verbergen.

Das mitgelieferte Zoom-Objektiv hat eine Brennweite von 11 bis 27,5 Millimeter Brennweite. Bei einer Sensorgröße von 13,2 x 8,8 Millimeter und dem sich daraus ergebenden Brennweitenverlängerungsfaktor von 2,7fach entspricht das einer Kleinbildbrennweite von 30 bis 75 Millimeter. Apropos Sensor: In der AW1 sorgen 14,2 Millionen Bildpunkte für die Aufzeichnung der Fotos.

Um den Bajonettring der Kamera ist ein weiterer Ring mit einer Gummidichtung. Das Objektiv muss beim Ansetzen an die Kamera mit ein wenig Druck aufs Bajonett geschoben werden und mit einem Dreh entgegen des Uhrzeigersinns wird es fixiert. Hierbei ist sowohl ein wenig Geschick, als auch Kraft erforderlich. Durch die Gummidichtung muss ich schon etwas kräftiger drehen, bis das Objektiv einschnappt. 

Wichtig: Beim Ansetzen des Objektivs muss jedesmal ganz genau kontrolliert werden, ob die Gummidichtung beschädigt oder verschmutzt ist. Es darf kein Dreck am Gummiring sein. Mit einem weichen leicht angefeuchteten Tuch sollte der Ring gegebenenfalls gereinigt werden. So wie der Gummiring kontrolliert werden muss, muss das Objektiv ebenfalls kontrolliert werden. Auch hier darf sich keinerlei Dreck befinden. Nur wenn du peinlich genau auf Sauberkeit achtest, ist sichergestellt, dass die Kamera auch tatsächlich dicht ist.

Die AW1 liegt gut in der Hand. Ein kleiner Griffsteg an der Vorderseite gibt ein wenig Halt. Ich hätte mir allerdings einen etwas stärker ausgeprägten Griff gewünscht, so dass sie noch etwas besser in meinen großen Händen liegt. Für den Überwassereinsatz kann der übliche Tragegurt an die Kamera angebracht werden. Soll sie unter Wasser genutzt werden, kannst du an der rechten Seite der Kamera eine Schlaufe anbringen. Außerdem gibt es noch eine wasserdichte Tasche sowie eine Silikonummantelung für Kamera und Objektiv. Die gibt's in drei Farben: Orange, Khaki und Schwarz.

Die Kamera wird mit einem großen Knopf auf der Oberseite eingeschaltet. Der ist so groß, dass er auch mit Handschuhen gedrückt werden kann. Das gilt sowohl für Tauchhandschuhe, als auch normale Winterhandschuhe. Denn die Kamera hat noch einen weiteren Outdoor-Pluspunkt: Sie ist bis -10 Grad Celsius kältefest. Auf dem Bildschirm werden zunächst die wichtigsten Aufnahmedaten angezeigt. Der Monitor ist fest in die Kamera eingebaut, hat eine Diagonale von 7,5 Zentimetern und eine Auflösung von 921.000 Bildpunkten. Damit liegt de Bildschirm auf dem Niveau ähnlicher Kompaktkameras. Das Bild wird klar und deutlich angezeigt und die Schrift und Symbol der Menüs sind gut lesbar.

Neben dem Einschalter gibt es auf der Oberseite der Kamera noch den Auslöser und den Videoknopf, mit dem eine Filmaufnahme gestartet wird. Einen Programmwahlknopf gibt es weder auf der Kameraoberseite noch auf der Rückseite. Die einzelnen Programme werden im Menü gewählt. Wie das geht und die übrige Bedienung von der Hand geht – später mehr. Auf der Kamerarückseite befinden sich eine Wipp-Taste zum Einstellen von Blende, Belichtungzeit oder Belichtungskorrektur. Außerdem die MENU-Taste zum Aufruf des Menüs, die Wiedergabe-Taste, die DISP-Taste zum Umschalten der einzelnen Bildschirmansichten, die Löschtaste (Mülleimer) sowie ein Vierwege-Schalter mit OK-Taste im Zentrum. Zusätzlich gibt es noch eine Taste, mit der die Kamera unter Wasser lediglich durch kippen gesteuert werden kann. Allerdings bezieht sich das nur auf das Umschalten der Belichtungsprogramme. Noch ein Wort zur DISP-Taste: Hiermit lassen sich eine elektronische 2D-Wasserwaage sowie ein Kompass einblenden. 

Ebenfalls mit an Bord der AW1 ein eingebauter Blitz und ein GPS-Modul. Was allerdings fehlt ist die Möglichkeit einen externen Blitz anzuschließen. Für Unterwasseraufnahmen bleibt dann nur die Wahl ein Dauerlicht zu nehmen. Erst im Frühjahr wird es für die AW! den Unterwasserblitz SB-N10 geben. Er wird dann wohl über den eingebauten Blitz der Nikon angesteuert. Nähere Informationen folgen noch.

 

 

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TOP 1 – Die Handhabung und die Menüs der Nikon 1 AW1

Wie schon gesagt, liegt die AW1 ganz gut in der Hand. Was mir als erstes auffällt: Es gibt kein Programmwahlrad. Heißt das, die Nikon hat nur ein Belichtungsprogramm? Nein, die Programme werden im Kameramenü umgeschaltet. Und so geht's: Man drücke die Menü-Taste und das Übersichtsmenü erscheint auf dem Bildschirm. Das ist gegliedert in Aufnahmemodus, Wiedergabe, Fotografieren, Filmen, Bildverarbeitung und System.

Fangen wir mit dem Punkt "System" an. Hier lassen sich die Bildschirmeinstellungen vornehmen und eine Gitterlinie einblenden. Außerdem können die Kameratöne inklusive Auslösegeräusch eingestellt werden. Zusätzlich gibt's die Standard wie Zeiteinstellung inklusive Zeitzone, Sprache, Ruhezustand, Kompasskorrektur sowie die Korrektur für Höhen- und Tiefenmesser. 

Weiter geht's mit dem Menüpunkt Filmen. Klar, mit der AW1 kann man auch filmen. Unter dem Punkt "Filmeinstellungen" kannst du zwischen vier Auflösungen wählen: Full-HD mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Bilpunkten und einer Bildwiederholrate von 60i (interlaced = 60 Halbbilder pro Sekunde) oder 30p (progressive = 30 Vollbilder pro Sekunde). Zusätzlich gibt's beide Wiederholraten auch in der kleinen HD-Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten. Die zweite Option im Videomenü betrifft die Einstellung des Mikrofons. Es kann entweder auf automatisches Aussteuern oder in drei Empfindlichkeitsstufen eingestellt werden – und natürlich auch ausgeschaltet werden. Eine Windgeräusche-Unterdrückung kann außerdem zugeschaltet werden. Das war's im Bereich Video.

Folgt der Menüpunkt "Fotografieren". Zunächst lassen sich hier die Bildqualität (JPEG Fine, JPEG Normal, JPEG Basci, NEF (RAW) und NEF(RAW) + JPEG fine) und Bildgröße (L = 4608 x 3071 = 14,3 Megapixel, M = 3456 x 2304 = 8,0 Megapixel und S = 2304 x 1536 = 3,5 Megapixel) einstellen. Eine Verzeichniskorrektur kann für Aufnahmen über oder unter Wasser zugeschaltet werden. Weiterhin kann wie üblich zwischen den sRGB- und Adobe-RGB-Farbraum gewählt werden. Für Langzeitbelichtungen lässt sich eine Rauschunterdrückung zuschalten. Als letzter Punkt kann das integrierte Autofokus-Hilfslicht zugeschaltet werden. Ist die Standard-Programmautomatik oder eine der manuellen Belichtungsprogramme A, S oder M gewählt, können zusätzlich noch weitere Funktionen eingestellt werden. Das sind vor allem der Fokusmodus (AF-A = AF-Automatik, AF-S = Einzel-AF, AF-C = Kontinuierlicher AF und MF = Manueller Fokus) und die Autofokus-Messfeldsteuerung. Hier kannst du zwischen Automatischer Messfeldsteuerung, Einzelfeld und Motivverfolgung wählen. Wie sich mit den unterschiedlichen Einstellungen in Praxis arbeiten lässt werde ich später noch beschreiben. Zuschalten lässt sich außerdem noch eine Porträtautomatik sowie das Active D-Lighting. Dabei werden sehr helle Bereiche des Bildes etwas abgedunkelt sowie extrem dunkle Bereiche etwas aufgehellt und so eine gleichmäßigere Belichtung bei extrem hohen Kontrasten erreicht.

Wie schon erwähnt hat die AW1 kein Programmwahlrad. Die Einstellung der Belichtungsprogramme geht im Menü unter dem Punkt "Aufnahmemodus". Zur Wahl stehen hier der Bewegter Schnappschuss mit den Themen Schönheit, Wellen, Entspannung und Zärtlichkeit. Dabei nimmt die Nikon einen kurzen Film vor und nach dem Auslösen auf. Wie lange, kann im Menüpunkt Fotografieren eingestellt werden – entweder 1,0 Sekunden vor und 0,6 Sekunden nach dem Auslösen oder 1,6 Sekunden vor dem Auslösen und 0 Sekunden danach. Das ist allerdings erst möglich wenn das Belichtungsprogramm Bewegter Schnappschuss gewählt ist.

Nächster Punkt im Aufnahmemodus: Best Moment Capture. Hierbei macht die Kamera vor und nach dem Auslösen insgesamt fünf Aufnahmen in sehr schneller Folge, aus denen man dann später das perfekte Bild wählen kann. Unter dem Punkt Automatik können verschiedene Einstellungen gewählt werden. So kann beispielsweise die Hintergrundunschäfe oder die Bewegungsschärfe den Anforderungen angepasst werden.

Nächster Punkt ist der Aufnahmemodus Creative. Hier gibt es die klassichen Belichtungsprogramme P (Programm), S (Shutter = Verschluss = Vorwahl der Belichtungszeit), A (Aperture = Blende = Vorwahl der Blende) und M (Manuelle Einstellung von Blende und Belichtungszeit). Zusätzlich gibt es nicht die Programme Unterwasser (Standard, Gerätetauchen, Nahaufnahme), Nachtaufnahme, Nachtporträt, Gegenlicht, Einfach-Panorama, Weichzeichnung, Miniatureffekt und Selektive Farbe (12 Farbtöne). Im Belichtungsprogramm Unterwasser lässt sich die Farbe einfach korrigieren.

Neben diesen Menüpunkten gibt es noch den Punkt "Bildverarbeitung". Ich persönlich finde den ziemlich verwirrend, denn eigentlich stelle ich mir darunter das vor, was ich unter dem weiteren Menüpunkt "Wiedergabe" bekomme: Diashow, Schützen, Bewerten, Drucken, Verkleinern, Beschneiden, Porträt-Zoom und Löschen. Tatsächlich sind sich unter der "Bildverarbeitung" unter anderem die Punkte Weißabgleich, ISO-Empfindlichkeit und Picture Control.

Beim Weißabgleich kann zwischen Automatisch, Unterwasser, Kunstlicht, Leuchtstofflampe. Direktes Sonnenlicht, Blitzlicht, Bewölkter Himmel, Schatten und Eigener Messwert (PRE) gewählt werden. Bei PRE erfolgt die Kalibrierung auf ein weißes Blatt Papier.

Die ISO-Empfindlichkeit kann zwischen ISO 160 und ISO 6400 gewählt werden. Zusätzlich stehen drei Auto-ISO-Varianten zur Wahl: ISO 160 bis ISO 800, ISO 160 bis ISO 3200 und ISO 160 bis ISO 6400. Bei diesen Einstellungen legt die Kamera – je nach Lichtsituation – die ISO-Empfindlichkeit automatisch in den gewählten Grenzen fest.

Den Begriff "Picture Control" finde ich ein wenig missverständlich, denn tatsächlich verbirgt sich dahinter die Farbeinstellung oder der Bildstil: Standard, Neutral, Brillant, Monochrom, Porträt und Landschaft. Alle Farbeinstellungen können zusätzlich individuell angepasst werden in den Punkten Scharfzeichung, Kontrast, Helligkeit, Fabsättigung und Farbton. In der Einstellung Monochrom (Schwarz-Weiß) fallen die Punkte Farbsättigung und Farbton weg und werden stattdessen durch Filtereffekt (Y = Yellow = Gelb, O = Orange, R = Rot und G- Grün) sowie Tonen ersetzt. Bei Tonen stehen neun Farben zur Wahl inklusive Sepia und Blau – bei allen kann die Intensität zusätzlich verändert werden. 

 
 
 
 
 
 
 
 
   

Im Prinzip ist in den Menüs der Nikon 1 AW1 alles wichtige enthalten. ich finde einige Punkte allerdings ein wenig versteckt, wie beispielsweise die Einstellung der ISO-Empfindlichkeit, des Weißabgleichs und des Bildstils. Hier hätte ich mit eine etwas einfachere Menüstruktur gewünscht, in der alle für die Aufnahme relevanten Einstellungen unter einem Menüpunkt zusammengefasst sind. Leider gibt es auch keine Funktionstaste, die sich individuell belegen lässt, so dass ich wichtige Einstellungen schnell mit einem Knopfdruck aufrufen können.

Kommen wir nun zur Arbeit mit der Kamera. Wie die Einstellungen der Programme und wichtigsten Parameter vorgenommen werden, habe ich ja bereits beschrieben. Die Navigation innerhalb der Menüs geht mit dem Vierwegeschalter und bestätigt wird mit der OK-Taste im Zentrum. Ein Drehrad hat die AW1 nicht mit dem die Veränderung einzelner Werte etwas schneller klappen würde. Ich finde die Tasten liegen teilweise etwas nach beieinander und sind recht klein. Schon jetzt habe ich mit meinen großen Händen manchmal Schwierigkeiten, die Tasten sicher zu treffen. Ein Test mit Handschuhen steht noch aus und das Ergebnis wird umgehend nachgereicht.

Neben den Kameraeinstellungen sind zum einen die Positionierung des Autofokuspunktes und die Belichtungskorrektur zwei wichtige Funktionen. Ist als Autofokus-Modus die Variante Einzelfeld gewählt, wird das Feld auf dem Bildschirm zunächst in der Mitte angezeigt. Um das Feld zu verschieben, reicht es die OK-Taste zu drücken und dann per Vierwegeschalter den gewünschten Punkt anzusteuern. Das Feld kann bis in die Ecken des Monitors verschoben werden. Das geht flott und man kann sich die Funktion gut merken. Da gibt es andere Kamerahersteller, bei denen das deutlich komplizierter geht.

Praktisch genauso schnell lässt sich eine Belichtungskorrektur ausführen. Einfach die rechte Taste des Vierwegeschalters drücken und dann per oberer und unterer Taste des Vierwegeschalters die Korrektur ausführen. Einmal die OK-Taste antippen und der Wert ist gespeichert. Ähnlich wird die Serienbildfunktion und der Selbstauslöser aktiviert, einziger Unterschied: Es muss zunächst die linke Taste des Vierwegeschalters gedrückt werden. 

Ach ja, wenn ich schon beim Vierwegeschalter bin, noch ein Trick zum Umstellen des Belichtungsprogramms:

Statt das Belichtungsprogramm über den Umweg über das Hauptmenü einzustellen. reicht ein Druck auf die obere Taste des Vierwegeschalters, die mit "F" beschriftet ist. Dann gelangt man sofort ins Menü für den Aufnahmemodus und kann das gewünschte Programm schnel wählen.

Bleibt noch die Frage: Wie stelle ich die Belichtungswerte bei den halbautomatischen Belichtungsprogrammen A und S sowie bei der manuellen Einstellung M ein? Blende beziehungsweise Belichtungszeit werden in den Programmen A und S mit dem kleinen Wippschalter über der Daumenstütze eingestellt. Im Modus M wird der Werte ebenfalls darübe eingestellt, um zwischen Blende und Belichtungszeit zu wechseln, muss nur einmal die rechte Taste des Vierwegeschalters – die Belichtungskorrektur – gedrückt werden. Welcher Wert gerade aktiv ist, wird einmal kurz angezeigt, indem die entsprechenden Ziffern grün angezeigt werden.

Und wenn ich schon bei Blende und Belichtungszeit bin: Die Belichtungszeit kann zwischen 30 Sekunden und 1/16000 Sekunde eingestellt werden, die Blende beim mitgelieferten Standardzoom-Objektiv zwischen f3.5 (Weitwinkel) beziehungsweise f5.6 (Tele) und f16 gewählt werden.

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TOP 2 – Schutz gegen Wasser und Schmutz

Nach Bedienung und Beschreibung der Menüs, steht – neben der Bildqualität – der wichtigste Punkt auf dem Prüfstand: Der Schutz gegen Wasser und Schmutz. Da ich zur Zeit auf der Insel bin und die Kamera dort testen kann, was liegt näher als die AW1 einfach mal in der Nordsee zu versenken. Da ich kein Taucher bin, kann ich das allerdings nur am Ufer machen. Also packe ich die Nikon 1 AW1 an den Strand und warte auf die ersten Wellen. Andere Urlauber sehen mit Entsetzen, wie ich die Nikon dem für andere Kameras tödlichen Meerwasser aussetze. Und schon rollt die erste Welle übe die Kamera und die zweite – ups, fast wäre sie in den Tiefen der Nordsee verschwunden, aber mit einem beherzten Sprung kann ich sie vor dem Verschwinden retten. Erste Kontrolle: Einschalten, fotografieren – KLAPPT. Die Frontlinse der AW1 scheint nanoversiegelt zu sein, denn das Wasser perlt perfekt ab und es bleiben keinerlei Rückstände auf der Frontlinse. 

Den ersten Test hat die Nikon also schon mal gut überstanden. Sicher, 15 Meter habe ich nicht erreicht aber schon mal einen schönen Schleudergang der Nordseewellen. Jetzt wird's noch spannender. Mein kleiner Hund Olsen buddelt ja mit großer Begeisterung am Strand – und zwar nach allem, was ihm vor die Schnauze kommt. Wie war das mit der Stoßfestigkeit? Zwei Meter ... der Sandstrand ist weich, da gehen bestimmt auch ein paar mehr Meter. Also: Olsen sitz! Und die Kamera in ein paar Meter Entfernung in den Sand schmeißen. Hol! Und schon rennt Olsen los und buddelt rund um die Kamera. Nach ein paar Minuten ist das Loch so groß, dass die AW1 darin verschwindet. Immer wieder kratzen die Pfoten über die Kamera und ein ist mit Sand paniert, wie ein Wiener Schnitzel mit leckerer Pannade. Bevor die Kamera komplett verschwindet, rette ich sie vor Olsen. Jetzt kurz in Salzwasser abspülen – auch hier wieder entsetzte Blicke der anderen Urlauber am Strand. Und – funktioniert. Ein bisschen Sand bleibt zwar in den Fugen zurück, das tut der Funktionalität aber keinen Abbruch. 

WICHTIG!! Nach jeder Salz-Wasser-Nutzung der Kamera muss sie gründlich gereinigt werden. Dazu wird sie mit warmen Wasser gründlich abgespült. Die Fugen können dabei mit einer WEICHEN Bürste oder einem WEICHEN Pinsel gereinigt werden. Die Borsten dürfen auf keinen Fall hart sein, da sonst der Kontrollbildschirm zerkratzt werden können. Achte peinlich genau darauf, dass kein Sand in den Fugen zurückbleibt. Wisch die nach dem Salz-Wasser-Einsatz getrocknete Kamera keines falls mit einem Lappen ab, bevor bevor du sie abgespült hast. Nach dem Trocknen bleiben feine Salzkristalle auf der Oberfläche, die die Kamera – speziell den Kontrollbildschirm – zerkratzen können. Nach dem Abspülen und Reinigen kannst du die Kamera mit einem weichen Tuch abtrocknen. 

Auf einen wichtigen Punkt möchte ich noch hinweisen: Laden Sie den Akku vor der Fototour vollständig auf. Denn ist die Kamera dreckig und nass, ist ein Akku- und Speicherkartenwechsel nicht ohne weiteres möglich. Die Dichtung am Akkufach muss absolut sauber sein, wenn es wieder geschlossen wird. Schon ein winziges Sandkorn reicht, damit bei einem Unterwasser-Einsatz Wasser ins Akkufach eindringt. Gleiches gilt übrigens auch bei einem Objektivwechsel. Auch hier muss das Bajonett sowohl an der Kamera- als auch Objektivseite absout sauber sein. Ach ja – auch wenn es eigentlich selbstverständlich ist: Das Objektiv kann unter Wasser nicht gewechselt werden. Vor dem Sensor ist zwar eine zusätzliche Schutzscheibe, damit Dreck, der in die Kamera gelangt, nicht auf dem Sensor landet, aber ein Schutz vor Wasser ist das nicht. Zudem müssen die elektrischen Kontakte für die Steuerung des Autofokus-Motors im Objektiv trocken sein, damit es nicht zu Kurzschlüssen kommt.

Ein paar Beispielbilder vom Strand.

Für eine Großansicht der Aufnahmen bitte auf das Bild klicken. 

  • Nikon 1 AW1 Muschel unter WasserNikon 1 AW1 Muschel unter WasserNikon 1 AW1 Muschel unter Wasser
  • Nikon 1 AW1 Stein unter WasserNikon 1 AW1 Stein unter WasserNikon 1 AW1 Stein unter Wasser
  • Nikon 1 AW1 halb im WasserNikon 1 AW1 halb im WasserNikon 1 AW1 halb im Wasser
 

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TOP 3 – Sensor und Bildqualität

Wie bereits erwähnt, arbeitet in der Nikon AW arbeitet Sensor mit 14 Megapixeln. Er hat eine Größe von 13,2 x 8,8 Millimetern und damit eine Diagonale von 15,9 Millimetern. Verglichen mit einem Vollformatsensor (36 x 24 mm), der eine Diagonale von 43,3 Millimetern hat, entspricht das einem Brennweitenverlängerungsfaktor von 2,7fach. Für das Kit Objektiv 11 bis 27,5 Millimeter heißt dass, das das Objektiv übertragen auf das Kleinbildformat eine Brennweite von 30 bis 75 Millimeter. Die höchst mögliche ISO-Einstellung beträgt ISO 6400. Dass der Wert nicht größer ist, liegt vor allem an dem kleinen Sensor. Sicher wären höhere Werte möglich, dann würden die Bildstörungen jedoch deutlich zunehmen. Insofern ist der Schritt von Nikon nachvollziehbar, den Wert auf ISO 6400 zu begrenzen, statt schlechte Bilqualität zu riskieren. Und wie sieht das Ergsbnis nun aus? Ich habe mit der AW1 wieder eine ISO-Reihe bei tageslicht gemacht. Wie in den anderen Tests zeige ich zunächst das auf eine Auflösung von 1200 x 800 Bildpunkten heruntergerechnete Ergebnis und dann einen Ausschnitt in Originalgröße. Zusätzlich gibt es die Testbilder in voller Auflösung auf meinem Flickr-Konto.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 800 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 160 bis ISO 6400.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten 
  • Nikon 1 AW1 (1) ISO 160 f8.0 1-400s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800Nikon 1 AW1 (1) ISO 160 f8.0 1-400s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800Nikon 1 AW1 (1) ISO 160 f8.0 1-400s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800
  • Nikon 1 AW1 (2) ISO 200 f8.0 1-500s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800Nikon 1 AW1 (2) ISO 200 f8.0 1-500s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800Nikon 1 AW1 (2) ISO 200 f8.0 1-500s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800
  • Nikon 1 AW1 (3) ISO 400 f8.0 1-1000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800Nikon 1 AW1 (3) ISO 400 f8.0 1-1000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800Nikon 1 AW1 (3) ISO 400 f8.0 1-1000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800
  • Nikon 1 AW1 (4) ISO 800 f8.0 1-1600s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800Nikon 1 AW1 (4) ISO 800 f8.0 1-1600s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800Nikon 1 AW1 (4) ISO 800 f8.0 1-1600s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800
  • Nikon 1 AW1 (5) ISO 1600 f11 1-2000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800Nikon 1 AW1 (5) ISO 1600 f11 1-2000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800Nikon 1 AW1 (5) ISO 1600 f11 1-2000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800
  • Nikon 1 AW1 (6) ISO 3200 f16 1-2000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800Nikon 1 AW1 (6) ISO 3200 f16 1-2000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800Nikon 1 AW1 (6) ISO 3200 f16 1-2000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800
  • Nikon 1 AW1 (7) ISO 6400 f16 1-4000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800Nikon 1 AW1 (7) ISO 6400 f16 1-4000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800Nikon 1 AW1 (7) ISO 6400 f16 1-4000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800

In der reduzierten Auflösung sin bis zu einer Empfindlichkeit von ISO 400 kaum Bildstörungen zu erkennen. Auch bei ISO 800 sind die kaum zu sehen. Ein minimaler Verlust an Detailwiedergabe ist in den Blättern zu sehen. Die werden nicht mehr ganz so präzise wiedergegeben, in den niedrigen ISO-Werten. Be ISO 1600 wird das etwas deutlicher sichtbar. Sowohl die Schrift über der Türe, als auch die Blätter werden nun nicht mehr ganz so detalliert wiedergegeben. Allerdings ist das Bildergebnis immer noch gut und für normale Abzüge völlig ausreichend. Die Farbwiedergabe ist generell sehr ausgeglichen und naturgetreu. Der Kontrastumfang ist gut, wobei in den strahlend hellen Bereichen des Bildes ein wenig Zeichnung fehlt. Die Fugen zwischen den Steinen sind nicht mehr zu erkennen. Allerdings ist das auch eine Aufgabe, die nur die wenigsten Kameras meistern und zusätzlich eine präzise Belichtung erfordert. Bei ISO 3200 sind nun Bildstörungen (Rauschen) sichtbar. Außerdem nimmt die Detailweidergabe weiter ab. Die Schrift über der Haustüre ist nun nur noch schwer lesbar. In der höchsten ISO-Einstellung von ISO 6400 sind nun deutliche Bildstörungen zu erkennen und weiterer Detailverlust. Deutlicher sind die Unterschiede in den Original-Ausschnitten zu erkennen.

Es folgen die Bildausschnitte in voller Auflösung von 1200 x 800 Bildpunkten. Die Bilder sind nicht bearbeitet (OOC = Out Of Camera = Direkt aus der Kamera) sondern ledglich beschnitten. Es handelt sich um JPEG-Aufnahmen, bei denen sämtliche elektronische Hilfen der Kamera ausgeschaltet sind.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder haben eine Größe von 1200 x 800 Pixel und sind Original-Ausschnitte. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 160 bis ISO 6400.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten 
  • Nikon 1 AW1 (1) ISO 160 f8.0 1-400s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 DetailNikon 1 AW1 (1) ISO 160 f8.0 1-400s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 DetailNikon 1 AW1 (1) ISO 160 f8.0 1-400s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 Detail
  • Nikon 1 AW1 (2) ISO 200 f8.0 1-500s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 DetailNikon 1 AW1 (2) ISO 200 f8.0 1-500s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 DetailNikon 1 AW1 (2) ISO 200 f8.0 1-500s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 Detail
  • Nikon 1 AW1 (3) ISO 400 f8.0 1-1000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 DetailNikon 1 AW1 (3) ISO 400 f8.0 1-1000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 DetailNikon 1 AW1 (3) ISO 400 f8.0 1-1000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 Detail
  • Nikon 1 AW1 (4) ISO 800 f8.0 1-1600s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 DetailNikon 1 AW1 (4) ISO 800 f8.0 1-1600s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 DetailNikon 1 AW1 (4) ISO 800 f8.0 1-1600s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 Detail
  • Nikon 1 AW1 (5) ISO 1600 f11 1-2000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 DetailNikon 1 AW1 (5) ISO 1600 f11 1-2000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 DetailNikon 1 AW1 (5) ISO 1600 f11 1-2000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 Detail
  • Nikon 1 AW1 (6) ISO 3200 f16 1-2000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 DetailNikon 1 AW1 (6) ISO 3200 f16 1-2000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 DetailNikon 1 AW1 (6) ISO 3200 f16 1-2000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 Detail
  • Nikon 1 AW1 (7) ISO 6400 f16 1-4000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 DetailNikon 1 AW1 (7) ISO 6400 f16 1-4000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 DetailNikon 1 AW1 (7) ISO 6400 f16 1-4000s Nikkor AW 11-25.5mm 1200 x 800 Detail

Auch in der Originalauflösung sind bis zu einer Empfindlichkeit von ISO 400 keine Bildstörungen sichtbar. Auch ein nenneswerter Detailverlust ist nicht erkennbar. Wie schon bei den Aufnahmen mit reduzieter Auflösung ist zu sehen, dass die Farbwiedergabe gut und naturgetreu ist. Und auch hier: Der Kontrastumfang, der wiedergegeben wird ist gut, allerdings werden in den sehr hellen Bereichen des Bild feine Helligkeitsunterschiede unterschlagen. Hier ist eine feine manuelle Abstimmung der Belichtung erforderlich, um ein möglichst perfektes Ergebnis zu bekommen. Wird die Aufnahme etwas knapper belichtet (Minus-Korrektur), so gehen allerdings feine Unterschiede in den dunklen Bereichen verloren. Hier eine ausgewogenen Belichtung zu finden erfordert ein wenig Erfahrung mit der Kamera.

Bei ISO 800 werden die ersten feinen Bildstörungen (Rauschen) sichtbar. Damit einher geht ein leichter Detailverlust. Der ist allerdings noch nicht wirklich störend. Deutlicher werden die Störungen erst bei ISO 1600. Der Detailverlust ist sowohl bei der goldenen Schrift über der Haustüre zu sehen, als auch bei den Blättern links neben der Türe. Feine Strukturen werden nicht mehr so präzise wiedergegeben, wie bei niedrigeren ISO-Werten. Gut zu sehen ist der Detailverlust auch im Fenster rechts neben der Türe. Im unteren linken Element sind die Öffnunszeiten zu lesen. Bei ISO 1600 sind die Zeilen kaum noch zu erkennen, während sie in den niedrigen ISO-Werten noch zu erkennen sind. Ebenfalls stärker sichtbar werden die Bildstörungen (Rauschen) bei ISO 1600. Allerdings wirkt das Rauschen noch nicht als sonderlich störend. Nikon hat sich hier für ein "weiches" Rauschen entschieden, nimmt damit eine etwas schlechtere Detailwiedergabe hin. Bei ISO 3200 ist das Rauschen ein wenig deutlicher sichtbar, einhergehend mit verringerter Detailwiedergabe. Gut zu erkennen ist das an der leicht verwaschenen goldenen Schrift über der Haustüre. Die Blätter links neben der Haustüre wirken nun ein wenig "weich" – wie aus Wachs. Außerdem ist die Aufnahme etwas heller, als die mit niedrigerer ISO-Einstellung. Auch das ein Beispiel dafür, seine Kamera möglichst gut zu kennen, um das Optimum an Bildqualität herauszuholen. Wer seine Kamera gut kennt, kann in solchen Situationen mit einer entsprechenden Belichtungskorrektur das Bildergebnis verbessern. Deutlich wird der Detailverlust bei ISO 6400 sichtbar. Die Schrift ist nun noch undeutlicher zu sehen und die Blätter haben noch weniger Struktur. Nikon tut gut daran, diesen Wert als maximale ISO-Empfindlichkeit zu nehmen. Eine weitere Steigerung wäre nicht sinnvoll.

Insgesamt ist die Bildqualtät der Nikon 1 AW1 gut. Trotz des kleinen Bildsensors kann die wasserdichte Systemkamera bis zu einer ISO-Empfindlichkeit von ISO 400 überzeugen. Selbst bei ISO 800 und ISO 1600 sind die Ergbenisse noch gut. Allerdings sollte man hier berücksichtigen, mit welchem Ziel hier fotografiert wird. Sollen davon Großabzüge gemacht werden, sollte ISO 400 das Maximum sein. Für kleine Abzüge, die Darstellung auf einem TV-Bildschirm und Internetseiten, reicht die Qualität jedoch völlig aus. Zumal ja noch die Option besteht, die Aufnahmen im RAW-Format (Nikon nennt das NEF) zu speichern und anschließend auszuarbeiten. Wichtig bei der Nikon ist eine präzise Belichtungssteuerung bei sehr kontrastreichen Motiven. 

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Mein Fazit

Wasser, Sand, Dreck, Regen, Eis und Schnee – der Nikon 1 AW1 kann das nichts anhaben. Mit der Neuen beweist Nikon einmal mehr, dass es immer wieder Neuheiten gibt, mit denen man sich von anderen Herstellern absetzen kann. Die AW1 ist die erste Systemkamera, die bis 15 Meter Tauchtiefe wasserdicht ist, gegen Staub und Dreck geschützt ist, bis -10 Grad Celsius genutzt werden kann und die auch ein paar kräftige Stöße aushält. Sicher ist die AW1 kein Massenprodukt, aber es gibt genug Fotografen, die bei widrigen Wetterverhältnissen fotografieren und ihre Kamera nicht wie ein rohes Ei behandeln möchten. 

Aber auch wer bei Outdoor-Aktivitäten wie Segeln, Surfen, Skifahren, Snowboarde oder Mountainbiken nicht auf eine gute Kamera verzichten möchte, bekommt mit der AW1 genau die Richtige. Sie ist robust und liefert bei Tageslicht bis ISO 400 eine klasse Bildqualität, die in dieser Klasse keine Wünsche offen lässt. Das im Kit mitgelieferte Zoom-Objektiv deckt einen guten Brennweitenbereich ab. Für Weitwinkel-Aufnahmen gibt es zusätzlich noch das 10mm-Objektiv, entsprechend 28 Millimeter Kleinbildformat. Einzig bei der Bedienung hätte Nikon noch stärker auf Einhand-Bedienung setzen können. Wer mit Handschuhen fotografiert, würde sich über ein paar mehr Funktionen freuen, die mit Drehen, Wackeln und Klopfen einzustellen sind. Und: Eine noch einfachere und klarere Menüstruktur wäre ebenfalls wünschenswert. 

Mir hat die AW1 sehr viel Spaß gemacht und es lassen sich auch für Nicht-Taucher tolle Perspektiven entdecken, die man mit einer normalen Kamera nicht entdecken würde. Nikon ist mit der AW1 auf dem richtigen Weg und wird sicher zahlreiche Käufer finden, die für ihre Outdoor-Einsätze eine robuste und gute Kamera suchen.

Klar hat das Ganze seinen Preis:

- Die Nikon 1 AW1 mit dem Nikkor AW 11-27,5 mm kostet im Kit 799 Euro
- Die Nikon 1 AW1 mit dem Nikkor AW 11-27,5mm und dem Nikkor AW 10mm kosten im Doppel-Kit 1019 Euro
- Das Nikkor AW 10mm f2.8 kostet allein 319 Euro

Wenn man diese Preise mit eine Kombination aus guter Kompaktkamera plus Unterwassergehäuse vergleicht, liegt beides auf etwa dem gleichen Niveau. Aber das Unterwassergehäuse ist deutlich klobiger und die Bedienung nicht so komfortabel.

Plus- und Minus-Punkte der Nikon 1 AW in der Übersicht:

Vorteile
  • wasserdicht bis 15 Meter Tauchtiefe
  • stoßfest bis zu einer Fallhöhe von zwei Metern
  • frostsicher bis -10 Grad Celsius
  • eingebautes GPS-Modul, Kompass und Tiefen-/Höhen-Messer
  • eingebaute elektronische Wasserwaage
  • Panorama-Funktion
  • gute Bildqualität
Nachteile
  • kein optischer oder elektronischer Sucher
  • kein Klappmonitor
  • kein Blitzschuh für externen Blitz

 

 

 

Hier gibt's die Bilder zur
Nikon 1 AW1

 

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Über die Foto-Bude

Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

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