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Leica M-E – Messsucherkamera

*Prolog I* Es gibt Autos, von denen träumt man schon als Kind. Und es gibt Kameras, durch deren Sucher man einmal blicken und den Auslöser sanft herunterdrücken möchte, um das satte Geräusch des Verschlusses zu hören. Was bei den Autos meist ein Porsche ist, ist bei bei den Kameras eine Leica. Als ich vor kurzem die Fujifilm X-E1 getestet habe, bekam ich einige Mails von Lesern, die fragten, ob ich diese Kamera nicht mal einer Leica gegenüberstellen könne. Seitdem lässt mich dieser Gedanke nicht los und ich fand die Idee, endlich eine Leica zu testen, aufregend. Aber wie sollte ich als kleines Licht im Foto-Internet-Dschungel, als Newcomer und Start-Up an eine Leica kommen? Ganz einfach: Mit freundlicher Unterstützung von Leica. *Prolog-Ende*

Und so war es dann endlich soweit: Das Paket mit der Leica M-E und zwei Objektiven, einem Summarit-M 50mm/f2.5 und einem Super-Elmar-M 21mm/f3,4 erreichte die Foto-Bude. Während ich die Kartons anderer Kameras meist im vorbeigehen aufreiße, um an das Stück optischer Elektronik heranzukommen, zelebriere ich das Auspacken der M-E. Das gute Stück ist nicht in einem schnöden Pappkarton mit Wellpapp-Einlage verpackt, sondern in einem hochwertigem, edlen Verpackungs-Element aufbewahrt. Ganz so, wie man es von einem optischen Instrument jenseits der 5000 Euro-Marke erwartet. Bei einem Porsche ist das übrigens nicht viel anders. Mit dem einzigen Unterschied: für den PS-Boliden bekommt man eine persönliche Einweisung, bei der Leica bleibt es beim Studium der Bedienungsanleitung. Wobei die durchaus literarische Qualitäten hat und dem typografisch anspruchsvollen Leser Freude bereitet.

Nach wenigen Minuten des Genusses erreicht die Auspack-Orgie ihren Höhepunkt. Langsam öffne ich den Deckel des inneren Kartons, in dem sich das Wunderwerk opto-mechanischer Handwerkskunst befindet. Und dann ist er da, der Moment, in dem ich die Leica in Händen halte. Ein Gefühl der Ehrfurcht und Erwartung durchströmt mich. Schwer und gut liegt die M-E in der Hand. Mit sicherem Griff umfasse ich das lederüberzogene Gehäuse. Verdammt schwer fühlt sich die Leica an. Aber nicht, dass es unangenehm wäre, nein gar nicht. So strahlt die M-E etwas solides, wertiges aus. Man kommt so erst gar nicht auf die Idee, an irgendwelchen Hebelchen zu wackeln, nur um zu prüfen, ob sie auch ja kein zu großes Spiel haben.

Beim Design macht Leica keine Experimente – außer vielleicht mal bei der Farbgebung. Die Leica hat eine klare, einfache Formgebung ohne Schörkel. Auch nach Jahren der fotografischen Entwicklung kann man eine Leica sofort an der Formgebung erkennen. Vielleicht auch das ein Teil des Erfolgsgeheimnisses und Mythos' Leica.

Nach der Kamera wartet nun das Objektiv darauf, aus der dunklen Verpackung das Licht der Welt zu erblicken. Vorsichtig gleitet das 50mm Summarit in meine Hand. Es fühlt sich gut an – schwer und edel und beileibe kein Leichtgewicht. Ich entferne die Deckel an Kamera und Objektiv. Mit einem satten "klack" rastet das Objektiv im Bajonett der M-E ein. Es scheint, als bilden Kamera und Objektiv eine nicht mehr zu trennende Verbindung. Was nun noch fehlt sind Akku und Speicherkarte. Während das Einlegen des Energiespeichers bei den meisten Kameras zum schnöden Deckel-auf-und-zu verkommt, wird selbst das bei der M-E mit Genuss zelebriert. Mit einer 90-Grad-Drehung am seidig weich laufenden und griffigen Verschluss auf der Kameraunterseite öffne ich die stabile Bodenplatte. Allein deren solide Verarbeitung würde reichen, damit MacGyver daraus eine Allzweckwaffe basteln könnte. Sanft gleitet der Akku in das dafür vorgesehen Fach und rastet satt ein. Gleiches gilt für die Speicherkarte. Ich komme mir schon fast schäbig vor, in eine solche Kamera eine schnöde Panasonic-SD-Karte zu schieben. Ich würde mir wünschen, dass Leica hier nachbessert und der M-E eine eigene SD-Karte spendiert. Eine schwarze, mit Leica-Schriftzug – eine, die dem Design und Mythos der Leica angemessen ist. 

Nun ist er gekommen, der Moment, in dem ich den griffigen Einschaltknopf von OFF auf S drehe. Es ist das gleiche Gefühl, das man hat, wenn man das erste mal den Zündschlüssel in einem 89er Porsche umdreht und das sonore Blubbern des luftgekühlten Aggregats die Ohren des Fahrers erfreut. Sanft gleitet der Einschaltknopf auf S und mit einem kurzen Aufleuchten signalisiert ein rotes Licht auf der Kamerarückseite, dass die M-E dem Fotografen zu Diensten steht. Kein hektisches piepen, pfeifen oder rattern, keine animierten Videos auf dem Kontrollbildschirm – nur das bescheidene Leuchten einer roten LED. 

Vor dem ersten Blick durch den Sucher, werfe ich einen Blick auf die Menüs. Es ist wie bei einem guten Essen, bei dem man sich auch das Beste bis zum Schluss aufhebt. Ein Druck auf die Taste "MENU" und der Kontrollmonitor leuchtet auf. Mit dem großen und griffigen Vierwegeschalter navigiere ich durch das Menü. Dieses Menü verdient den Ausdruck navigieren: Außer dem leisen und unaufdringlichen Klick, das die Mechanik des Schalters produziert, schweigt die M-E. Kein nerviges piepen oder andere elektronisch verstärkte Geräusch-Belästigungen stören das Verhältnis zwischen Fotograf und Kamera. Die Menüs sind gestaltet wie die Kamera: Klar, deutlich und verständlich. Den Kamera-Kapitän erwarten keine tief verzweigten und unübersichtlichen Strukturen, sondern schnörkellose Präzision. Mit gerade mal 27 Punkten wird der Fotograf konfrontiert – mehr ist nicht erforderlich, um eine M-E seinen Anforderungen anzupassen. Schnell sind Uhrzeit und Datum eingestellt. Ein Druck auf die SET-Taste reicht und mit einem Dreh am griffigen Rad sind schnell und sicher die passenden Zahlen gewählt. 

Mit Bedacht gleitet der Sucher vor die Pupille meines Auges. Er gibt den Blick auf mein Motiv frei – hell, klar, deutlich. Der Leuchtrahmen zeigt mir den Ausschnitt, den das 50mm-Objektiv aufnimmt. In der Mitte das Messfeld für die Entfernungseinstellung – aufgeräumt und schnörkellos. Während ich die Leica mit der rechten Hand sicher halte, findet meine Linke den Fokussierhebel am Objektiv. Ohne nennenswerten Druck gleitet er in die richtige Position. Im Sucher schieben sich die beiden Bilder im Messfeld übereinander und signalisieren mir, dass die maximale Schärfe erreicht ist. Ein sanfter Dreh am Blendenrad und der gewünschte Wert 5.6 ist eingestellt. Am großzügig dimensionierten Belichtungszeiten-Drehrad wähle ich die Einstellung A für Automatik. Damit überlasse ich der Leica die Messarbeit. Nach einem leichten Druck auf den Auslöser signalisieren mir rote Ziffern im Sucher die Belichtungszeit von 1/250 Sekunde. Bedächtig bewegt sich der Finger auf dem Auslöser nach unten – und dann höre ich es: Das Auslösegeräusch einer Leica. Man kann nur schwer beschreiben, wie das dem Trommelfell schmeichelt und sich ins auditive Gedächtnis einbrennt – man muss es gehört haben. Ein kurzes blinken der roten Leuchte auf der Kamerarückseite signalisiert, dass die Leica das einfallende Licht in Binär-Daten umgewandelt und auf der SD-Karte gespeichert hat. Man gerät in Versuchung, den Filmspannhebel zu suchen und die Leica fürs nächste Bild vorzubereiten.

Und nun? Nun folgt der schnöde Test-Alltag. Wobei – was kann man an einer M-E eigentlich testen? Die Zahl der Motivprogramme? Klar – da hat die Leica tausende, denn jeder Schuss ist ein Motivprogramm. Ein Motivprogramm, das der Fotograf im Kopf haben muss. Nur er kann entscheiden, welche Parameter wie eingestellt werden müssen, um das Motiv bestmöglich einzufangen. Auf elektronische Unterstützung der Leica sollte er nicht hoffen. Programme für Portrait, Landschaft, spielende Kinder, Hund, Katzen, Mäuse, verlockende Speisen (das Motivprogramm gibt's wirklich) oder weiches Bild einer Blume (auch das gibt's) kann die Leica nicht bieten. Wohl aber die besten Voraussetzungen, um solche Motive zu fotografieren. Das einzige was die Leica zu bieten hat, ist eine Zeitautomatik. Ansonsten gilt: Handarbeit ist Pflicht. In der Bedienungsanleitung steht unter der Überschrift "Die Belichtungs-Betriebsarten" dann auch lediglich ein Satz: Die Leica M-E bietet zwei Belichtungs-Betriebsarten: Zeitautomatik und manuelle Einstellung. Fertig! Und das manuelle Einstellen gilt auch fürs Fokussieren. Und ja, selbst einen Bildstabilisator sucht man bei der Leica vergebens. Der Fotograf ist in der Pflicht zu wissen, welche Belichtungszeiten er noch aus der Hand schießen kann, ohne die Aufnahme zu verwackeln. 

Was gibt es noch zu testen? Die Auslöseverzögerung. Klar kann ich die testen. Aber mal ganz ehrlich: Muss ich das wirklich? Bei einer Kamera ohne Autofokus, mit manueller Belichtungssteuerung ist das Letzte, was interessiert, die Auslöseverzögerung. Fotografieren mit einer Leica heißt: entschleunigen. Heißt: gestalten, genießen, beobachten. Was dazu überhaupt nicht passt, ist Hektik. Aber gut, mal angenommen, es käme wirklich auf die Auslöseverzögerung an. Mal angenommen, ich würde das Belichtungszeitrad auf A für Automatik stellen. Und mal angenommen, ich würde Blende 11 vorwählen und auf dem Objektiv das Unendlich-Zeichen rechts auf Blende 11 stellen, so dass ich beim 50mm-Objektiv einen Schärfentiefe-Bereich ab etwa vier Meter bis unendlich abdecke. Und dann würde ich losziehen, um Point-and-Shoot-Aufnahmen zu machen. Dann wäre ich mit dem Ergebnis absolut zufrieden. Ein 89er Porsche braucht auch nicht länger zum Blubbern, als ein Sportwagen der gleichen Schmiede aus dem Jahr 2012. Wieso also sollte eine Leica M-E lange brauchen? Eben – braucht sie nicht.

So, und das war's auch schon. Klar kann man noch über das Menü philosophieren, verschiedene Punkte besprechen, aber ehrlich: Die erklären sich sowieso alle von selbst. Am interessantesten sind da noch die Aufnahmeeinstellungen, sprich: RAW-Format (DNG) oder JPEG. Die Einstellung dafür wird übrigens nicht über das Hauptmenü gemacht, sondern mit der SET-Taste unten links aufgerufen. Im Hauptmenü kann man lediglich einstellen, ob das RAW-Format komprimiert oder unkomprimiert gespeichert werden soll. Die Formateinstellung wird bei Leica unter dem Punkt "Kompression" geführt. Selbstverständlich lassen sich RAW und JPEG auch gleichzeitig speichern. Ist die Option JPEG gewählt, kann man zusätzlich zwischen fünf Auflösungen wählen. Allerdings frage ich mich: Wofür? Will ich wirklich mit einer Leica M-E fotografieren und meine optischen Leckerbissen mit weniger als den maximal möglichen 18 Megapixeln speichern? Ich glaube nicht. Ach ja, unter der SET-Taste können noch der Weißabgleich, die Belichtungskorrektur, die Belichtungsreihe sowie verschiedene Benutzerprofile bearbeitet werden.

Wenn ich schon bei den Tasten links neben dem Kontrollmonitor bin, dann sei noch die ISO-Taste erwähnt. Die gibt mir Zugriff auf die – richtig – ISO-Einstellung. Die lässt sich bei der M-E zwischen ISO 80 und ISO 2500 wählen. Irgendwie habe ich es nicht anders erwartet. Es hätte mich sehr gewundert, wenn Leica astronomische ISO-Werte von 12800 und mehr seinen Fotografen anbieten würde. Schließlich sind sie es gewohnt, Filme bis maximal ISO 400 zu verwenden.

Das sind sie also, die Eckdaten der Leica M-E. Bitte erspart mir die Frage nach dem Gewicht und den genauen Abmessungen. Das wäre so, als wenn man bei einem 89er Porsche nach dem Verbrauch fragen würde – und dann möglichst noch im Drittel-Mix. Es reicht, zu wissen, das die M-E gut in der Hand liegt und seinen Fotografen nicht über Gebühr belastet. 

 

 


Bildqualität und ISO-Reihen

Kommen wir nun zu dem, für was eine Leica gebaut wurde: Ein Motiv möglichst präzise einzufangen und brillant wiederzugeben. Kernstück, um diese Aufgabe überzeugend zu erledigen, ist der 18-Megapixel-Sensor im Kleinbildformat von 24 x 36 Millimetern. In Verbindung mit den Leica-Präzisions-Objektiven sollte diese Aufgabe zu bewältigen sein. Nun ist es das Los eines Testers, dass er eine Kamera bekommt und am liebsten sofort losziehen würde, um Testaufnahmen zu machen. Und natürlich geht es auch mir so – erst recht mit einer Leica. Nun gibt es standortbedingt ein gewisses Problem, das ich nicht aus der Welt schaffen kann. Dieses Problem nennte sich Hamburger Schmuddelwetter. Wie gerne würde ich euch an dieser Stelle zahlreiche Aufnahmen von Gebäuden zeigen, die von der Wintersonne golden angestrahlt werden. Statt dessen habe ich mit grauer Suppe und diesiger Luft gekämpft. Trotz allem möchte ich euch die Ergebnisse nicht vorenthalten. Ich verspreche aber schon jetzt, dass ich die nächste Gelegenheit, bei der sich die Sonne zeigt, nutzen werde, um weitere Aufnahmen zu machen. 

 

 

Die Bilder sind von der Original-Auflösung auf das Format 1200 x 800 Bildpunkte heruntergerechnet. Ich habe die ISO-Empfindlichkeiten 80, 160, 200, 400, 800, 1600, 2000 und 2500. In der ISO-Empfindlichkeit 160 zeige ich zwei Aufnahmen, einmal direkt in JPEG gespeichert und einmal als RAW-Datei gespeichert, die anschließend in eine JPEG-Datei gewandelt wurde. In der Bildunterschrift könnt ihr erkennen, welche Aufnahme das ist. Die erste Serie ist mit einem Summarit-M 50mm/f 2.5 entstanden.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 800 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 80 bis ISO 2500. 

  • Leica M-E ISO (1) 80 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (1) 80 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (1) 80 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800
  • Leica M-E ISO (2) 160 aus DNG f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (2) 160 aus DNG f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (2) 160 aus DNG f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800
  • Leica M-E ISO (3) 160 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (3) 160 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (3) 160 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800
  • Leica M-E ISO (4) 200 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (4) 200 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (4) 200 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800
  • Leica M-E ISO (5) 400 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (5) 400 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (5) 400 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800
  • Leica M-E ISO (6) 800 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (6) 800 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (6) 800 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800
  • Leica M-E ISO (7) 1600 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (7) 1600 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (7) 1600 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800
  • Leica M-E ISO (8) 2000 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (8) 2000 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (8) 2000 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800
  • Leica M-E ISO (9) 2500 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (9) 2500 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800Leica M-E ISO (9) 2500 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800

Und nun das ganze nochmal mit dem Objektiv Super-Elmar-M 21mm/f 3.4

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 800 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 80 bis ISO 2500. 

  • Leica M-E ISO (1) 80 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800Leica M-E ISO (1) 80 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800Leica M-E ISO (1) 80 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800
  • Leica M-E ISO (2) 160 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800Leica M-E ISO (2) 160 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800Leica M-E ISO (2) 160 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800
  • Leica M-E ISO (3) 200 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800Leica M-E ISO (3) 200 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800Leica M-E ISO (3) 200 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800
  • Leica M-E ISO (4) 400 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800Leica M-E ISO (4) 400 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800Leica M-E ISO (4) 400 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800
  • Leica M-E ISO (5) 800 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800Leica M-E ISO (5) 800 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800Leica M-E ISO (5) 800 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800
  • Leica M-E ISO (6) 1600 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800Leica M-E ISO (6) 1600 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800Leica M-E ISO (6) 1600 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800
  • Leica M-E ISO (7) 2000 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800Leica M-E ISO (7) 2000 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800Leica M-E ISO (7) 2000 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800
  • Leica M-E ISO (8) 2500 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800Leica M-E ISO (8) 2500 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800Leica M-E ISO (8) 2500 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 1200 x 800

Das Ergebnis: Erwartungsgemäß. Sehr detailreich, hervorragende Schärfe, aber nicht überzeichnet, keinerlei Bildstörungen in den niedrigen ISO-Einstellungen und in Anbetracht des grausigen Wetters eine sehr gut Farbwiedergabe. Genauso habe ich mir das vorgestellt. Um die Ergebnisse noch besser beurteilen zu können, habe ich aus dem Original einen Bild-Ausschnitt freigestellt, den ich hier in der Original-Auflösung zeige. Der Ausschnitt hat die Abmessungen 1200 x 800 Bildpunkte. Als Vorlage dienten die Aufnahmen mit dem dem 50mm-Objektiv.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 800 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 80 bis ISO 2500. 

  • Leica M-E ISO (1) 80 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (1) 80 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (1) 80 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Leica M-E ISO (2) 160 aus DNG f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (2) 160 aus DNG f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (2) 160 aus DNG f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Leica M-E ISO (3) 160 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (3) 160 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (3) 160 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Leica M-E ISO (4) 200 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (4) 200 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (4) 200 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Leica M-E ISO (5) 400 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (5) 400 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (5) 400 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Leica M-E ISO (6) 800 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (6) 800 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (6) 800 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Leica M-E ISO (7) 1600 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (7) 1600 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (7) 1600 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Leica M-E ISO (8) 2000 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (8) 2000 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (8) 2000 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Leica M-E ISO (9) 2500 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (9) 2500 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (9) 2500 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail

Nun wird die Qualität der Aufnahmen noch deutlicher. Die Zacken der Sterne im Fenster werden bis zur letzten Ende der Spitze präzise wiedergegeben. Feinste Schattierungen in der weißen Wand sind erkennbar. Die Maserung des Holzes unter der Farbe ist deutlich sichtbar. Der Kreis und der Hausnummer "No 37" ist in der Holzstruktur zu sehen. Die goldene Schrift hebt sich klar und präzise vom Hintergrund ab. Die Konturen sind scharf umrissen, zeigen aber dennoch keine künstliche Schärfung. In dunklen Passagen ist noch ausreichend Zeichnung, feine Unterschiede werden präzise wiedergegeben. Auf den Blättern der Rose am linken Bildrand sind selbst feinste Verfärbungen erkennbar. Die roten Hagebutten werden satt und klar wiedergegeben. Die Dornen an den Zweigen sind gut zu erkennen und heben sich deutlich vom Hintergrund ab, wobei die nachbearbeitete RAW-Aufnahme noch einen Tick mehr Schärfe und Präzision zeigt. Durch die Nachbearbeitung wirkt die Farbwiedergabe zudem natürlicher. Aber auch dies ist dem trüben Wetter geschuldet und dem damit nicht ganz so präzisen Weißabgleich der JPEG-Aufnahme. Bis zu einer ISO-Empfindlichkeit von ISO 400 sind praktisch keine Bildstörungen (Rauschen) zu sehen. Erst ab ISO 800 sind sie vor allem in grauen Bildpartien minimal sichtbar. Deutlicher und dann auch in farbigen Bereichen sichtbar, wird das Rauschen bei ISO 1600. Minimal gröber wird es bei ISO 2000 und in der höchsten Stufe kommen minimale Farbfehler in grauen Flächen dazu. Vor allem sichtbar in den kleinen mit Sternen dekorierten Fenstern, dort bevorzugt in den etwas hellgrauen Partien. Dass Leica keine höheren ISO-Empfindlichkeiten anbietet, ist aus Sicht der angestrebten Qualität nur zu verständlich.

In meinem Prolog hatte ich es ja schon erwähnt, dass ich die Leica M-E auch wegen des gewünschten Vergleichs mit der Fujifilm X-E1 teste. Eine der herausragenden Eigenschaften der X-E1 ist die nahezu perfekte Bildqualität. Ich habe deswegen von dem gleichen Motiv unter den gleichen Aufnahmebedingungen ebenfalls eine ISO-Reihe geschossen. Zum Einsatz kam dabei wieder das Fujinon 35mm/f 1.8. Durch den kleineren Bildsensor der X-E1 und dem damit verbundenen Brennweitenverlängerungsfaktor von 1,6fach, erziele ich nahezu den gleichen Bildausschnitt, wie mit der M-E. Da bei der heruntergerechneten Vollansicht kaum feine Unterschiede sichtbar werden, habe ich den gleichen Detailausschnitt freigestellt. Zusätzlich zu den bei der M-E verfügbaren ISO-Stufen, habe ich mit der X-E1 Aufnahmen bis zur höchsten ISO-Empfindlichkeit von ISO 25600 gemacht. Und hier die Gegenüberstellung.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder haben eine Größe von 1200 x 800 Pixel und sind in Original-Auflösung gespeichert. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift. 

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten
  • Leica M-E ISO (1) 80 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (1) 80 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (1) 80 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Leica M-E ISO (2) 160 aus DNG f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (2) 160 aus DNG f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (2) 160 aus DNG f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Leica M-E ISO (3) 160 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (3) 160 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (3) 160 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Leica M-E ISO (4) 200 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (4) 200 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (4) 200 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Leica M-E ISO (5) 400 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (5) 400 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (5) 400 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Leica M-E ISO (6) 800 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (6) 800 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (6) 800 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Leica M-E ISO (7) 1600 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (7) 1600 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (7) 1600 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Leica M-E ISO (8) 2000 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (8) 2000 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (8) 2000 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Leica M-E ISO (9) 2500 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (9) 2500 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 DetailLeica M-E ISO (9) 2500 f5.6 Summarit-M 50mm-f2.5 1200 x 800 Detail
  • Fujifilm X-E1 (01) ISO 100 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (01) ISO 100 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (01) ISO 100 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 Detail
  • Fujifilm X-E1 (02) ISO 200 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (02) ISO 200 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (02) ISO 200 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 Detail
  • Fujifilm X-E1 (03) ISO 400 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (03) ISO 400 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (03) ISO 400 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 Detail
  • Fujifilm X-E1 (04) ISO 800 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (04) ISO 800 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (04) ISO 800 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 Detail
  • Fujifilm X-E1 (05) ISO 1600 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (05) ISO 1600 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (05) ISO 1600 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 Detail
  • Fujifilm X-E1 (06) ISO 2000 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (06) ISO 2000 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (06) ISO 2000 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 Detail
  • Fujifilm X-E1 (07) ISO 2500 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (07) ISO 2500 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (07) ISO 2500 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 Detail
  • Fujifilm X-E1 (08) ISO 6400 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (08) ISO 6400 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (08) ISO 6400 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 Detail
  • Fujifilm X-E1 (09) ISO 12800 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (09) ISO 12800 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (09) ISO 12800 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 Detail
  • Fujifilm X-E1 (10) ISO 25600 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (10) ISO 25600 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 DetailFujifilm X-E1 (10) ISO 25600 f5.6 35mm-f1.4 1200 x 800 Detail

 
 

Die Bildqualität beider Kameras liegt im ISO-Bereich von ISO 160 bei der Leica M-E beziehungsweise ISO 200 bei der Fujifilm X-E1 auf einem extrem hohen Niveau. Sowohl die Aufnahmen der Leica als auch der Fujifilm sind detailreich und brillant. Bei der Auflösung von feinen Farbnuancen liegt die Leica leicht vor der Fujifilm. In den Blättern des Rosenstrauches ist das gut zu erkennen. Da treten die braunen Stellen der Blätter bei der Leica deutlicher hervor, bei der Fujifilm gehen sie etwas unter. Außerdem wirken die Aufnahmen der Leica M-E etwas plastischer, was am Schriftzug "No 37" gut erkennbar ist. Insgesamt sind die Unterschiede jedoch nur minimal und nur in der Vergrößerung zu erkennen. Ich finde die Aufnahmen der Leica im Low-ISO-Bereich etwas ausgewogener und harmonischer. Anders sieht es dagegen im High-ISO-Bereich aus. Während die Leica bei ISO 800 bereits sichtbare Störungen (Rauschen) zeigt, ist bei der Fujifilm davon noch nichts zu sehen. Noch deutlicher werden die Unterschiede mit steigender ISO-Empfindlichkeit. Bei der höchsten Einstellung der Leica von ISO 2500 ist da deutliches Rauschen zu sehen. Die Fuji zeigt sich von diesem ISO-Wert noch völlig unbeeindruckt. Selbst bei ISO 3200 sieht das Ergebnis noch hervorragend aus – ein Bereich, in dem die Leica schon nicht mehr mithalten kann. Und selbst bei ISO 6400 liefert die Fuji noch klasse Qualität ab. Dies ist ein klarer Trumpf der Fujifilm. 

Die Bildergebnisse beider Kameras beeindrucken mich. Während die Leica M-E bei niedrigen ISO-Werten die Nase minimal vorn hat, kann die Fujifilm im High-ISO-Bereich punkten. Da kann die Leica nicht mithalten. Beide Kameras setzten in ihren Bereichen Maßstäbe in der Riege der Systemkameras. 

Alle Aufnahmen gibt es zusätzlich auf meinem Flickr-Konto in voller Auflösung. So lassen sich die Bildergebnisse noch besser vergleichen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Bedienung

In meinem Test der Fujifilm X-E1 steht ja ausführlich etwas zur Bedienung der Kamera. Zur Leica M-E hatte ich weiter oben ja auch einiges gesagt. Und was ist der Unterschied zwischen den beiden Kameras? Der wesentliche Unterschied ist die minimalistische Ausstattung der Leica. Wer denkt, noch weniger als bei der Fuji geht nicht, der irrt. Die Ausstattung der M-E ist minimalistisch. Aber gut, das ist nicht das Ziel einer Leica. Da erwartet der Fotograf keine Motivprogramme oder andere technische Spielereien. Da geht es ausschließlich ums Fotografieren und die Bildqualität. Da spielt es auch keine Rolle, dass die Auflösung des Kontrollmonitors auf dem Stand von vor drei Jahren liegt. Die wichtigste Aufgabe des Bildschirms ist eh nur die Anzeige der Menüs. Und genau die zeige ich euch jetzt.

 

 

 

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Menüs vergrößert angezeigt.  

  • Leica M-E (1) Menue 1Leica M-E (1) Menue 1Leica M-E (1) Menue 1
  • Leica M-E (2) Menue 2Leica M-E (2) Menue 2Leica M-E (2) Menue 2
  • Leica M-E (3) Menue 3Leica M-E (3) Menue 3Leica M-E (3) Menue 3
  • Leica M-E (4) Menue 4Leica M-E (4) Menue 4Leica M-E (4) Menue 4

All das – wie schon gesagt – klar schnörkellos und übersichtlich. Das gleiche gilt für die restlichen Menüs, die über die SET-Taste oder ISO-Taste aufgerufen werden. 

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Menüs vergrößert angezeigt.  

  • Leica M-E (1) SET-MenueLeica M-E (1) SET-MenueLeica M-E (1) SET-Menue
  • Leica M-E (2) WeissabgleichLeica M-E (2) WeissabgleichLeica M-E (2) Weissabgleich
  • Leica M-E (3) KompressionLeica M-E (3) KompressionLeica M-E (3) Kompression
  • Leica M-E (4) AufloesungLeica M-E (4) AufloesungLeica M-E (4) Aufloesung
  • Leica M-E ISOLeica M-E ISOLeica M-E ISO
  • Leica M-E Info-DisplayLeica M-E Info-DisplayLeica M-E Info-Display
  • Leica M-E Wiedergabe HistogrammLeica M-E Wiedergabe HistogrammLeica M-E Wiedergabe Histogramm
  • Leica M-E Wiedergabe ZoomLeica M-E Wiedergabe ZoomLeica M-E Wiedergabe Zoom

Die Navigation innerhalb der Menüs geschieht mit dem Vierwegschalter und kombinierten Drehrad auf der Kamerarückseite. Viel dazu zu sagen gibt es nicht, da das Prinzip selbsterklärend ist.

Zu den beiden Belichtungsprogrammen der Leica hatte ich ja bereits etwas gesagt. Die Fuji bietet hier genau zwei. Neben der Zeitautomatik hat sie noch eine Blendenautomatik und Vollautomatik. Dabei werden das Blendenrad und das Belichtungszeitenrad jeweils auf A gestellt. Dann übernimmt die Fuji die Berechnung von Belichtungszeit und Blende. Ein wesentlicher Unterschied zur Leica ist die Funktionalität des Kontrollbildschirms. Während die Leica den nur zur Darstellung der Menüs hat und zur Wiedergabe des aufgenommenen Bildes, kann ich mir auf der Fuji das Motiv schon vor der Aufnahme im Live-View anzeigen lassen. Die Bildkontrolle geschieht bei der Leica M-E ausschließlich über den optischen Sucher. Der ist bei der Fujifilm X-E1 ein elektronischer. Über das Thema Fokussierung hatte ich ja bereit geschrieben. Hier bietet die Leica lediglich die manuelle Fokussierung, wohingegen die Fujifilm natürlich über einen Autofokus verfügt.

Die Fujifilm bietet ihren Fotografen ja einige Filmsimulationen wie Provia, Velvia, Astia und Pro. Etwas ähnliches hat auch die Leica. Hier kann man über das Menü zwischen verschiedenen Optionen wählen. Einige ausgewählte Ergebnisse zeige ich euch:

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen vergrößert angezeigt.  

  • Leica M-E ISO 160 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 SW 1200 x 800Leica M-E ISO 160 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 SW 1200 x 800Leica M-E ISO 160 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 SW 1200 x 800
  • Leica M-E ISO 160 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 SW hoher Kontrast 1200 x 800Leica M-E ISO 160 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 SW hoher Kontrast 1200 x 800Leica M-E ISO 160 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 SW hoher Kontrast 1200 x 800
  • Leica M-E ISO 160 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 Sepia 1200 x 800Leica M-E ISO 160 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 Sepia 1200 x 800Leica M-E ISO 160 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 Sepia 1200 x 800
  • Leica M-E ISO 160 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 kraeftige Farben 1200 x 800Leica M-E ISO 160 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 kraeftige Farben 1200 x 800Leica M-E ISO 160 f5.6 Super-Elmar-M 21mm-f3.4 kraeftige Farben 1200 x 800

Dass ich heute mit Digitalkameras auch Videos drehen kann, ist schon fast selbstverständlich. Im Datenblatt der Leica M-E heißt es dazu unter dem Punkt Kameratyp: "Kompakte, digitale Messsucherkamera für Fotoaufnahmen" – Punkt. Noch Fragen? Es handelt sich hier um eine Fotokamera! Ich könnte noch zahlreiche weitere Unterschiede herausarbeiten. Aber mal ehrlich: muss ich das? Nein, denn das Ergebnis dieser Analyse steht doch schon jetzt fest. Selbst wenn die Fujifilm X-E1 ja schon eine minimalistische Kamera ist, setzt Leica da noch einen drauf. Ist das schlimm? Nein, denn man erwartet ja nichts anderes und wer es dennoch tut, sollte diesen Test lesen. 

 


Mein Fazit

Nach jedem Test stelle ich mir die Frage: würde ich mir die Kamera kaufen? Wenn du mich das als Techniker, als Tester, als Ingenieur fragst, dann lautet die Antwort: nein. Die Leica M-E würde ich mir nicht kaufen. Wenn du mich aber als leidenschaftlichen Fotografen fragst, als Menschen, der mit fünf Jahren mit einer Kodak Instamatic angefangen hat zu fotografieren, als Besitzer einer analogen Mittelformatkamera, als Ästhet, dann lautet die Antwort: ja, ich würde mir die Leica M-E kaufen. Die Leica ist eine Kamera, die begeistert, die sich nicht nur auf das Wesentliche, sondern das minimal Notwendige konzentriert. Hier geht es ausschließlich um die Begeisterung an der Fotografie. Bei der Leica steht der Fotograf im Mittelpunkt, er ist der Kapitän, der den Kurs festlegt. Die einzige Aufgabe, die die M-E zu erfüllen hat, diesem Kurs zu folgen – bedingungslos und in Perfektion. Wer das nicht versteht und nicht in der Lage ist, ein Kapitän der Fotografie zu sein, der kann sich die Leica M-E kaufen und sie als Sammlerobjekt in die Vitrine stellen. So wie das zahlreiche Eigentümer einer Leica handhaben. Wer sein Handwerk aber versteht, bekommt ein Werkzeug, das ihm ein Leben lang Freude bereitet. Ein Werkzeug, das Augen und Hände des Fotografen bei jedem Motiv erfreuen. Ein Fotoapparat, der trotz Digitaltechnik dem Fotografen ein Stück der Faszination der Analog-Technik zurückgibt. Denn der kleine, niedrig auflösende Kontrollmonitor ist kaum besser als früher ein Polaroid. Das tatsächliche Bildergebnis und -erlebnis lässt sich erst später am heimischen Computer kontrollieren. Es hat etwas von der Spannung, die wir hatten, als wir zu Analog-Zeiten auf den entwickelten Film warteten.

Soll es eine Vernunftsentscheidung sein, ist die Fujifilm X-E1 die perfekte Wahl für Fotografen, die ihr Handwerk verstehen, aber auf ein bisschen mehr Komfort wert legen. Fotografen, die die nahezu gleiche bedingungslose Bildqualität wollen, wie die einer Leica M-E, aber nicht über die finanziellen Mittel von mindestens 5000 Euro verfügen oder nicht bereit sind, einem deutschen Handwerksunternehmen einen ebensolchen Betrag anzuvertrauen. Die X-E1 ist mit allem ausgestattet, was Fotografie zum Erlebnis macht. Zudem bietet sie wie die Leica M-E ein haptisches Erlebnis und die Faszination der Fotografie. 

*Prolog II* Der Test der Leica M-E hat mich zu den Ursprüngen der Fotografie zurückgebracht und das im Digital-Zeitalter. Die Arbeit mit der M-E war ein haptisches, optisches und auditives Vergnügen. Der Test ist natürlich gefärbt durch meine persönlichen Eindrücke, persönlichen Vorlieben und meine Begeisterung für ein Stück deutscher Handwerkskunst. Dennoch spiegelt er die Qualität der Leica M-E wieder und offenbart die Tatsachen. Im Mittelpunkt meines Tests steht neben dem technischen Aspekt vor allem die Lebensfreude und Begeisterung. *Prolog-Ende*

 

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@don

Über die Foto-Bude

Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

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