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Fujifilm X-T1 – Systemkamera

Hätte mir vor ein paar Jahren jemand gesagt, dass Fujfilm mit seinen Kameras mal Kultstatus bekommen würde, hätte ich ihm den Vogel gezeigt. Es fehlte nicht mehr viel und Fuji wäre von der Bildfläche verschwunden. Und heute? Heute ist der Kamerahersteller zum Liebling vieler Fotografen geworden. Kaum eine andere Kameraserie wie die X-Serie von Fuji hat einen Treffer nach dem anderen gelandet. Angefangen mit der X-Pro1, der X-10 und X20, über die X-E1 und X-E2 bis hin zur X-S1 und den Schwestermodellen X-M1 und X-A1 – alle Kameras haben ihre Fans gefunden und die Herzen der Fotografen im Sturm erobert. Ach ja, fast hätte ich sie vergessen: Die X100 und X100S – die Festbrennweiten-Kameras für Retrojünger. Warum ich all das schreibe? Weil die erfolgreiche X-Serie Zuwachs bekommen hat. Ich höre euch schon fragen: "Was soll es denn jetzt noch Neues geben? Fuji hat doch schon alles, was man braucht." Es gibt da noch was, was in der langen Liste der X-Serie fehlt: Eine Profikamera. Klar die X-E2 bietet eigentlich alles, was man braucht, aber sie ist kompakt und wenn man länger damit arbeiten muss, fehlt es einfach an Griffigkeit und der speziellen Bedienung. Also bitte: Vorhang auf – hier ist die X-T1.

Was macht die X-T1 zum Profiwerkzeug? Zuerst einmal natürlich der Sensor. Das ist der gleiche 16-Megapixel-Lichwandler, der schon in der X-E2 und X100S für hervorragende Bildqualität sorgt. Der Sensor kommt aufgrund seine besonderen Bauweise ohne Tiefpass-Filter aus und liefert so eine überragende Schärfe und Auflösung ab. Wie bei der X-E2 sorgen 100.000 Bildpunkte auf dem Sensor für einen Phasendetektions-Autofokus. Das heißt: Die X-T1 ist schnell. Es steht nicht nur der von Systemkameras gewohnte Kontrastautofokus zur Verfügung, sondern auch der schnelle Phasendetektions-Autofokus. In der X-E2 hat er im Vergleich zum Vorgängermodell X-E1 für einen ordentlichen Temposchub gesorgt. Eine Neuerung erwähne ich hier schon mal: Der ISO-Bereich der X-T1 geht nicht nur bis ISO 25.600 sondern bis ISO 51.200 – wie das aussieht und ob Aufnahmen mit einer so hohen Einstellung immer noch die gewohnte hohe Fuji-Qualität zeigen, werde ich sehen.

Mit der Entscheidung zu diesem Sensor ist aber auch klar, dass Fujifilm nur noch auf das APS-C-Format setzt. Immerhin gab es ja mal Gerüchte, Fuji wolle es Sony gleichtun und eine Systemkamera mit Vollformat-Sensor herausbringen – eben wie die Alpha 7 und 7R. Schaut man sich die Bildqualität der Fuji an, wird schnell deutlich dass sie schon jetzt auf dem Niveau einer Vollformat-Kamera liegt. Wieso also noch eine weitere Serie auflegen mit neuen Objektive – all das ist nicht erforderlich.

Soweit, so gut – aber das ist natürlich nicht alles. Ein wesentlicher Punkt der X-T1 ist das Bedienkonzept. Schon bei den Modellen X-E2 und X-Pro liegt der Fokus auf einfacher Bedienung, kein kompliziertes Schnick-Schnack, sondern klar und einfach auf den Punkt. Genau dieses Konzept ist jetzt bei der X-T1 nochmal optimiert worden. Belichtungszeit, Belichtungskorrektur und ISO-Empfindlichkeit lassen sich bei der Neuen direkt per Drehrad einstellen. Dazu gibt es drei Räder auf der Kameraoberseite: Links die ISO-Empfindlichkeit, rechts Belichtungszeit und Korrektur. Auf der Vorderseite gibt es dann noch das gewohnte Hebelchen, mit dem die verschiedenen Fokusarten gewählt werden: Einzelautofokus (Single = S), kontinuierlicher Autofokus (Continous = C) und manueller Fokus (Manuel = M). Wichtig: Damit lassen sich die wichtigesten Parameter der Kamera blitzschnell einstellen. Und die Blende? Am Objektiv – falls ein Blendenring vorhanden ist – oder per Drehrad auf der Kameravorderseite oder -rückseite. Aber noch zwei weiter Kamerafunktionen lassen sich per Drehrad direkt ohne den Umweg übers Menü einstellen: die Bildfolge (Einzel, Serie schnell und langsam, Braketing, Mehrfachbelichtung und Selbstauslöser) und die Belichtungsmessung (Integral, mittenbetont und Spot). Die Drehräder sind unter dem ISO-Rad und dem für die Einstellung der Belichtungszeit. Dazu gibt's bei der Fuji X-T1 die bereits bekannten Bedienelemente inklusive des Quickmenüs.

Aber nun genug Theorie. Wie liegt die X-T1 denn nun in der Hand? Es kommt selten vor, dass eine Systemkamera perfekt in meiner Hand liegt. Meist sind die etwas zu klein, der Griffsteg zu knapp bemessen und die Daumenstütze eher klein als griffig. Bei der neuen Fuji ist das anders. Selbst mit meinem großen Händen schmiegt sich die die X-T1 perfekt in meine Hand. Die leicht gummierte Oberfläche hat die perfekte Struktur: Griffig, aber trotzdem dabei nicht "klebrig". Die Form des Griffs ist perfekt und gibt sicheren Halt. Es ist so ausgeformt, dass ich die Kamera problemlos auch nur mit der rechten Hand sicher halten kann und alle wichtigen Bedienelemente erreiche. Die Daumenstütze auf der Rückseite ist ebenso perfekt geformt – der Daumen droht zu keiner Zeit, abzurutschen und ich habe nie das Gefühl, den Kontakt zur Kamera zu verlieren. Selten bin ich so angetan von einem Gehäuse – höchstens bei großen, fetten Spiegelreflexen ... aber die sind eben um Längen schwerer und größer, da kann man das auch erwarten. Das Gehäuse der X-T1 ist so geformt, dass die Kamera auch bei längeren Fotosessions entspannt gehalten werden kann. Und wer seine riesen Pranken tatsächlich nicht unter bekommt, für den gibt's noch einen Batteriegriff mit Hochkantauslöser.

Bleiben wir beim Gehäuse. Die Kamera ist an 80 Punkten abgedichtet und so gegen Feuchtigkeit und Staub geschützt. Außerdem ist die Kamera bis zu einer Temperatur von minus zehn Grad Celsius einsatzbereit. Die meisten Kameras können nur bis zum Gefrierpunkt genutzt werden. Und wenn wir schon dabei sind: Die Kamera ist 12,9 Zentimeter breit, 9,0 Zentimeter hoch und 4,7 Zentimeter tief – natürlich ohne Objektiv. Auf die Waage bringt das Gehäuse kanpp 450 Gramm inklusive Akku und Speicherkarte. Zum Vergleich: Die X-E2 ist rund 100 Gramm leichter und 1,5 Zentimeter flacher.

Wie schon bei den beiden Modellen X-M1 und X-A1, ist bei der X-T1 ein klappbarer Kontrollmonitor mit an Bord. Der Bildschirm hat eine Diagonale von 7,6 Zentimetern und eine Auflösung von gut einer Million Bildpunkten. Wie gehabt lässt er sich 90 Grad in die Waagrechte kippen und rund 45 Grad nach unten. Und nein: Es ist kein Touchscreen. Dazu gibt's dann noch einen elektronischen Sucher, der in OLED-Technik gebaut ist und nahezu 2,4 Millionen Pixel hat. Bei meinem ersten Blick durch den Sucher, habe ich gedacht: "Ist das wirklich ein elektronischer Sucher?" Nicht nur dass das Bild wirklich brillant und nicht mal ansatzweise pixelig ist, es ist riesig. Man hat das Gefühl mindestens auf einen 50-Zoll-Flachfernseher zu blicken – genial. Damit hat Fujifilm mich endgültig zum Fan von elektronischen Suchern gemacht. Und gab es bei der X-E1 noch Kritik am elektronischen Sucher, weil er etwas "langsam" war und gerade bei etwas schlechterem Licht ein wenig ruckelte, gehört dieses Thema bei der X-T1 der Vergangenheit an. Der Sucher zeigt das Bild nahezu verzögerungsfrei an und bildet das Motiv vollständig zu 100 Prozent ab. Egal ob strahlend helles Sonnenlicht oder Schummerlicht, der Sucher zeigt ein schlierenfreies Bild, ganz ohne Ruckler. Als Fokussierhilfe beim manuellen Scharfstellen gibt es das Fokus-Peaking und den Schnittbildindikator. Dazu später mehr.

Wie gehabt gibt es bei der X-T1 keine Motivprogramme, sondern nur das Standardbelichtungsprogramm P, A, S und M. Als Ergänzung gibt es wie gewohnt die verschiedenen Filmsimulationen (PROVIA, Velvia, ASTIA, Pro Neg. Hi und Std., Monochrome und Monochrome mit Filtern sowie Sepia) sowie die erweiterten Filter (Spielzeugkamera, Miniatur, Pop Color, High- und Low-Key, Dynamischer Ton, Soft Fokus und Partielle Farben). Natürlich können die Aufnahmen im JPEG- oder RAW-Format gespeichert werden oder in beiden Formaten. Selbstverständlich in dieser Kameraklasse: Mit der X-T1 können Videos gedreht werden. Das ganze geht natürlich in Full-HD (1920 x 1080) mit einer Bildwiederholrate von 60p (60 Vollbilder pro Sekunde). Ach ja, fast hätte ich's vergessen: Die X-T1 hat ein WiFi-Modul an Bord, mit dem sich Fotos per WLAN auf angeschlossene Geräte übertragen lassen. Nicht mit an Bord ist ein Blitz – der muss extra aufgesteckt werden. Ein kleiner Blitz ist der Kamera bereits beigepackt.

 

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TOP 1 – Die Bedienung und die Menüs

Bei der X-T1 hat Fuji besondere Aufmerksamkeit auf die einfache Bedienung gelegt. Sprich: Möglichst alle wichtigen Kamerafunktionen sollten schnell und ohne Umwege übers Menü eingestellt werden können. Das Ziel hat Fuji erreicht. Auf der linken Kameraoberseite wird die ISO-Empfindlichkeit  eingestellt, auf der rechten die Belichtungszeit, am Objektiv die Blende und an einem weiteren Drehrad auf der rechten Kameraoberseite die Belichtungkorrektur. Damit können die drei Haupt-Parameter direkt und blitzschnell eingestellt werden: ISO, Blende und Belichtungszeit. Werden Objektive ohne eigenen Blendenring, geschieht die Einstellung der Blende über eines der beiden kleinen Drehräder. Im HAUPTMENÜ kann unter dem Punkt "BEDIENRAD-EiNSTELL." das Verhalten der Drehräder festgelegt werden. "F" steht dabei für F-Stopp = Blende und "S.S." für Shutter-Speed = Belichtungszeit. Per Drehrad lässt sich auch der Automatikmodus aufrufen: Einfach bis zur größten Blendenzahl drehen und dann springt die Kamera in den Automatik-Modus. Klappt nicht? Dann muss du im AUFNAHME-MENÜ unter dem Punkt "BLENDENEINSTELL." der erste Punkt aktiviert werden "AUTO+MANUELL". 

Sowohl das ISO-Rad als auch das zur Einstellung der Belichtungszeit, ist mit einem kleinen Knopf gegen Verstellen gesichert. Wobei beim ISO-Rad für jede Veränderung der Knopf gedrückt werden muss, während das bei der Belichtungszeit nur dann erforderlich ist, wenn man den Automatik-Modus "A" verlassen möchte. Die ISO-Empfindlichkeit kann von L = ISO 100 bis ISO 6400 eingestellt werden. Zusätzlich gibt es die Punkte H1 und H2. Die können im AUFNAHME-MENÜ festgelegt werden. Zur Wahl stehen ISO 12800, ISO 25600 und ISO 51200. Ja, richtig gelesen: ISO 51200. Wie sich die Kamera im Automatik-Modus verhalten soll, kann ebenfalls im Menü festgelegt werden. Hier lassen sich der Basis-ISO-Wert sowie der maximale ISO-Wert einstellen, außerdem die minimale Belichtungszeit. Die wird so lange nicht unterschritten, bis der maximale ISO-Wert erreicht ist.

Außer den beiden Haupteinstellrädern gibt es zwei weitere, die sich jeweils darunter befinden. Unter dem ISO-Rad lassen sich die verschiedenen Aufnahmeeinstellungen festlegen: Einzelaufnahme (S), Braketing (BKT), Serienbildgescheindigeit schnell (CH = Continous High) und langsam (CL = Continous Low), Mehrfachbelichtung (zwei Rechtecke), erweiterte Filter (ADV) und Schwenkpanorama. Wichtig: Wenn die Brakeing-Funktion genutzt werden soll, muss zunächst im AUFNAHME-MENÜ die genaue Einstellung festgelegt werden. Dazu wird im AUFNAHME-MENÜ der erste Punkt aufgerufen "BKT/Adv.-EINST.". Dort kann zunächst unter dem ersten Punkt "BKT AUSWAHL" festgelegt werden, welche Braketing-Funktion aktiviert werden soll, wenn das Drehrad auf BKT gestellt wird. Unter den nächsten vier Punkten können dann die individuellen Einstellungen gemacht werden. Unter dem Punkt "Adv. FILTERAUSWAHL" wird der erweiterte Filter gewählt, der genutzt werden soll, wenn das Drehrad auf "ADV" gestellt wird. Also: Erst die individuelle Einstellung, dann die Auswahl der Braketing-Funktion und aktivieren per Drehrad.

Kommen wir zum Drehrad für die Belichtungszeit. Die Position "A" dürfte klar sein, hier stellt die Kamera die Belichtungszeit automatisch ein. Hier kann dann noch gewählt werden, ob die Blende voreingestellt wird (Zeitautomatik oder Blendenvorwahl, das entspricht dem Belichtungsprogramm "A" bei anderen Kameras) oder die Blende auch auf Automatik steht (Hebel am Objektiv auf A, das entspriche dann der Programmautomatik "P" bei anderen Kameras). Wird eine Belichtungszeiten voreingestellt, befindet sich die Kamera im Modus Blendenautomatik – bei anderen Kameras mit "S" bezeichnet. Dazu muss am Objektiv der Blendenschalter auf "A" stehen. Alternativ kann natürlich auch die Blende maunuell eingestellt werden, das entspricht dann der Einstellung "M" bei anderen Kameras. Wichtig: Die Belichtungszeit kann nicht nur in den groben Stufen eingestellt werden, sondern noch feiner abgestimmt werden. Woran man das erkennt? Auf dem Kontrollbildschirm ist neben der Belichtungszeit ein kleines Drehrad zu sehen, das zeigt an, dass hier noch eine individuelle Abstimmung erfolgen kann. So kann beispielsweise bei einer eingestellten Zeit von 1/250 Sek. noch zusätzlich die Zeiten 1/200 Sek., 1/320 Sek. und 1/400 Sek. eingestellt werden – das geht je nach Kamerakonfiguration mit dem vorderen oder hinteren Drehrad. Noch ein Hinweis zur Einstellung "T": Hier kann die Belichtungszeit per kleinem Drehrad zwischen zwei und dreißig Sekunden eingestellt werden.

Unter dem Rad für die Belichtungszeit gibt es ein weiteres kleins Drehrad, mit dem die Art der Belichtungsmessung gewählt werden kann: Gesamte Fläche, Mittenbetont und Spot. Ein weiterer Hebel befindet sich auf der von hinten gesehenen linken Vorderseite der Kamera. Mit diesem kann zwischen den verschiedenen Fokus-Methoden gewählt werden: Einzelautofokus (S = Single), kontinuierlicher Autofokus (C = Continous) und manuelles Fokussieren (M = Manuell). In den Einstellungen S und C kann zwischen zwei Fokus-Methoden gewählt werden: "MEHRFELD" und "VARIO AF". In der ersten Variante legt die Kamera automatisch das Fokusfeld fest, auf das scharf gestellt wird. In der Einstellung "VARIO AF" lässt sich das Autofokusfeld auf 49 Positionen verschieben und in fünf Größen ändern. Um das Fokusfeld zu verschieben, muss man nicht erst in die Funktion im Menü gehen, sondern kann diese auf eine der beiden Funktionstasten oder ein Taste des Vierwegeschalters legen. Und so geht's: Im HAUPTMENÜ auf den Punkt "FUNKTIONEN (Fn)" gehen und nun eine der Tasten wählen – ich bevorzuge die Fn1 auf der Vorderseite der Kamera – und mit der Funktion "FOKUSSIERBEREICH" belegen. Dann reicht ein Druck auf die Taste und das Fokussierfeld erscheint auf dem Bildschirm und kann verschoben und in der Größe geändert werden. Die Autofokus-Variante "VERFOLGUNG" gibt es bei der X-T1 übrigens nicht. 

Kommen wir nun zum manuellen Fokussieren. Hier gibt es drei Assistenten, die das Scharfstellen erleichtern: Lupe, Peaking und Schnittbild-Funktion. Welche der Varianten es sein soll, kann im AUFNAHME-MENÜ unter dem Menüpunkt "MF-ASSISTENT" gewählt werden. Hier wird das Fokus-Peaking ls "MAX. GLANZLICHT FOKUS" bezeichnet. Es kann zwischen drei Farben (Weiss, Rot und Gelb) und zwei Stärken gewählt werden. Und so funktioniert's: Beim anvisieren des Motivs die Taste "FOKUS ASSIST" drücken und die Vergrößerung springt an. Mit einem Dreh am hinterren kleinen Rad kann die Größe in zwei Stufen geändert werden. Nun am Fokusring des Objektivs drehen, bis an den Motivkanten farbige Farbsäume zu sehen sind – nun ist die maximale Schärfe erreicht. Hier schon mal ein Hinweis an all die, die mit der X-T1 filmen wollen: Das Fokus-Peaking funktioniert nicht bei Video-Aufnahmen. Wer da manuell fokussieren möchte hat keine Hilfsfunktionen, sondern muss ich auf sein gutes Auge und das Bild im Sucher oder auf dem Monitor verlassen.

 

 

 

 

 

 

Ist die Variante "STANDARD" gewählt, funktioniert das Fokussieren wie zuvor beschrieben, lediglich die Farbsäume sind nicht vorhanden. Bei der Schnittbildfunktion werden senkrechte Linien unterbrochen angezeigt und erst bei scharf eingestelltem Motiv durchlaufend angezeigt. Diese Variante bietet sich immer an, wenn man viele senkrechte Linien im Bild hat, beispielsweise bei Architektur-Aufnahmen. Insgesamt ist die Auswahl der verschiedenen Fokusmethoden gut, ich hätte mir aber noch eine weitere Vergrößerungsstufe gewünscht, um zum Beispiel bei Maktoaufnahmen noch präziser arbeiten zu können. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass ich den Lupenausschnitt mit den Tasten des Vierwegeschalters verschieben kann – das geht nicht. Ich muss die Funktion zunächst verlassen, dann das Rechteck verschieben und danach wieder den "FOCUS ASSIST" aufrufen – das ist etwas umständlich.

Die Funktionstasten hatte ich bereits erwähnt. Insgesamt gibt es sechs, die frei belegt werden können: Eine auf der Vorderseite, eine auf der Kameraoberseite rechts und die vier Tasten des Vierwegeschalters auf der Kamerarückseite. Die Belegung geht entweder im HAUPTMENÜ unter dem Punkt "FUNKTIONEN(Fn)" oder einfach mit einem langen Druck auf die entsprechende Taste. Man gelangt dann direkt ins Auswahlmenü für die entsprechende Taste. Hier stehen ausreichend Optionen zur Wahl – eine vermisse ich allerdings: Den Ruhe-Modus. Bei der X-E1/X-E2 konnte man mit einem langen Druck auf die DISP/BACK-Taste den Ruhe-Modus aktivieren – alle Töne aus, AF-Hilfslicht aus und Blitze aus. Das funktioniert bei der X-T1 nicht mehr – keine Ahnung, warum Fuji das geändert hat. Blöd allerdings, dass man die Funktion nicht mal auf eine der vielen Fn-Tasten legen kann, sondern immer ins HAUPTMENÜ gehen muss, um ihn dort unter dem Punkt "RUHE MODUS" zu aktivieren. 

Soviel zu den Tasten und Einstellrädern, werfen wir nun einen Blick ins Menü. Das ist wie von Fuji gewohnt, aufgräumt und leicht verständlich. Erster Punkt im AUFNAHME-MENÜ ist für die Einstellung der Brakteing-Funktionen und erweiterten Filter zuständig – wie's funtioniert hatte ich bereits beschrieben. Bei der X-E1/X-E1 gab es hierfür eine eigene Taste. Durch den Klappmonitor ist die linke Tastenreihe weggefallen, so dass die Funktion ins Menü gewandert ist. Nächster Punkt im Menü "AUTOFOKUSEINST.". Hier verbirgt sich ein interessanter Eintrag: "PRIO. AUSLÖSEN/FOKUS". Dort kann ich ein einstellen, ob die X-T1 in Auslöse- oder Schärfe-Priorität arbeiten soll. Diese Einstellung kann ich individuell für AF-S und AF-C machen. Mehr dazu im Abschnitt 3 "Auslöseverzögerung".

Ansonsten gibt es im Menü nur wenige Überraschungen. Eine davon ist die neue Funktion "INTERVALLAUFN. MIT TIMER". Hier lässt sich ein Intervall zwischen einer Sekunde und 24 Stunden wählen und eine Anzahl zwischen einer und 999 Aufnahmen wählen. Außerdem kann die Startzeit festgelegt werden. Eigentlich eine schöne Funktion, schade nur, dass die X-T1 aus den Einzelaufnahmen auf Wunsch nicht gleich einen Film zusammenstellen kann. Auf der Speicherkarte werden die Einzelaufnahmen gespeichert – Ende. Zu einem Film muss man sie dann selbst mit einem entsprechenden Programm zusammenstellen.

 

 

 

 

 

 

Wieder mit an Bord die Filmsimulationen – PROVIA/STANDARD, Velvia/LEBENDIG, ASTIA/WEICH, PRO Neg. HI und Std, Ahwarz/Weiß, SW+Gelb-, Rot- und Grün-Filter sowie SEPIA. Zusätzlich können individuelle Einstellungen von FARBE, SCHÄRFE, TON LICHTER und SCHATTIER. TON vorgenommen werden. Ebenfalls, wie bereits beschrieben: die erweiterten Filter.

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TOP 2 – Die Bildqualität

Das wohl wichtigste Kauf-Argument für die Fujifilm X-T1 ist die hervorragende Bildualität. Schon die X-E1 und X-E2 zeigten hier ihre Stärken. Wie bereits erwähnt, arbeitet in der X-T1 der gleiche 16-Megapixel-APS-C-Sensor, wir in X-E2. Vor allem die gute Detailwiedergabe und die geringen Bildstörungen (Rauschen) bei höheren ISO-Werten zeichnen die X-T1 aus. Nun aber genug der Theorie und ran an die Bilder. Um eine bessere Vergleichbarkeit der Test-Aufnahmen zwischen den einzelnen Kamera-Modellen zu ermöglichen, habe ich ein Test-Chart zusammengestellt. Darauf sind alle wichtigen Test-Elemente enthalten, mit denen man die Bildqualität einer Kamera prüfen kann. Klar gibt es noch die Möglichkeit eines Labor-Tests, der auch von einigen Zeitschriften und Online-Magazinen gemacht wird, aber bei mir steht die Praxis im Vordergrund. Der Bildeindruck ist für mich wichtiger, als technische Werte, die im Labor ermittelt werden. Die meisten Effekte lassen sich anhand diese Charts nachvollziehen und erkennen. In den nächsten Tagen werde ich auf meiner Seite noch eine genaue Beschreibung des Test-Charts veröffentlichen, so dass jeder selbst die einzelnen Elemente und Effekte nachvollziehen kann.

Die Aufnahmen sind direkt aus der Kamera im JPEG-Format (OOC = Out Of Camera). Sämtliche elektronische Hilfen sind ausgeschaltet, die Farbeinstellung steht auf Standard. Die Belichtung wird manuell eingestellt anhand des Messwertes eines Belichtungsmessers, der Kelvin-Wert beträgt 5500 – die Kamera ist auf automatischen Weißabgleich eingestellt. Die ISO-Empfindlichkeit der Fujifilm X-T1 geht von ISO 100 bis ISO 51200. Wie gehabt, gibt es im ersten Durchgang heruntergerechnete Aufnahmen auf eine Größe von 1200 x 800 Bildpunkten. Die Bilder sind im JPEG-Format mit höchstmöglicher Auflösung aufgenommen worden. Im zweiten und dritten Durchgang zeige ich Bildausschnitte in der Größe 1200 x 800 und 600 x 600 Bildpunkte in Originalauflösung. Die Original-Aufnahmen gibt es zusätzlich in voller Auflösung auf meinem Flickr-Konto.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 800 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 bis ISO 51200.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten bei 42 Millimeter Brennweite
  • Fujifilm X-T1 01 ISO 100 f8.0 1-6 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 01 ISO 100 f8.0 1-6 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 01 ISO 100 f8.0 1-6 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800
  • Fujifilm X-T1 02 ISO 200 f8.0 1-12 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 02 ISO 200 f8.0 1-12 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 02 ISO 200 f8.0 1-12 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800
  • Fujifilm X-T1 03 ISO 400 f8.0 1-25 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 03 ISO 400 f8.0 1-25 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 03 ISO 400 f8.0 1-25 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800
  • Fujifilm X-T1 04 ISO 800 f8.0 1-50 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 04 ISO 800 f8.0 1-50 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 04 ISO 800 f8.0 1-50 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800
  • Fujifilm X-T1 05 ISO 1600 f8.0 1-105 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 05 ISO 1600 f8.0 1-105 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 05 ISO 1600 f8.0 1-105 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800
  • Fujifilm X-T1 06 ISO 3200 f8.0 1-210 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 06 ISO 3200 f8.0 1-210 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 06 ISO 3200 f8.0 1-210 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800
  • Fujifilm X-T1 07 ISO 6400 f8.0 1-400 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 07 ISO 6400 f8.0 1-400 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 07 ISO 6400 f8.0 1-400 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800
  • Fujifilm X-T1 08 ISO 12800 f8.0 1-800 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 08 ISO 12800 f8.0 1-800 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 08 ISO 12800 f8.0 1-800 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800
  • Fujifilm X-T1 09 ISO 25600 f8.0 1-1700 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 09 ISO 25600 f8.0 1-1700 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 09 ISO 25600 f8.0 1-1700 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800
  • Fujifilm X-T1 10 ISO 51200 f8.0 1-3300 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 10 ISO 51200 f8.0 1-3300 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800Fujifilm X-T1 10 ISO 51200 f8.0 1-3300 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800

Die Aufnahmen derFujifilm X-T1 zeigen eine sehr gute Farb- und Graustufenwiedergabe. Die Bilder sind scharf und sehr detailreich. Bis zu einer ISO-Empfindlichkeit von ISO 1600 sind praktisch keine Änderungen in der Bildqualität sichtbar und Bildstörungen (Rauschen) ist nicht zu sehen. Erst bei ISO 3200 werden minimale Störunge sichtbar – allerdings ist das Kritik auf einem sehr hohen Niveau. Etwas deutlicher werden die Bildstörungen bei ISO 6400. In der Grautafel ist das Rauschen zu erkennen. Aber auch hier wirken die Bildstörungen noch nicht störend und das Ganze bewegt sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Selbst bei ISO 12800 ändert sich kaum was und die Bildqualität ist immer nich auf einem extrem hohen Niveau. Erst bei ISO 25600 wird die Detailwiedergabe deutlich schlechter. So sind die Zahlen des Rechenschiebers etwas verwaschen. Dieser Effekt ist bei ISO 51200 noch deutlicher und hier fällt dann auch das deutliche Bildrauschen auf. In der Detailansicht wird dies noch deutlicher.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder haben eine Auflösung von 1200 x 800 Pixel und haben Original-Auflösung. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 bis ISO 51200.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten bei 42 Millimeter Brennweite
  • Fujifilm X-T1 01 ISO 100 f8.0 1-6 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800 Detail 1Fujifilm X-T1 01 ISO 100 f8.0 1-6 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800 Detail 1Fujifilm X-T1 01 ISO 100 f8.0 1-6 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800 Detail 1
  • Fujifilm X-T1 02 ISO 200 f8.0 1-12 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800 Detail 1Fujifilm X-T1 02 ISO 200 f8.0 1-12 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800 Detail 1Fujifilm X-T1 02 ISO 200 f8.0 1-12 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800 Detail 1
  • Fujifilm X-T1 03 ISO 400 f8.0 1-25 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800 Detail 1Fujifilm X-T1 03 ISO 400 f8.0 1-25 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800 Detail 1Fujifilm X-T1 03 ISO 400 f8.0 1-25 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800 Detail 1
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  • Fujifilm X-T1 07 ISO 6400 f8.0 1-400 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800 Detail 1Fujifilm X-T1 07 ISO 6400 f8.0 1-400 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800 Detail 1Fujifilm X-T1 07 ISO 6400 f8.0 1-400 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800 Detail 1
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  • Fujifilm X-T1 10 ISO 51200 f8.0 1-3300 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800 Detail 1Fujifilm X-T1 10 ISO 51200 f8.0 1-3300 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800 Detail 1Fujifilm X-T1 10 ISO 51200 f8.0 1-3300 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 1200 x 800 Detail 1

In dem Ausschnitt in Original-Auflösung ist die beeindruckende Detailauflösung sehr gut zu erkennen. Auf der Platine werden selbst feinste Schriften und Anschlüsse des Chips präzise wiedergegeben. Gleiches gilt für die Alufolie. Auch hier werden feinste Nuancen sehr gut reproduziert und das silberfarbige Glänzen der Folie wird gut wiedergegeben. Bei der schwarzen Garnrolle ist zu sehen, dass man mit der Belichtung sehr präzise arbeiten muss. Die einzelnen Fäden sind nur mit Mühe zu erkennen, hier hätte man noch um 1/3 Blende heller belichten können. Schaut man sich den Ausschnitt in Photoshop an, stellt man fest, dass man mit entsprechender Nachbearbeitung hier noch Struktur herausholen kann. Sprich: Die X-T1 hat noch reichlich Potential, dass mit entsprechender Nachbearbeitung noch herausgekitzelt werden kann. Hinsichtlich der Detailauflösung und Bildstörungen ergibt sich das gleiche Bild, wie zuvor. Erst bei ISO 3200 werden die ersten Bildstörungen sichtbar – aber auch hier wieder auf extrem niedrigen Niveau. Wirklich störend wird das Ganze erst bei ISO 12800. Deutlich sichtbaren Detailverlust gibt es dann bei ISO 25.600 und in der höchsten Einstellung ISO 51.200. Dennoch: Für eine "Not"-Aufnahme reicht das Ergebnis aus. 

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder haben eine  Auflösung von 1200 x 800 Pixel und haben Original-Auflösung. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 bis ISO 51200.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten bei 42 Millimeter Brennweite
  • Fujifilm X-T1 01 ISO 100 f8.0 1-6 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 01 ISO 100 f8.0 1-6 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 01 ISO 100 f8.0 1-6 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2
  • Fujifilm X-T1 02 ISO 200 f8.0 1-12 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 02 ISO 200 f8.0 1-12 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 02 ISO 200 f8.0 1-12 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2
  • Fujifilm X-T1 03 ISO 400 f8.0 1-25 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 03 ISO 400 f8.0 1-25 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 03 ISO 400 f8.0 1-25 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2
  • Fujifilm X-T1 04 ISO 800 f8.0 1-50 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 04 ISO 800 f8.0 1-50 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 04 ISO 800 f8.0 1-50 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2
  • Fujifilm X-T1 05 ISO 1600 f8.0 1-105 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 05 ISO 1600 f8.0 1-105 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 05 ISO 1600 f8.0 1-105 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2
  • Fujifilm X-T1 06 ISO 3200 f8.0 1-210 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 06 ISO 3200 f8.0 1-210 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 06 ISO 3200 f8.0 1-210 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2
  • Fujifilm X-T1 07 ISO 6400 f8.0 1-400 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 07 ISO 6400 f8.0 1-400 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 07 ISO 6400 f8.0 1-400 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2
  • Fujifilm X-T1 08 ISO 12800 f8.0 1-800 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 08 ISO 12800 f8.0 1-800 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 08 ISO 12800 f8.0 1-800 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2
  • Fujifilm X-T1 09 ISO 25600 f8.0 1-1700 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 09 ISO 25600 f8.0 1-1700 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 09 ISO 25600 f8.0 1-1700 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2
  • Fujifilm X-T1 10 ISO 51200 f8.0 1-3300 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 10 ISO 51200 f8.0 1-3300 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2Fujifilm X-T1 10 ISO 51200 f8.0 1-3300 Sek 42mm XF18-55mm f2.8-4 R LM OIS 600 x 600 Detail 2

Diese Unterschiede in der Detail-Wiedergabe ist hier besonders gut zu sehen und bestätigt die Feststellungen der ersten beiden Motive. 

Wie bereits geschrieben und nicht anders erwartet, liegt die Bildqualität der X-T1 auf einem sehr hohen Niveau. Selbst bei höheren ISO-Werten von ISO 3200 und ISO 6400 werden Details sehr präzise reproduziert und die Bildstörungen sind auf einem extrem niedrigen Niveau. Bei der Detailwiedergabe zeigt sich der Vorteil des fehlenden Tiefpassfilters der X-T1. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass sich sorgfälltiges Arbeiten mit der Fuji lohnt, um das volle Potential des Sensors auszuschöpfen. 

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TOP 3 – Auslöseverzögerung, Video und mehr

Ein Punkt, der immer wieder heitß diskutiert wird, ist die Auslösevezögerung der Kamera. Dabei spielt die Autfokus-Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle. Um das Thema etwas genauer zu verstehen, sollte man zunächst klären, was die Auslöseverzögerung überhaupt ist. Die Auslöseverzögerung ist der Zeitraum, der zwischen dem Drücken des Auslösers und der eigentlichen Aufnahme vergeht. Generell kann man hier von drei Szenarien ausgehen:

1. Manuelles Fokussieren: Hierbei stellt man zunächst auf das Motiv scharf und löst im entscheidenden Moment aus. Der Finger ist dabei bereits auf dem Auslöser und drückt den bereits halb herunter, um einen möglichst kurzen Auslöseweg zu haben. Abgesehen von der eigenen Reaktionsgeschwindigkeit bleibt für die Kamera dann nur noch die Belichtungsmessung und die Zeit die der mechanische Verschlusses benötigt, um vor den Sensor zu kommen.  Es folgt dann die eigentliche Belichtung. Bei der Reaktionszeit des Menschen unterscheidet man zwischen erwarteten und unerwarteten Ereignissen. Diese Zeit, die dieser Ablauf benötigt, beträgt üblicherweise bei modernen Kameras unter 0,1 Sekunde, meist im Bereich von 0,03 bis 0,06 Sekunden. Noch eine Anmerkung zur Reaktionsgeschwindigkeit des Menschen: Bei unerwarteten Ereignissen liegt die Reaktionszeit bei rund einer Sekunde. Bei erwarteten Ereignissen – und davon reden wir hier – zwischen 0,1 und 0,4 Sekunden. 

2. Autofokus mit Fokussieren vor dem Auslösen: Hierbei peilt man das Motiv an, drückt mit dem Finger den Auslöser leicht nach unten und aktiviert so den Autofokus – die Kamera stellt nun scharf. Nun löst man wieder im entscheidenden Moment aus. Der Ablauf ist nun der gleiche wie zuvor beim manuellen Fokussieren. Einzig wenn man die Kamera auf kontinuierliches Fokussieren gestellt hat, kann es sein, dass beim Auslösen noch minimal nachfokussiert wird. Diese Zeitspanne ist extrem kurz und kann praktisch vernachlässigt werden.

3. Autofokus: Hierbei handelt es sich um das klassische Point-and-Shoot. Man reißt die Kamera hoch peilt das Motiv an und drückt den Auslöser komplett durch. Es findet keinerlei Bildgestaltung statt – zumindest keine detaillierte – sondern es geht nur um den schnellen "Schnappschuß". Hierbei muss die Kamera zunächst den Autofokus aktivieren, die Entfernung ermitteln und die Stellmotoren des Objektivs so steuern, dass das Motiv scharf abgebildet wird. Dank des kombinierten Phasendetektions- und Kontrast-Autofokusverfahrens der X-T1 weiß die Kamera in welche Richtung der Fokus des Objektivs verschoben werden muss, um das Bild scharf zu stellen. Das lästige hin- und herfahren des Fokus, wie es bei Kameras, die nur einen Kontrast-Autofokus haben, passieren kann, gibt es bei der X-T1 praktisch nicht mehr. Ist das Motiv scharf gestellt, laufen die gleichen Vorgänge ab, wie bei Szenario 1 und 2.

Während bei den Varianten 1 und 2 sich die Zeiten je nach Motiv und Brennweite praktisch nicht unterscheiden, ist das bei Variante 3 anders. Hier spielen sehr viele Faktoren eine Rolle: Helligkeit, Kontrast des Motivs, Entfernung, Brennweite, verwendetes Objektiv, bewegt sich das Motiv oder steht es still – um nur die wichtigsten zu nennen. Dies zeigt, dass ein umfangreicher Vergleich der Autofokus-Geschwindigkeiten zum einen nur mit großem Aufwand zu ermitteln ist und zum anderen nur begrenzt Aussagefähigkeit hat. Jeder dieser Faktoren kann sich geringfügig ändern und schon verändert sich die Autofokus-Zeit. Deswegen sind die Aussagen in Foren meist nur mit Vorsicht zu genießen, da sie meist sehr subjektiv sind und eben nur für einzelene Motive gelten. 

Um nun aber einen Anhaltspunkt zu liefern, habe ich einen kleinen Test gemacht, der zumindest schon mal eine Richtung vorgibt. Die Aufnahmen sind mit ISO 3200 und der Einstellung A (Blende und Belichtungszeit) gemacht worden, zum Einsatz kam das 18-55mm Kit-Objektiv in mittlerer Brennweiten-Einstellung. Die Kamera steht bei den Aufnahmen auf einem Stativ. Nun gibt es drei Durchgänge. Im ersten fokussiere ich manuell auf die Stoppuhr des iPad und löse immer zu vollen Zehner-Sekunden aus. Dabei blicke ich nicht durch den Sucher oder auf das Display der Kamera, sondern nur auf die laufende Stoppuhr. Diese Vorgehen ist immer gleich. Damit kann ich zum einen meine Reaktionsgeschwindigkeit ermitteln und bekomme ein Einschätzung für die Dauer der Vorgänge von Szenario 1 und 2. Hier die Ergebnisse:

  • Ohne AF 1 600 x 400Ohne AF 1 600 x 400Ohne AF 1 600 x 400
  • Ohne AF 2 600 x 400Ohne AF 2 600 x 400Ohne AF 2 600 x 400
  • Ohne AF 3 600 x 400Ohne AF 3 600 x 400Ohne AF 3 600 x 400
  • Ohne AF 4 600 x 400Ohne AF 4 600 x 400Ohne AF 4 600 x 400
  • Ohne AF 5 600 x 400Ohne AF 5 600 x 400Ohne AF 5 600 x 400

Im zweiten Durchgang stelle ich die maximale Brennweite von 55 Millimetern ein. Das iPad mit der laufenden Stoppuhr steht etwas weiter entfernt als die Naheinstellgrenze des Objektivs. Nun schalte ich die Kamera kurz in den manuellen Fokusmodus und stelle das Objektiv auf unendlich. Schalte wieder zurück auf AF-S (Einzelautofokus), wobei ich die Kamera auf VARIO-AF gestellt habe und das AF-Feld auf den mittleren Ziffern der Stoffuhr positioniert ist. Nun löse ich wieder bei vollen Zehner-Sekunden aus. Hier die Ergebnisse:

  • TT 1 600 x 400TT 1 600 x 400TT 1 600 x 400
  • TT 2 600 x 400TT 2 600 x 400TT 2 600 x 400
  • TT 3 600 x 400TT 3 600 x 400TT 3 600 x 400
  • TT 4 600 x 400TT 4 600 x 400TT 4 600 x 400
  • TT 5 600 x 400TT 5 600 x 400TT 5 600 x 400

Der dritte Durchgang ist gleich wie der zweite, nur dass die Kamera nun auf die minimale Brennweite von 18 Millimetern eingestellt ist. Das iPad mit der laufenden Stoppuhr steht wieder etwas weiter entfernt als die Naheinstellgrenze. Der Ablauf ist nun wieder der gleiche. Hier die Ergebnisse:

  • WW 1 600 x 400WW 1 600 x 400WW 1 600 x 400
  • WW 2 600 x 400WW 2 600 x 400WW 2 600 x 400
  • WW 3 600 x 400WW 3 600 x 400WW 3 600 x 400
  • WW 4 600 x 400WW 4 600 x 400WW 4 600 x 400
  • WW 5 600 x 400WW 5 600 x 400WW 5 600 x 400

Die Aufnahmen zeigen, dass die Verzögerung bei Durchgang 1 im Durchschnitt bei rund 0,05 Sekunden liegt. In der Teleeinstellung liegt der Durchschnitt inklusive Autofokus-Zeit bei run 0,4 Sekunden. In der Weitwinkeleinstellung sinkt die Zeit auf run 0,2 Sekunden. Dies zeigt, dass bereits die verwendete Brennweite erheblichen Einfluss auf die AF-Geschwindigkeit und damit die Auslöseverzögerung hat. Der gleiche Test mit eine Festbrennweite würde wieder ein anderes Ergebnis liefern. Der Test zeigt aber auch, dass man mit Methode 2 extrem kurze Auslöseverzögerungen bekommt – und das ist ja eigentlich die am meist genutzte Variante. Noch schwieriger wird das ganze übrigens bei sich bewegenden Motiven. Hier hängt die Auslösezeit von der Geschwindigkeit, der Richtung, der Größe, der Entfernung und Brennweite ab. Genrell kann ich sagen, dass die Autofokusgeschwindigkeit der X-T1 in der Einstellung AF-C (kontinuierlicher Autofokus) schon recht hoch ist. Dennoch würde ich die Fujifilm nicht einem Sportfotografen empfehlen. Hier spielen Spiegelreflexe immer noch die erste Geige. Außerdem sollte man berücksichtigen, dass die maximale Brennweite im Moment 230 Millimeter mit dem XC-Objektiv beträgt. Das sind dann übertragen aufs Vollformat rund 350 Millimeter. Wer schon einmal Sport fotografiert hat, weiß, dass hier auch Brennweiten von 400 Millimetern und mehr erforderlich sind – die gibt's nur für DSLRs in guter Lichtstärke, kosten dann aber auch gerne mal soviel wie ein gebrauchtes Mittelklasse-Auto. Was ich damit sagen will: Mit der X-T1 lassen sich Sport- und Action-Aufnahmen machen, aber es ist nicht ihre Spezialität.

Tipp: Im Kameramenü kann man einstellen, ob die Kamera in der Autofokus-Einstellung erst auslösen soll, wenn das Motiv scharf ist, oder wenn man den Auslöser drückt. Dazu gehst du ins AUFNAHME-MENÜ auf den Punkt "AUTOFOKUSEINST." und dort auf "PRIO. AUSLÖSEN/FOKUS". Hier kann man nun getrennt für AF-S und AF-C wählen, welche Priorität genutzt werden soll. Mein Tipp: Für AF-S nehme ich "FOKUS" und für AF-C "AUSL.". Bei Einzelaufofokus möchte ich sicher ein scharfes Bild bekommen, da kommt es auch meist auf die Zeit nicht an, bei kontinuierlichem Autofokus kann ich auch gerne mal ein minimal unscharfes Foto bekommen, Hauptsache, die Kamera löst überhaupt aus. Außerdem arbeite ich meist bei AF-C in der Serienbildgeschwindigkeit Hoch (CH am Drehrad unter dem ISO-Rad) oder Niedrig (CL).

 

 

 

 

 

 

 

Videoaufnahmen

Erwähnt hatte ich es ja bereits: Mit der X-T1 lassen sich Videos in Full-HD (1920 x 1080 Bildpunkte) mit 60p (progressive = 60 Vollbilder pro Sekunde) aufnehmen. Das hört sich zunächst sehr gut an und ich kann schon mal sagen, dass die Bildqualität auch tatsächlich sehr gut ist. Allerdings gibt es einige Einschränkungen, die die X-T1 nicht gerade zum Videoprofi macht. So gibt es beispielsweise keine manuellen Einstellmöglichkeiten von Belichtungszeit und Blende. Man kann die Blende zwar manuell einstellen, aber nicht während des Filmens verändern und so mit der Schärfentiefe spielen. Der Autofokus arbeitet recht zuverlässig und kommt bei Schwenks auch meist hinterher. Möchte man manuell scharf stellen, so lässt sich leider das Fokus-Peaking nicht nutzen. Auch die Lupenfunktion ist nicht zuschaltbar. Das sind Einschränkungen, die der ambitionierte Videofilmer vermissen wird. Und wer jetzt auf die Idee kommt, einen externen Monitor an die X-T1 zu hängen, wird enttäuscht, denn das Live-Bild wird nicht über die HDMI-Buchse ausgegeben. Ein externes Mikrofon kann übrigens angeschlossen werden – immerhin. Noch ein Tipp: Bevor man eine Viedeoaufnahme startet, sollte man das Bildformat auf 16 : 9 einstellen, damit man den richtigen Bildausschnitt schon vor dem Start der Videoaufnahme sieht. Macht man das nicht, springt das Bildformat von 4 : 3 auf 16 : 9 um und man kann die ersten Sekunden getrost rausschneiden, da der Bildausschnitt wohl nicht richtig passen wird. 

Abschließend muss ich sagen: Ja man kann mit der X-T1 Videos in guter Qualität drehen, aber es ist nicht die Top-Disziplin der Fuji – die ist eindeutig die Fotografie. Der ambitionierte Filmer wird einfach zu viele Funktionen vermissen, die für top Video-Aufnahmen erforderlich sind.

Zubehör und Objektive

Für die X-T1 gibt es eine reichhaltige Zubehörauswahl. Eines der wichtigsten Teile ist der Zusatz-Akku mit Hochkantauslöser VG-XT1 für 229 Euro. Dazu wird es Taschen, Blitze und weitere interessante Produkte geben. Wichtiger Punkt bei der Wahl der richtigen Kamera ist das vorhandene Objektiv-Portfolio. Hier hat Fuji schon eine Menge zu bieten angefangen von lichtstarken Festbrennweiten, über Makro-Objektive bis hin zu Zoom-Objektiven. Dazu gibt es die Touit-Objektive von Zeiss. Was allerdings im Moment fehlt sind wasserdichte Objektive. Denn: Die X-T1 ist ja spritzwasser- und staubgeschützt, allerdings fehlen zur Zeit noch die passenden Objektive. In der Fuji-Roadmap zu den Objektiven sind für dieses Jahr insgesamt drei entsprechende Linsen angekündigt. Zu erkennen sind sie am den Namenszusatz "WR". Als erstes wird es das XF18-135mm f3.5-5.6 R OIS WR geben, dann folgt das XF16-55mm f2.8 R OIS WR und den Abschluss für dieses Jahr bildet dann das XF50-140mm f2.8 R OIS WR. Preise und genaue Erscheinungsdaten stehen allerdings noch nicht fest.

WLAN-Funktionen

Die X-T1 ist mit einem WLAN-Modul ausgestattet. Damit kann die X-T1 sowohl ferngesteuert werden, als auch Bilder von der Kamera auf Smartphone oder Tablet-PC übertragen werden und die Bilder können mit Geo-Daten verbunden werden. Außerdem gibt es die Funktion "PC AUTO-SPEICHER" über die sich neue Bilder automatisch auf dem heimischen PC speichern lassen. Dazu muss ein entsprechender Ordner eingerichtet und freigegeben werden und die kostenlose Software "PC AUTO SAVE" (Windows und OS.X) installiert werden. Ist die Funktion erst mal eingerichtet, klappt das Übertragen der neuen Bilder einfach und unkomplizert. Was die X-T1 leider nicht bietet, ist die Übertagung der Aufnahmen im Hintergrund. Sprich: Man muss nach neuen Aufnahmen wieder individuell in die WLAN-Funktion wechseln, um die Fotos zu übertragen. 

Falls du schon mal eine Fuji-Kamera mit WLAN-Funktion genutzt hast und möglicherweise schon eine Fuji-App auf dem Smartphone hast, musst du für die X-T1 möglicherweise eine andere App herunterladen. Damit eine Verbindung zu Stande kommt, muss die App "FUJIFILM CAMERA REMOTE" geladen werden. Erst mit der kann die Verbindung hergestellt werden.

Die Verbindung zwischen Kamera und App lässt sich schnell herstellen: Menü aufrufen, WLAN-Funktion aufrufen – die kann man auch auf eine Fn-Taste legen –, im WLAN-Menü des Smartphones die Kamera suchen und damit verbinden – ein Kennwort muss nicht eingegeben werden – und die App aufrufen. Nun kann man zwischen den unterschiedlichen Funktionen in der App wählen. Interessant ist hier vor allem die Fernbedienung. Das Live-Bild wird natürlich auf dem Smartphone angezeigt. Allerdings lassen sich nicht alle Funktionen per Smartphone steuern, aber zumindest die wichtigsten. Mir gefällt diese Funktion sehr gut und bietet eine schöne Möglichkeit auf einen Draht- oder Fernauslöser zu verzichten. Und so sieht die App im Betrieb aus:

  • iPhone 1 StartbildschirmiPhone 1 StartbildschirmiPhone 1 Startbildschirm
  • iPhone 2 Live-BildiPhone 2 Live-BildiPhone 2 Live-Bild
  • iPhone 3 Einstellung FilmsimulationiPhone 3 Einstellung FilmsimulationiPhone 3 Einstellung Filmsimulation
  • iPhone 4 Live-Bild Fimsimulation swiPhone 4 Live-Bild Fimsimulation swiPhone 4 Live-Bild Fimsimulation sw
  • iPhone 5 Fotos übertrageniPhone 5 Fotos übertrageniPhone 5 Fotos übertragen

Auf dem letzten Screenshot ist zu sehen, wie die Funktion "Empfang starten" funktionier. Hier lassen sich die Bilder auswählen, die übertragen werden sollen. Im Einstellmenü der X-T1 kann dabei festgelegt werden, in welcher Auflösung die Aufnahmen übertragen werden sollen. Hat man sich erst mal mit den verschiedenen Funktionen vertraut gemacht, geht alles recht einfach von der Hand. Ach ja: Sollen die Aufnahmen mit den Ortsdaten kombiniert werden, muss dazu vor Beginn der Foto-Safari das Handy eintsprechend eingestellt werden. Am der Ende der Tour lassen sich die Daten dann bequem auf die Kamera übertragen. Damit das auch zuverlässig funktioniert, müssen die Uhr der Kamera und des iPhone möglichst exakt die gleiche Uhrzeit haben. 

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Das Finale – Mein Fazit

Die X-T1 wird viele Fans finden. Das ansprechende Design, das hochwertige, abgedichtete Gehäuse, gepaart mit einer intuitiven Bedienung wird vor allem den Fotografen entgegen kommen, die häufiger zu ihrer Kamera greifen – oder sie gar beruflich nutzen. Die Bildqualität ist über jeden Zweifel erhaben. Selbst in hohen ISO-Einstellungen liefert die X-T1 hervorragende Qualität, praktisch ohne sichtbare Bildstörungen (Rauschen). Die Autofokus-Geschwindigkeit liegt auf dem Niveau der X-E2, dank des Hybridautofokus, der auch in der X-T1 vorhanden ist.

Dazu gibt's den Klappmonitor – leider ohne Touchscreen – und den elektronischen Sucher. Der liefert eine herausragende Qualität. Gebaut in OLED-Technik mit einer Auflösung von rund 2,4 Millionen Bildpunkten zeigt er ein perfektes Bild, das einem optischen Sucher schon sehr nahe kommt. Er verbindet damit die Vorteile eines elektronischen Suchers – alle Daten lassen sich einblenden, Wasserwaage und die Aufnahme kann wiedergegeben werden – mit denen eines optischen Suchers. Sicher, es ist kein optischer Sucher, aber das Bild ist dank der hohen Auflösung so "geschlossen", dass er dem schon sehr nahe kommt.

Ein umfangreiches Zubehörpaket (Batteriegriff, Handgriff, Ledertasche, M-Objektivadapter, Fernauslöser und Blitzgerät) rundet das Ganze ab. Dazu der Blitzanschluss, WLAN und das spritzwassergeschützte Gehäuse – fertig ist das neue Top-Modell der X-Serie. Ach ja: Dazu gibt's natürlich noch die umfangreiche Objektivpalette von Fuji. Die wird im Laufe des Jahres dann um spirtzwassergeschützte Modelle ergänzt, die perfekt zur X-T1 passen.

Stellt sich noch die Frage, für wen die X-T1 geeignet ist? Fotografen, deren Haupteinsatzgebiete Porträt, Makro, Stillleben, Landschaft, Street-Photography, Architektur, Available- und Low-Light , Table-Top und Studio ist. Obwohl der Autofokus schneller geworden ist, würde ich die X-T1 nicht für Action- und Sport-Fotografie empfehlen. Zudem fehlen hier Objektive mit Brennweiten von 300 und mehr Millimetern. Wer mit der Kamera auch Videoaufnahmen machen möchte, kann zur X-T1 greifen, allerdings mit den bereits zuvor erwähnten Einschränkungen.

Die X-T1 wird es ab März 2014 für 1199 Euro geben.
Als Kit in Verbindung mit dem Fujinon XF18-55mm f2.8-4 R LM Objektiv wird die X-T1 1599 Euro kosten.
Die X-T1 kann aber bereits vorbestellt werden:

 

   

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Über die Foto-Bude

Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

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