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Canon PowerShot G1 X Mark II –
Kompaktkamera mit APS-C-Sensor

In den vergangenen Monaten bekam ich immer wieder Anfragen von Lesern, die wissen wollten, warum ich eigentlich die Canon PowerShot G1X nicht teste. Als Grund hab ich dann immer gesagt: "Die ist schon so lange auf dem Markt, da kommt bestimmt bald ein Nachfolger und den teste ich dann." Und der Nachfolger ist jetzt da: Die Canon PowerShot G1 X Mark II. Die Zusatzbezeichnung "Mark" hat inzwischen schon fast Tradition. Hat doch die bekannte Canon EOS 5D nach verschiedenen Updates inzwischen die Zusatzbezeichnung Mark III.

Nun also die Mark II. Was macht die G1 X so besonders und unterscheidet sie von anderen Kompaktkameras? Wichtigster Punkte ist der Bildsensor. Der ist bei den Kompakten üblicherweise nicht sonderlich groß, denn schließlich ist in den kleinen Gehäusen kaum Platz für große Bildwandler. So ist beispielsweise der Sensor der Canon PowerShot SX700HS gerade mal 6,2 x 4,6 Millimeter groß. Bei der G1 X ist das anders: Hier werkelt ein deutlich größerer Sensor mit den Abmessungen 18,7 x 14 Millimeter. Damit hat er nicht ganz die Größe eines APS-C-Sensors einer Spiegelreflexkamera, der auf  22,3 x 14,9 Millimeter kommt. Neben der Größe gibt es einen weiteren Unterschied: Die Spiegelreflex hat ein Seitenverhältnis von 3 : 2, die Kompakte von 4 : 3. Auf der rund 262 Quadratmillimeter großen Fläche des G1X-Sensors verteilen sich 13,1 Millionen Bildpunkte. Stellt man die Kamera auf das 3 : 2-Format um, sind es noch 12,8 Megapixel. Zum Vergleich: Die Canon EOS 700D Spiegelreflexkamera bringt es auf 18 Megapixel.

Kommen wir zum Objektiv, das selbstverständlich fest eingebaut ist. Die nominale Brennweite beträgt 12,5 bis 62,5 Millimeter, was umgerechnet auf das Kleinbildformat 24 bis 120 Millimeter entspricht und somit ein 5fach-Zoom ist. Die Lichtstärke des Objektivs beträgt f2.0 in der Weitwinkeleinstellung und f3.9 in der maximalen Teleeinstellung. Ausgestattet ist das Objektiv mit einem optischen Bildstabilisator, der rund zwei bis drei Blendenstufen ausgleichen kann. Soviel zu den beiden wichtigsten Elementen der G1X Mark II – dem Sensor und dem Objektiv.

Handhabung der Kamera

Als ich die Kamera das erste mal in die Hand nahm, war ich erstaunt über das doch recht hohe Gewicht. Immerhin bringt die G1X MKII knapp 560 Gramm inklusive Akku und Speicherkarte auf die Waage. Das ist auch nicht viel weniger, als beispielsweise die Systemkamera Sony Alpha 6000 mit dem Kitobjektiv. Auch die Abmessungen der Kamera fällt für eine Kompakte recht üppig aus: 11,6 Zentimeter breit, 7,4 Zentimeter hoch und im ausgeschalteten Zustand 6,6 Zentimeter tief. Damit ist sie in etwa so groß, wie die bereits erwähnte Sony Alpha 6000. 

Die Canon liegt recht gut in der Hand, allerdings hätte ich mir einen etwas größeren, stärker ausgearbeiteten Griff gewünscht. Die Oberfläche des Griffs fühlt sich gut an und ist angenehm. Auf der Oberseite befindet sich das Drehrad zum Einstellen der verschiedenen Belichtungsprogramme. Davor sind Auslöser und Zoomschalter. Ebenfalls auf der Oberseite der Ein-/Ausschalter sowie die Wiedergabetaste. Auf der Kamerarückseite befindet sich das kombinierte Drehrad mit Vierwegeschalter, der OK-Taste, sowie Tasten zum Aufruf des Menüs (MENU), Einstellen des Bildschirms (DISP), Umstellen auf manuellen Fokus (MF) und Wahl des Autofokusfeldes. Dazu gibt's noch die WLAN- und Video-Taste. 

Den größten Teil der Kamerarückseite nimmt der klappbare Bildschirm in Anspruch. Er hat eine Diagonale von sieben Zentimetern und eine Auflösung von einer Million Bildpunkten. Der Bildschirm lässt sich vollständig nach oben klappen, so dass man mit der G1X MkII auch Selfies machen kann. Für die vereinfachte Bedienung ist der Monitor als Touchscreen ausgearbeitet. Darüber kann sowohl das Fokusfeld per Fingerzeig festgelegt werden, als auch die Steuerung der Kamera erfolgen.

 
 

Was ich allerdings mit Schrecken feststelle: Es gibt keinen Sucher mehr. Hatte die G1X den noch in der optischen Variante, fehlt der bei der Mark II. Verstehe ich das richtig? Eine Kompaktkamera, die in die Profiliga will hat keinen Sucher? Wer gestalten und nicht nur knipsen will, braucht einen Sucher – meine Meinung. Also durchstöbere ich das Datenblatt und die Infos auf der Canon-Seite und werde schließlich fündig. Einen elektronischen Sucher gibt's als Zubehör. Der EVF-DC1 (rund 260  Euro) lässt sich auf den Blitzschuh stecken. Er hat eine Auflösung von 2,4 Millionen Bildpunkten und lässt sich nach oben klappen. Das heißt dann aber auch, dass zu der rund 800 Euro teuren Kamera (Stand Juli 2014) noch mal 260 Euro dazu kommen, um aus der Kamera ein vollwertiges Modell zu machen. Sprich: Das Gesamtpaket kostet dann gut 1000 Euro – eine Menge Geld für eine Kompaktkamera.

Neben den bereits beschriebenen Tasten und Drehrädern gibt es noch zwei weitere. Die befinden sich vorne am Objektiv. Die lassen sich individuell programmieren. So lässt sich beispielsweise die Blende oder Belichtungskorrektur darüber einstellen. Und natürlich der Fokus, wenn manuelles Fokussieren aktiviert ist.

Unterschiede zum Vorgängermödell Canon Powershot G1X

Stellt sich nun die Frage: Was ist eigentlich neu an der Mark II? Fangen wir mit dem an, was weggefallen ist und das ist – wie bereits erwähnt – der Sucher. Hatte die G1X noch einen kleinen optischen Sucher, muss bei der Mark II ein elektronischer Sucher zugekauft werden, der oben auf den Blitzschuh gesteckt wird. Ein Vorteil hat das allerdings: Die Kamera ist rund sechs Millimeter niedriger geworden und wirkt nicht mehr ganz so klobig. Den Kontrollmonitor mit Touchscreen hatte ich bereits erwähnt. Bei der neuen kann der Monitor vollständig nach oben geklappt werden, so dass er auch von vorne zu sehen ist, beim Vorgängermodell ließ er sich seitlich wegklappen und ebenfalls von vorne einsehen. Allerdings fehlte hier der Touchscreen.

Ebenfalls weggefallen sind ein paar Megapixel. Hatte das Vorgängermodell noch 14,3 Millionen Bildpunkte, bringt es die Neue auf die bereits erwähnten 13,1 Megapixel – das bei gleich großem Sensor. Allerdings betrifft der nominale Unterschied nur das 4 : 3 Format. Hier speicherte die G1X genau 4352 x 3264 Bildpunkte, während es die MKII bei 4160 x 3120 Pixel belässt. In den Formaten 3 : 2 und 16 : 9 zeichnen beide Kamera die gleiche Auflösung auf: 4352 x 2904 und 4352 x 2248 Bildpunkte. Selbstverständlich können die Bilder sowohl im JPEG als auch RAW-Format gespeichert werden.

Zugelegt hat die G1X MkII beim Objektiv und das in zweierlei Hinsicht: Brennweite und Lichtstärke. Reicht der Zoombereich bei der alten von – auf das Kleinbildformat umgerechnet – 28 bis 112 Millimeter, so bringt es das aktuelle Modell auf 24 bis 120 Millimeter. Gerade im Weitwinkelbereich ist das positiv zu bewerten, denn vier Millimeter mehr Brennweite sind rund 15 Prozent mehr "Panorama". Bei der Lichtstärke kommt das Objektiv auf einen Wert von f2.0 bis f3.9, während das alte erst bei f2.8 begann und dann sogar im Telebereich nur f5.8 lieferte. Also eine sehr erfreuliche Entwicklung.

Eine Verbesserung gibt es zudem im Autofokusbereich, hier stehen bei der neuen nun 31 Fokusfelder, gegenüber neun beim Vorgängermodell für die Messung der Schärfe zur Verfügung. Besonders positiv: Beim manuellen Fokussieren kann nun das sogenannte Fokus-Peaking zugeschaltet werden. Außerdem ist die Naheinstellgrenze von 20 Zentimeter auf fünf Zentimeter – gemessen ab Frontlinse – reduziert worden, so dass nun bessere Makroaufnahmen möglich sind.

Wie gehabt ist ein dreistufiger ND-Filter eingebaut. Auch das hat sich nicht geändert: Sie einstellbare Empfindlichkeit reicht von ISO 100 bis ISO 12800. Belichtungszeiten von 60 Sekunden bis zu 1/4000 Sekunde lassen sich wählen. Die kleinste Blendenöffnung beträgt f16.

Bei den Belichtungsprogrammen, den Aufnahmemodi für Video sowie den Bildeffekten gibt es keine erwähnenswerten Neuerungen. Neu ist allerdings die deutlich schnellere Serienbildfunktion. Hier legt die Mark II mit 5,2 Bildern pro Sekunde los, während es das Vorgängermodell nur auf knapp zwei Aufnahmen pro Sekunde brachte.

Neben USB- und HDMI-Anschluss verfügt die Mark II nun auch über ein eingebautes WiFi-Modul inklusive NFC-Chip zur schnellen Kopplung mit entsprechend ausgestatteten Smartphones. Welche Funktionen sich über WLAN steuern lassen, werde ich später noch näher betrachten. Außerdem gibt es einen Anschluss für eine Fernbedienung, einen Anschluiss für ein externes Mikrofon gibt es allerdings nicht. Noch ein Hinweis zum HDMI-Anschluss: Es ist eine Buchse Typ-D (Micro) und es wird kein Live-Bild ausgegeben, sondern der Anschluss ist nur bei der Wiedergabe aktiv.

Im Bereich Video gibt es keine Änderungen: Hier nimmt die MkII wie gewohnt in Full-HD mit 1080p auf und einer Bildwiederholrate von 30 Bildern pro Sekunde. . 

Exkurz zu den Themen HD-Video, Bildwiederholfrequenz und Datenrate

HD (High Definition = Hohe Auflösung) ist heute der Standard. Und was heißt das? Die Videos haben eine Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten, dies entspricht Full-HD. Das ist die gleiche Auflösung, die moderne Flachbildfernseher haben. Zum Vergleich: die ersten Filmchen, die man mit Fotokameras machen konnte, hatten eine Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten, das entspricht 0,3 Megapixel. Die HD-Auflösung hat rund zwei Megapixel, das ist das knapp siebenfache. Und das sieht man natürlich auch in den Aufnahmen. Neben der Full-HD-Auflösung gibt es auch noch die einfache HD-Auflösung mit 1280 x 720 Bildpunkten. Achtung: Häufig wird bei Kameras für Videos in HD-Auflösung geworben. Meist ist dann aber nur die "kleine" HD-Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten gemeint. Der Unterschied zwischen Full-HD und normalem HD ist auf einem guten TV-Bildschirm deutlich sichtbar. Feine Details werden in der Full-HD-Auflösung besser wiedergegeben, feine Strukturen kommen besser zur Geltung.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Bildwiederholrate – sprich: Wie häufig wird das Bild gespeichert. Das Maximum sind 50 beziehungsweise 60 Bilder pro Sekunde, auch Bildwiederholrate genannt. Um die Verwirrung noch weiter zu vergrößern: 50/60 Bilder pro Sekunde sind nicht gleich 50/60 Bilder pro Sekunde. Den kleinen aber feinen Unterschied macht der Buchstabe nach der Bildwiederholrate: "p" oder "i". Der Buchstabe "p" steht dabei für den Begriff progressive und "i" für interlaced. Und was bedeutet das nun? Bei 50p/60p nimmt die Kamera 50/60 mal pro Sekunde die volle HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten auf, das ist das Optimum was geht. Bei 50i/60i nimmt die Kamera zwar auch 50/60 Bilder pro Sekunde auf, allerdings jedesmal nur die halbe HD-Auflösung. Und wie muss ich mir das vorstellen? Das Bild besteht ja aus 1920 Bildpunkten nebeneinander und 1080 Bildzeilen. Im Modus Interlaced nimmt die Kamera beim jedem Bild immer nur jede zweite Zeile auf. Also: Beim ersten Bild werden die Zeilen 1, 3, 5, 7 usw. aufgenommen. Beim zweiten Bild die Zeilen 2, 4, 6, 8 usw. Für die Kamera bedeutet das schlicht und ergreifend: weniger Rechenarbeit, da nur die Hälfte der Daten verarbeitet werden muss. Und welchen Unterschied macht das für den Betrachter und die Bildqualität? Ein Unterschied zwischen 50p/60p und 50i/60i ist unter bestimmten Voraussetzungen sichtbar und zwar immer dann, wenn sich im Motiv Dinge befinden, die sich schnell bewegen. Denn dann passen die jeweiligen Halbbilder nicht mehr perfekt zueinander und man hat das Gefühl, das Bild ist minimal unscharf. Bei den Dingen, die sich schnell bewegen, können außerdem leichte Schlieren sichtbar sein. Bei Motiven, in denen sich nur wenig bewegt, ist der Unterschied zwischen "i" und "p" praktisch nicht sichtbar. Viele Kameras bieten die Möglichkeit, zwischen 50i und 25p zu wählen. Sprich: entweder macht die Kamera 50/60 Halbbilder pro Sekunde oder 25 Vollbilder pro Sekunde. Mein Tipp: Bei "schnellen" Motiven wählt man 50i/60i, bei ruhigen Motiven 25p.

Noch ein weiterer Parameter ist wichtig. Das ist die sogenannte Datenrate. Beim Aufnehmen des Videos werden die Filmdaten von der Kamera komprimiert. Das ist ähnlich wie beim Fotografieren das JPEG-Format. Die Komprimierung ist erforderlich, da die Datenmenge kaum zu handhaben wäre, wenn jedes Bild unkomprimiert – quasi im RAW-Format – gespeichert würde. So wie es keine einheitliche JPEG-Komprimierung gibt, gibt es auch keine einheitliche Video-Komprimierung. Zwar sind die Filme im sogenannten AVCHD-Format gespeichert und können problemlos wiedergegeben werden – wie bei JPEG-Bildern – dennoch unterscheiden sie sich in der Datenrate. Die wird in Megabit pro Sekunde (MBit/Sek. oder auch Mbps) angegeben. Je höher die Datenrate, um so weniger wurde das Ausgangsmaterial komprimiert und um so besser sollte die Qualität sein. Das Maximum liegt übrigens bei 50 MBit/Sek. Auch hier noch die Ergänzung: Ja es gibt Profi-Kameras, die das Bild unkomprimiert speichern und höhere Datenraten haben.

 

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TOP 1 – Bedienung und Menüs

Fangen wir mit den Menüs an. Mit einem Druck auf die entsprechende Taste auf der Kamerarückseite erscheint das Menü auf dem Bildschirm. Es ist gegliedert in das Aufnahme-Menü (Kamera), das Einstell-Menü (Schraubenschlüssel und Hammer) sowie das My Menü (Stern). Ist der Touchscreen eingeschaltet, so kann man ganz bequem per Touchscreen die einzelnen Menüpunkte aufrufen. Ein- und ausgeschaltet wird der Touchscreen im Einstell-Menü unter dem Punkt "Touch-Bedien.".

Werfen wir zunächst einen Blick in das Aufnahme-Menü. Neben den verschiedenen Autofokus-Einstellungen, wird hier der Digitalzoom ein- oder ausgeschaltet. Meine Empfehlung: Den Digitalzoom ausschalten, da sonst zu viel Bildqualität verschenkt wird. Möchtest du häufiger mit manuellem Fokus arbeiten, empfehle ich den Punkt "MF-Fokus-Lupe" auf 2x oder 4x zu stellen. Ist die Funktion aktiviert, springt beim manuellen Fokussieren die Lupe an, sobald man am Fokusring des Objektivs dreht. Eine weitere Hilfe verbirgt sich hinter dem Menüpunkt "Einst. für MF Peaking". Wird der Punkt gewählt, so kann, nachdem das Peaking eingeschaltet ist, die Empfindlichkeit (Hoch, Gering) und die Farbe (Gelb, Blau, Rot) gewählt werden. Ist das Peaking eingeschaltet, so wird beim manuellen Fokkussieren an kontrastreichen Kanten ein Farbsaum gezeigt, sobald die maximale Schärfe erreicht ist. Das manuelle Fokussieren wird eingeschaltet mit einem Druck auf die MF-Taste auf der Kamerarückseite.

Unter dem Menüpunkt "Autom. ISO-Einst." lässt sich die ISO-Obergrenze für die Einstellung Auto-ISO wählen. Allerdings kann nur eine obere Grenze festgelegt werden. Die Wahl einer Belichtungszeit, bei der die G1X MkII in die nächst höhere ISO-Stufe springen soll, ist nicht möglich. Lediglich eine Änderungsrate kann in drei Stufen festgelegt werden: Standard, Langsam und Schnell. In nächsten Punkt des Menüs "High ISO NR" wird festgelegt, wie stark die Rauschunterdrückung bei hohen ISO-Einstellungen sein soll. Zur Wahl stehen "Standard", "Hoch" und "Gering". Ich empfehle die Einstellung "Gering" wenn die Aufnahmen später noch nachbearbeitet werden sollen. Ansonsten kann "Standard" gewählt werden.

Der Menüpunkt "Bildüberpr. nach Aufnahme" legt fest, wie lange das aufgenommene Bild auf dem Kontrollbildschirm angezeigt werden soll – Aus (gar nicht), 2, 4 oder 8 Sekunden, Schnell (nur ganz kurz) oder Halten (dauerhaft, bis eine andere Funktion aktiviert wird oder der Auslöser erneut angetippt wird). Außerdem lässt sich festlegen, ob die Aufnahmeinformationen angezeigt werden sollen oder nur das Bild.

Auf der Kamerarückseite befindet sich die Taste "DISP". Unter dem Menüpunkt "Custom Display" wird festgelegt, welche beiden Displayansichten nach jeweiligem Druck der DISP-Taste zu sehen sind. Zur Wahl stehen "Aufnahmeinfo", "Gitternetz", "Elektr. Wasserwaage" und "Histogramm". Ich würde in jedem fall in eine der beiden Ansichten die elektronische Wasserwaage aktivieren. Es ist eine 3D-Wasserwaage die zwar recht klein eingeblendet wird, aber zur Kontrolle ausreicht. 

Neben dem hier beschriebenen Hauptmenü gibt es ein Funktionsmenü, das mit einem Druck auf die "FUNC/SET"-Taste auf der Kamerarückseite aufgerufen wird. Dieses Menü enthält alle wichtigen Kameraeinstellungen, die so schnell aufgerufen werden können. Welche Einstellungen dort zur Verfügung stehen, lässt sich im Aufnahme-Menü unter dem Punkt "Layout des FUNC.-Menüs" festlegen. Zwischen 14 Funktionen kann gewählt werden. Am einfachsten geht die Wahl per Touchscreen – dazu muss, wie bereits erwähnt, die Touch-Bedienung im Einstell-Menü aktiviert werden. Neben der Wahl der verschiedenen Funktionen, kann die Reihenfolge verändert werden. Dazu drückst du einfache die DISP-Taste und kannst nun in der Seitenleiste die Position einfach durch ziehen auf dem Touchscreen anpassen.

Ebenfalls individualisiert werden, können die beiden Drehringe am Objektiv und das Rad auf der Rückseite der Kamera. Versteckt ist das unter dem Menüpunkt "Funktionszuweisung". Wählt man den oberen Punkt, so kann die Funktion der drei Räder individuell für die Belichtungsprogramme P (Programm), Av (Aperture Value = Blendenvorwahl) und Tv (Time Value = Zeitvorwahl) sowie die manuelle Belichtungseinstellung festgelegt werden. Ich habe in den Programmen Av und Tv das hintere Rad mit der Belichtungskorrektur belegt und vorne das größere Rad – das, dass einrastet – jeweils mit der Blenden- oder Zeitvorwahl belegt. Das vordere Drehrad habe ich nicht belegt, da ich es zum manuellen Fokussieren nutze. Im Belichtungsprogramm P bekommt das hintere Rad die ISO-Verstellung und das vordere große die Belichtungskorrektur, das andere bleibt wieder fürs Fokussieren. In der Einstellung M habe das hintere Rad mit der ISO-Verstellung belegt und das vordere große mit Tv/Av. das heißt, ich kann mit dem Rad sowohl Blende als auch Belichtungszeit einstellen. Um zwischen den Werten zu wechseln, muss die obere Taste des Vierwege-Kombischalters gedrückt werden. Ein kleiner grüner Ring zeigt im Display an, welche Funktion gerade aktiv ist. Neben den drei Drehrädern können die Direkt- und Videotaste noch individuell belegt werden. Die Direkttaste ist unter der Videotaste. Ich habe sie mit dem ND-Filter (Graufilter) belegt.

Beendet wird das Aufnahme-Menü mit dem Punkt Einst.speicher. Hier lassen sich unter C1 und C2 (Custom 1 und 2) die aktuellen Kameraeinstellungen speichern. Die lassen sich später blitzschnell über das Programmwahlrad wieder aufrufen. So können beispielsweise Einstellungen für Schwarz-Weiß-Aufnahmen oder andere spezielle Einstellungen gespeichert werden. 

Kommen wir nun zum Einstell-Menü. Hier finden sich zunächst die Einstellungen für Lautstärke, Datum, Uhrzeit, Zeitzone, Standby-Zeit, LCD-Helligkeit sowie die HDMI-Einstellungen. Wie bereits erwähnt sind hier auch die Punkte "Touch-Bedien." und "Touch-Reaktion", mit denen der berührungsempfindliche Bildschirm eingeschaltet wird und die Empfindlichkeit eingestellt werden kann. 

Wichtig sind hier noch die WLAN-Einstellungen. Unter dem entsprechenden Menüpunkt kann der Gerätename angepasst werden und festgelegt werden, ob die Verbindung durch ein Kennwort geschützt werden soll. 

Die Bedienung

Generell ist die Bedienung der Kamera gut strukturiert. Die bereits beschriebenen Menüs sind gut verständlich und lassen kaum Fragen offen. Mit dem Programmwählrad auf der Kameraoberseite kann zwischen den verschiedenen Belichtungsoptionen gewählt werden. Selbstverständlich gibt es die Standards P (Programm), Tv (Time Value = Zeitvorwahl), Av (Aperture Value = Blendenvorwahl) und M (manuelle Einstellung von Blende und Belichtungszeit). Dazu gibt es die bereits erwähnten Individualprogramme C1 und C2. Es folgt der Videomodus sowie die Kreativprogramme. Um die zu wählen, muss man das große Drehrad am Objektiv drehen und kann dann zwischen HDR, Nostalgisch Fischauge, Miniatureffekt, Spielzeugkamera, Unscharfer Hintergrund, Weichzeichner, Monochrome, Farbverstärkung und Postereffekt wählen. Einige Effekte können zusätzlich individualisiert werden, indem man am vorderen Ring des Objektivs dreht. So kann zum Beispiel beim Effekt "Speilzeugkamera" zwischen dem Farbton Kalt, Standard und Warm gewählt werden. Bei "Monochrom" kann ein Sepia-Effekt in braun oder blau hinzugefügt werden. 

Der Programmpunkt SCN ermöglicht die Wahl zwischen sieben Motivprogrammen: Portrait, Intelligente Aufnahme, Sterne, Nachtaufnahme ohne Stativ, Unterwasser, Schnee und Feuerwerk. Es folgt das Programm "Kreative Aufnahme", bei dem die Kamera selbstständig Bildaussschnitte und Farbeinstllungen wählt, Dabei werden mehrere Aufnahmen gemacht, die anschließend verarbeitet und angezeigt werden. Eine ganz witzige Funktion. Mit einem Dreh am Objektivrad können fünf verschiedene Effekte vorgewählt werden. Zum Schluss gibt es noch den Automatikmodus und den Hybrid-Auto. Bei letzterem erstellt die Kamera automatisch aus den Aufnahmen ein Filmtagebuch – einfach mal ausprobieren.

Die wichtigsten Kameraeinstellungen sind über den Vierwege-Kombischalter erreichbar: Einstellung der ISO-Empfindlichkeit unten, Belichtungskorrektur oben, Aufruf der Makrofunktion links und Blitzeinstellungen rechts. Die Vorwahl von Belichtungszeit und Blende geht je nach Einstellung – wie zuvor beschrieben – über eines der drei Drehräder. Das geht flott von der Hand ist gut durchdacht. Weitere Kameraeinstellungen werden durch einen Druck auf die "FUNC./SET"-Taste aufgerufen. Hier finden sich dann Funktionen, wie der Weißabgleich, der Graufilter (ND), Selbstauslöser, Einzelbild/Serienaufnahme, Messcharakteristika für die Belichtungsmessung (Mehrfeld, Mittenbetont, Spot), Seitenverhältnis (16:9, 3:2, 4:3, 1:1 4:5), das Dateiformat (JPEG, RAW oder JPEG plus RAW), die Auflösung und die Einstellung des Videoformats. Diese Funktion ist ähnlich wie das Quaickmenü bei anderen Kameras und ermöglicht das schnelle Anpassen der wichtigsten Einstellungen. Praktisch: Alle Einstellungen können per Touchscreen ausgeführt werden. Ach ja, wer die Farbeinstellungen vermisst, die findet er auch hier. Ein wenig versteckt unter dem Begriff "My Colors" sind die verschiedenen Einstellungen zu finden: Kräftig (V), Neutral (N), Sepia (Se), Schwarz/Weiß (BW), Diafilm (P), Heller Hautton (L) und Dunklerer Hautton (D), sowie die kräftigen Farben Blau (B), Grün (G), Rot (R) und Custom Farbe (C).

Beim Fokussieren stehen verschiedene Optionen zur Wahl. Neben der automatischen Scharfstellung, bei der die Kamera selbständig wählt, auf welches Bildelement sie fokussiert und das durch einen oder mehrere grüne Rahmen anzeigt nachdem man den Auslöser angetippt hat, gibt es den 1-Feld-Autofokus. Der wird im Aufnahme-Menü unter dem Punkt "AF-Rahmen" aktiviert. Nun reicht ein Druck auf die Autofokus-Taste auf der Kamerarückseite und der Fokuspunkt lässt sich bequem per Touchscreen positionieren – oder alternativ per Vierwege-Kombischalter. Die Größe des Rahmens kann mit einem Dreh am großen Ring des Objektivs in zwei Stufen angepasst werden. Eine andere Alternative ist der Touch-Auslöser, der im Aufnahme-Menü unter dem entsprechenden Menüpunkt aktiviert wird. Dann reicht es auf den Kontrollmonitor mit dem Finger auf die Stelle zu tippen, die scharf abgebildet werden soll, die Kamera fokussiert darauf und löst dann sofort aus. Insgesamt lässt sich mit den verschiedenen Varianten gut und flott arbeiten. 

Eine weitere Möglichkeit ist das manuelle Fokussieren. Die wird mit einem Druck auf die MF-Taste aufgerufen. Nun wird mit dem vorderen Objektivring die Schärfe eingestellt. Sind die verschiedenen Hilfen – Lupe und Peaking – aktiviert, geht das recht flott von der Hand. Mit einem Druck auf die "DISP"-Taste kann zwischen zwei- und vierfacher Vergrößerung gewählt werden, so dass das Einstellen der Schärfe noch präziser geht. Der angezeigte Bildausschnitt lässt sich über die Vierwegetaste verschieben. Auch hier: Das Ganze geht flott, einfach und präzise.

Damit sind die wichtigsten Einstellungen und Menüs beschrieben. Insgesamt gefällt mir die Bedienung und die Menüs gut. Im Vergleich zum Vorgängermodell G1 X vermisse ich allerdings die direkte Einstellung der Belichtungskorrektur über das Drehrad unter dem Programmwahlrad. Das fand ich extrem praktisch, da man so sofort den eingestellten Wert gesehen hat. Außerdem fand ich das kleine Drehrad über dem Griff auf der Vorderseite der Kamera praktisch. So konnte man schnell Einstellungen verändern, ohne eine zweite Hand zu Hilfe zu nehmen. Bei der G1 X MkII muss man praktisch immer mit zwei Händen arbeiten, um die Einstellungen an dem Objektivringen auszuführen. Auch wenn die Neue durch die Änderungen etwas kompakter und vor allem flacher geworden ist, fand ich das alte Bedienkonzept noch etwas praktischer.

Verwirrend finde ich manchmal die Einstellung per Drehrad und zwar nur per Drehrad. Ruft man beispielsweise mit der unteren Taste des Vierwegeschalters die ISO-Einstellung auf, so können die Werte nicht per linker oder rechter Taste des Vierwegeschalters angepasst werden, sondern nur per kleinem Drehrad. Ruft man hingegen die Belichtungskorrektur mit der oberen Taste auf, lässt sich die wiederum nur mit einem Dreh am großen Rad des Objektivs verstellen – es sei denn man hat die Drehräder anders konfiguriert.

Wer übrigens die Braketing-Funktion für Belichtungsreihen vermisst: Einmal die Belichtungskorrektur mit einem Druck auf die obere Taste des Vierwegekombischalters aufrufen, anschließend die "DISP"-Taste drücken und mit dem hinteren Drehrad den Blendenabstand für die drei Aufnahmen wählen. Möchte man nun noch eine Belichtungskorrektur machen, erneut die "DISP"-Taste drücken und wieder mit dem großen Rad am Objektiv eine entsprechende Korrektur wählen.

Aufnahme-Menü

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Setup-Menü

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  • Canon PowerShot G1 X MkII Setupmenue 6Canon PowerShot G1 X MkII Setupmenue 6Canon PowerShot G1 X MkII Setupmenue 6

Wiedergabe

  • Canon PowerShot G1 X MkII Wiedergabe 1Canon PowerShot G1 X MkII Wiedergabe 1Canon PowerShot G1 X MkII Wiedergabe 1
  • Canon PowerShot G1 X MkII Wiedergabe 2Canon PowerShot G1 X MkII Wiedergabe 2Canon PowerShot G1 X MkII Wiedergabe 2
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Video-Einstellungen

  • Canon PowerShot G1 X MkII Videoeinstellungen 1Canon PowerShot G1 X MkII Videoeinstellungen 1Canon PowerShot G1 X MkII Videoeinstellungen 1
  • Canon PowerShot G1 X MkII Videoeinstellungen 2Canon PowerShot G1 X MkII Videoeinstellungen 2Canon PowerShot G1 X MkII Videoeinstellungen 2
  • Canon PowerShot G1 X MkII Videoeinstellungen 3Canon PowerShot G1 X MkII Videoeinstellungen 3Canon PowerShot G1 X MkII Videoeinstellungen 3

Funktions-Menü (Quick-Menü)

  • Canon PowerShot G1 X MkII Funktionsmenue 1Canon PowerShot G1 X MkII Funktionsmenue 1Canon PowerShot G1 X MkII Funktionsmenue 1
  • Canon PowerShot G1 X MkII Funktionsmenue 2Canon PowerShot G1 X MkII Funktionsmenue 2Canon PowerShot G1 X MkII Funktionsmenue 2
  • Canon PowerShot G1 X MkII Funktionsmenue 3Canon PowerShot G1 X MkII Funktionsmenue 3Canon PowerShot G1 X MkII Funktionsmenue 3
  • Canon PowerShot G1 X MkII Funktionsmenue 4Canon PowerShot G1 X MkII Funktionsmenue 4Canon PowerShot G1 X MkII Funktionsmenue 4
  • Canon PowerShot G1 X MkII Funktionsmenue 5Canon PowerShot G1 X MkII Funktionsmenue 5Canon PowerShot G1 X MkII Funktionsmenue 5

Abschließend noch eine Bemerkung zur WLAN-Funktion der Canon. Die Verbindung zum Smartphone geht entweder per NFC-Chip (Near Fild Communication) oder wie gewohnt durch WLAN-Kopplung. Sind Kamera und Smartphone/Tablet verbunden ruft man die Canon App "Camera Window". Hier hat man nun die Möglichkeit die Bilder von der Kamera auf das Mobile Gerät zu kopieren und die Kamera fernzusteuern. Hier bietet die Canon allerdings ein mehr als spärliches Angebobt. Außer dem Selbstauslöser können keine weiteren Funktionen aktiviert oder Einstellungen vorgenommen werden. Es lassen sich weder Blende noch Belichtungszeit oder eine Belichtungskorrektur ausführen, es kann nicht mal der Schärfepunkt per Touchscreen festgelegt werden. Hier bieten andere Hersteller wie Panasonic, Sony oder Olympus deutlich mehr Bedienkomfort. Somit reicht die App lediglich als besserer Fernauslöser – mehr nicht. Zusätzlich können per Smartphone noch die GPS-Daten gespeichert werden und nach der Fototour an die Kamera geschickt werden, die sie dann automatisch den aufgenommenen Fotos zufügt.

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TOP 2 – Testbilder und ISO-Reihen

Nun geht's an die Bildqualität. Wie bereits erwähnt sorgt in der Canon PowerShot G1 X Mark II ein 12,8 Megapixel-Sensor mit den Abmessungen 18,7 x 14 Millimeter für die Aufzeichnung der Bilder. Diese Eckdaten sollen für ein gutes Rauschverhalten bei höheren ISO-Werten sorgen. Apropos ISO-Empfindlichkeiten: Die niedrigste ISO-Einstellung beträgt ISO 100, die höchste ISO 12800. Im ersten Durchgang gibt es die Testbilder mit eine heruntergerechneten Auflösung von 1200 x 900 Bildpunkten. In den beiden nächsten Durchgängen zeige ich Details der Testtafel, mit einer Original-Auflösung von 1200 x 900 Bildpunkten. Die Aufnahmen sind vom Stativ aus fotografiert. Sämtliche elektronischen Hilfen waren ausgeschaltet, die Bilder sind in best möglicher JPEG-Qualität aufgenommen und OOC (Out Of Camera) ohne Bildbeabreitung. Alle Testbilder gibt es in voller Original-Auflösung auf meinem Flickr-Konto.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 900 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 bis ISO 12800. 

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten
 
  • Canon PowerShot G1X MkII (1) ISO 100 f8.0 1-8 Sek. 70mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (1) ISO 100 f8.0 1-8 Sek. 70mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (1) ISO 100 f8.0 1-8 Sek. 70mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G1X MkII (2) ISO 200 f8.0 1-15 Sek. 70mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (2) ISO 200 f8.0 1-15 Sek. 70mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (2) ISO 200 f8.0 1-15 Sek. 70mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G1X MkII (3) ISO 400 f8.0 1-30 Sek. 70mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (3) ISO 400 f8.0 1-30 Sek. 70mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (3) ISO 400 f8.0 1-30 Sek. 70mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G1X MkII (4) ISO 800 f8.0 1-60 Sek. 70mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (4) ISO 800 f8.0 1-60 Sek. 70mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (4) ISO 800 f8.0 1-60 Sek. 70mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G1X MkII (5) ISO 1600 f8.0 1-125 Sek. 70mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (5) ISO 1600 f8.0 1-125 Sek. 70mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (5) ISO 1600 f8.0 1-125 Sek. 70mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G1X MkII (6) ISO 3200 f8.0 1-250 Sek. 70mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (6) ISO 3200 f8.0 1-250 Sek. 70mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (6) ISO 3200 f8.0 1-250 Sek. 70mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G1X MkII (7) ISO 6400 f8.0 1-500 Sek. 70mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (7) ISO 6400 f8.0 1-500 Sek. 70mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (7) ISO 6400 f8.0 1-500 Sek. 70mm 1200 x 900
  • Canon PowerShot G1X MkII (8) ISO 12800 f8.0 1-800 Sek. 70mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (8) ISO 12800 f8.0 1-800 Sek. 70mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (8) ISO 12800 f8.0 1-800 Sek. 70mm 1200 x 900

Die Aufnahmen in der heruntergerechneten Auflösung zeigen in den niedrigen ISO-Einstellungen eine gute Detailwiedergabe. Auch feine Strukturen werden deutlich reproduziert. Die Farbwiedergabe ist gut, in meinen Augen etwas zurückhaltend. So könnte die Verpackung der UHU-Tube etwas knackiger sein. Die Graustufen gibt die Canon recht gut wieder, lediglich bei den letzten beiden dunklen Flächen ist kaum noch ein Unterschied zu erkennen. Bis zu einer Empfindlichkeit vn ISO 800 sind praktisch keine Bildstörungen (Rauschen) zu erkennen. Bei ISO 1600 sind die ersten feinen Störungen in den hellen Grauflächen sichtbar, die Detailwiedergabe ist aber immer noch gut. Erwartungsgemäß nehmen die Störungen bei ISO 3200 und ISO 6400 weiter zu. Nun werden auch erste Verluste bei der Detailwiedergabe sichtbar. So verschwimmen die Maschen der Teesiebe nun etwas und werden nicht mehr ganz so präzise in ihrer Struktur wiedergegeben. Noch deutlicher sind die Störungen bei ISO 12800 zu sehen. Allerdings muss man sagen, dass die Ergebnisse deutlich über den anderer Kompaktkameras mit kleinem Sensor liegen. Hier zahlt sich also der Größenvorteil aus. Denn selbst bei ISO 12800 kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Eine präzisere Analyse ist anhand der Ausschnitte in Originalauflösung möglich. Die Ausschnitte haben eine Auflösung von 1200 x 900 Bildpunkten und sind nicht heruntergerechnet.  

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder haben eine Größe von 1200 x 900 Pixel und sind in Original-Auflösung gespeichert. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 bis ISO 12800. 

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten
 
  • Canon PowerShot G1X MkII (1) ISO 100 f8.0 1-8 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1Canon PowerShot G1X MkII (1) ISO 100 f8.0 1-8 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1Canon PowerShot G1X MkII (1) ISO 100 f8.0 1-8 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1
  • Canon PowerShot G1X MkII (2) ISO 200 f8.0 1-15 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1Canon PowerShot G1X MkII (2) ISO 200 f8.0 1-15 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1Canon PowerShot G1X MkII (2) ISO 200 f8.0 1-15 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1
  • Canon PowerShot G1X MkII (3) ISO 400 f8.0 1-30 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1Canon PowerShot G1X MkII (3) ISO 400 f8.0 1-30 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1Canon PowerShot G1X MkII (3) ISO 400 f8.0 1-30 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1
  • Canon PowerShot G1X MkII (4) ISO 800 f8.0 1-60 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1Canon PowerShot G1X MkII (4) ISO 800 f8.0 1-60 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1Canon PowerShot G1X MkII (4) ISO 800 f8.0 1-60 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1
  • Canon PowerShot G1X MkII (5) ISO 1600 f8.0 1-125 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1Canon PowerShot G1X MkII (5) ISO 1600 f8.0 1-125 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1Canon PowerShot G1X MkII (5) ISO 1600 f8.0 1-125 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1
  • Canon PowerShot G1X MkII (6) ISO 3200 f8.0 1-250 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1Canon PowerShot G1X MkII (6) ISO 3200 f8.0 1-250 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1Canon PowerShot G1X MkII (6) ISO 3200 f8.0 1-250 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1
  • Canon PowerShot G1X MkII (7) ISO 6400 f8.0 1-500 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1Canon PowerShot G1X MkII (7) ISO 6400 f8.0 1-500 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1Canon PowerShot G1X MkII (7) ISO 6400 f8.0 1-500 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1
  • Canon PowerShot G1X MkII (8) ISO 12800 f8.0 1-800 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1Canon PowerShot G1X MkII (8) ISO 12800 f8.0 1-800 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1Canon PowerShot G1X MkII (8) ISO 12800 f8.0 1-800 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 1
 
  • Canon PowerShot G1X MkII (1) ISO 100 f8.0 1-8 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2Canon PowerShot G1X MkII (1) ISO 100 f8.0 1-8 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2Canon PowerShot G1X MkII (1) ISO 100 f8.0 1-8 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2
  • Canon PowerShot G1X MkII (2) ISO 200 f8.0 1-15 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2Canon PowerShot G1X MkII (2) ISO 200 f8.0 1-15 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2Canon PowerShot G1X MkII (2) ISO 200 f8.0 1-15 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2
  • Canon PowerShot G1X MkII (3) ISO 400 f8.0 1-30 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2Canon PowerShot G1X MkII (3) ISO 400 f8.0 1-30 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2Canon PowerShot G1X MkII (3) ISO 400 f8.0 1-30 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2
  • Canon PowerShot G1X MkII (4) ISO 800 f8.0 1-60 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2Canon PowerShot G1X MkII (4) ISO 800 f8.0 1-60 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2Canon PowerShot G1X MkII (4) ISO 800 f8.0 1-60 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2
  • Canon PowerShot G1X MkII (5) ISO 1600 f8.0 1-125 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2Canon PowerShot G1X MkII (5) ISO 1600 f8.0 1-125 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2Canon PowerShot G1X MkII (5) ISO 1600 f8.0 1-125 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2
  • Canon PowerShot G1X MkII (6) ISO 3200 f8.0 1-250 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2Canon PowerShot G1X MkII (6) ISO 3200 f8.0 1-250 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2Canon PowerShot G1X MkII (6) ISO 3200 f8.0 1-250 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2
  • Canon PowerShot G1X MkII (7) ISO 6400 f8.0 1-500 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2Canon PowerShot G1X MkII (7) ISO 6400 f8.0 1-500 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2Canon PowerShot G1X MkII (7) ISO 6400 f8.0 1-500 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2
  • Canon PowerShot G1X MkII (8) ISO 12800 f8.0 1-800 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2Canon PowerShot G1X MkII (8) ISO 12800 f8.0 1-800 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2Canon PowerShot G1X MkII (8) ISO 12800 f8.0 1-800 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 2
 
  • Canon PowerShot G1X MkII (1) ISO 100 f8.0 1-8 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3Canon PowerShot G1X MkII (1) ISO 100 f8.0 1-8 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3Canon PowerShot G1X MkII (1) ISO 100 f8.0 1-8 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3
  • Canon PowerShot G1X MkII (2) ISO 200 f8.0 1-15 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3Canon PowerShot G1X MkII (2) ISO 200 f8.0 1-15 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3Canon PowerShot G1X MkII (2) ISO 200 f8.0 1-15 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3
  • Canon PowerShot G1X MkII (3) ISO 400 f8.0 1-30 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3Canon PowerShot G1X MkII (3) ISO 400 f8.0 1-30 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3Canon PowerShot G1X MkII (3) ISO 400 f8.0 1-30 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3
  • Canon PowerShot G1X MkII (4) ISO 800 f8.0 1-60 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3Canon PowerShot G1X MkII (4) ISO 800 f8.0 1-60 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3Canon PowerShot G1X MkII (4) ISO 800 f8.0 1-60 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3
  • Canon PowerShot G1X MkII (5) ISO 1600 f8.0 1-125 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3Canon PowerShot G1X MkII (5) ISO 1600 f8.0 1-125 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3Canon PowerShot G1X MkII (5) ISO 1600 f8.0 1-125 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3
  • Canon PowerShot G1X MkII (6) ISO 3200 f8.0 1-250 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3Canon PowerShot G1X MkII (6) ISO 3200 f8.0 1-250 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3Canon PowerShot G1X MkII (6) ISO 3200 f8.0 1-250 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3
  • Canon PowerShot G1X MkII (7) ISO 6400 f8.0 1-500 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3Canon PowerShot G1X MkII (7) ISO 6400 f8.0 1-500 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3Canon PowerShot G1X MkII (7) ISO 6400 f8.0 1-500 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3
  • Canon PowerShot G1X MkII (8) ISO 12800 f8.0 1-800 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3Canon PowerShot G1X MkII (8) ISO 12800 f8.0 1-800 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3Canon PowerShot G1X MkII (8) ISO 12800 f8.0 1-800 Sek. 70mm 1200 x 900 Detail 3

Die Detailansichten bestätigen das bereits zuvor geschriebene. Auf dem Detailbild mit dem Rechenschieber wird nun deutlich, wie sich der Detailverlust bei zunehmendem ISO-Wert verändert. Sind die feinen Striche und Zahlen bei ISO 100, 200 und 400 noch gut zu erkennen, verschwimmen Sie bei ISO 800 bereits leicht. Bei ISO 3200 sind auch die größeren Zahlen kaum noch zu erkennen. Dies zeigt sich auch beim ersten Ausschnitt bei der feinen Schrift auf der Platine. Insgesamt hätte ich mir ein wenig mehr Detailwiedergabe gewünscht. Der große Sensor der G1 X MkII hätte durchaus auch 16 oder 18 Megapixel vertragen, ohne große Qualitäts-Einbußen im High-ISO-Bereich zu bekommen. Immerhin wirbt Canon damit, dass die Kamera eine Leistung auf DSLR-Niveau liefert. Hinsichtlich der High-ISO-Qualitäten ist das durchaus richtig, nicht allerdings was die Detailauflösung anbelangt. Hierzu gleich noch ein Vergleich. Lobend erwähnt werden muss die Qualität des Objektivs. Es zeichnet bis an den Rand scharf und zeigt praktisch kaum Vignettierung und Verzeichnung. Beim Vergleich zwischen der maximalen Weitwinkel- und Tele-Einstellung ist das gut zu erkennen. Die Linien an den Bildrändern verlaufen praktisch schnurgerade und zeigen weder tonnen- noch kissenförmige Verzeichnungen.

  • Canon PowerShot G1X MkII (1) WW 24 Millimeter 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (1) WW 24 Millimeter 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (1) WW 24 Millimeter 1200 x 900
  • Canon PowerShot G1X MkII (2) Tele 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (2) Tele 120mm 1200 x 900Canon PowerShot G1X MkII (2) Tele 120mm 1200 x 900

Nun zu dem bereits erwähnten Vergleich hinsichtlich der Detailwiedergabe. Ich vergleiche hier die Canon PowerShot G1 X Mark II mit der Sony Alpha 6000 (APS-C-Sensor mit 24 Megapixel) und der Sony Alpha 7R (Vollformatsensor 36 Megapixel). Warum ausgerechnet dieses beiden Kameras? Zum einen weil ich mit beiden Modellen mein Testchart bereits fotografiert habe und so einen sehr guten Vergleich habe und zum anderen, weil beide Kameras recht kompakt sind und somit durchaus eine Alternative zur Canon sein können. Ein Vergleich mit einer Canon EOS 700D oder gar 70D wäre im Bereich APS-C-Sensor natürlich auch möglich, allerdings denke ich, dass diese Modelle als Alternative einfach zu groß und schwer sind. Das gleiche gilt natürlich für die Canon EOS 6D oder die Nikon D800 als Vollformatkameras. Insofern bietet sich der Vergleich mit den beiden Sonys durchaus an, zumal – wie bereits geschildert – gerade die Alpha 6000 durchauch auch preislich mit der Canon mithalten kann. Die Ausschnitte zeigen von oben nach unten die Canon PowerShot G1 X Mark II, die Sony Alpha 6000 und die Sony Alpha 7R. Da die Kameras unterschiedliche Auflösungen haben, mussten die Ausschnitte jeweils angepasst werden und sind auf eine Bildgröße skaliert worden. Dabei sind natürlich leichte Qualitätsänderungen vorhanden, der Gesamteindruck ändert sich jedoch nicht. Zu erkennen ist, dass bereits die Alpha 6000 eine bessere Detailwiedergabe hab und die feinen Striche besser aufgelöst werden. Das Ganze steigert sich dann noch mal bei der Alpah 7R, die ja die dreifache Pixel-Zahl um Vergleich zur Canon hat. 

Nun noch ein weiterer Vergleich bei dem die Unterschiede in der Detailauflösung ebenfalls deutlich sichbar werden. Während die kleine Schrift "PRODUCED AND BOTTLED BY:" auf dem Ausschnitt der Alpha 7R (rechts) gut lesbar ist, ist er bei der Canon (links) praktisch nicht mehr zu entziffern.

Mit der Vergleich soll die Leistung der Canon PowerShot G1 X Mark II nicht geschmälert werden, er zeigt aber auch, dass ein paar mehr Pixel auf dem großen Sensor durchaus sinnvoll gewesen wären, um etwas mehr Detailauflösung zu bekommen. Klar ist aber auch, dass man sich eben von einer Kompaktkamera – und genau das ist die Canon – keine Wunder erwarten darf. Weiter geht's nun mit meinem Fazit.

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Finale – Mein Fazit

Die Canon PowerShot G1 X Mark II ist eine solide Kompaktkamera mit sehr guter Bildqualität. Allerdings hat das seinen Preis. Allein für Kamera muss man 800 Euro berappen, dazu kommt dann noch der elektronische Sucher EVF-DC1 für rund 260 Euro. Dass lässt den Gesamtpreis auf über 1000 Euro hochschnellen. Vergleicht man das mit einer aktuellen Systemkamera, beispielsweise der Sony Alpha 6000, so bekommt man die gemeinsam mit dem 18 - 105 Millimeter-Objektiv (Kleinbild 27 bis 160 Millimeter) für knapp unter 1000 Euro. Sicher ist das verwendete Objektiv mit f4.0 nicht ganz so lichtstark, wie das der Canon, aber es hat eine durchgängige Lichtstärke von f4.0. Die Kombi ist natürlich ein wenig größer und etwas schwerer, aber nicht wesentlich und bietet dafür zusätzliche Optionen durch die Wechselobjektive.

Noch mal eine Anmerkung zum Thema Sucher: Ich kann Forografen, die etwas ernsthafter Arbeiten möchten und dabei Wert auf Bildgestaltung legen, nur dringend raten, eine Kamera mit Sucher zu kaufen. Schon bei leichtem Sonnenlicht ist auf dem Kontrollbildschirm kaum noch etwas zu erkennen. Auch die Kontrolle des aufgenommenen Motivs hinsichtlich der Schärfe ist kaum möglich. Wer allerdings hauptsächlich Point-and-Shoot fotorgrafiert kann auf den Sucher verzichten.

An der Bildqualität der Canon PowerShot G1 X Mark II gibt es kaum etwas auszusetzen. Obwohl ich mir durchaus ein paar Pixel mehr auf dem großen Sensor gewünscht hätte. Etwas mehr Detailauflösung hätte ich mir gewünscht und hätten der Kamera sicher gut getan. Warum Canon hier nicht auf 16 Megapixel gegangen ist, bleibt deren Geheimnis.

Dennoch hat der im Vergleich zu anderen Kompaktkameras größere Sensor natürlich seine Vorteile, wenn es um das Thema Schärfentiefe und Freistellen geht. Hier bietet die G1 X Mark II deutlich mehr Spielraum. Insofern setzt sie sich von den Standard-Kompakten durchaus ab. Einzig die Sony CyberShot DSC-RX100 Mark III bietet ähnliche Vorzüge und hat ebenfalls einen etwas größeren Sensor (13,2 x 8,8 Milliemter mit 20 Megapixel). Kleiner Nachteil der Sony: Sie hat nur ein dreifach Zoom von 24 bis 70 Millimeter. In einem zukünfitgen Test werde ich die Bildqualität der beiden Kameras untersuchen und klären, welche besser in dieser Disziplin besser abschneidet. Einen Vorteil kann die Sony schon jetzt für sich verbuchen: Der eingebaute elektronische Sucher. Hier hat Sony dazugelernt, denn das Vorgängermodell benötigte wie die G1 X Mark II einen zusätzlichen Aufstecksucher. Preislich ist die Sony mit rund 850 Euro etwas günstiger als das G1 X MkII-Paket mit Sucher.

Mit der G1 X Mark II macht man nichts falsch. Sie ist in der Klasse der Kompaktkameras eines der besten Modelle, die dem Fotografen den größt möglichen Gestaltungsspielraum bietet. Das, dank des großen Sensors sowie des lichtstarken und hochwertigen 5fach Zooms, das bereits bei 24 Millimetern Brennweite beginnt. Bei der Bedienung gibt es die ein oder andere Kleinigkeit die stört, aber insgesamt ist das Konzept der Canon verständlich und lässt sich leicht erlernen.

Abschließend noch ein Wort zum Zubehör und dem Akku. Leider muss man die Gegenlichtblende zur Kamera extra dazukaufen. Angesichts des doch recht hohen Preises hätte ich erwartet, dass die der Kamera beiliegt. Positiv zu bemerken ist, dass es wieder ein Unterwasssergehäuse gibt, so dass die Kamera auch zum Tauchen und Schnorcheln eingesetzt werden kann. Ein weiterer Pluspunkt: Es liegt ein Akku-Ladegerät bei, in dem die Akkus extern geladen werden können. Eine Unsitte vieler Hersteller ist es hier zu sparen und lediglich ein Ladegerät mitzuliefern, das an den USB-Anschluss der Kamera gestöpselt wird. So kann ein zweiter Akku nicht parallel geladen werden. Apropos zweiter Akku: Den würde ich dringend empfehlen, wenn man lägere Fototouren plant. Der Akku der G1 X Mark II ist nicht gerade der stärkste und macht schon nach recht kurzer Zeit schlapp. Ärgerlich ist, dass Canon die Akkutechnik soweit verfeinert hat, dass es bisher keine Fremdanbieter gibt. Offensichtlich ist der Schutzmechanismus so schwer zu überwinden, dass es hier noch keinen preisgünstigen Ersatzanbieter gibt. Daher findet sich in der Zubehörübersicht unten auch nur der Canon-Originalakku für stolze 67 Euro. Ach ja, der Akku des Vorgängermodells passt natürlich nicht. 

 

Plus- und Minus-Punkte in der Übersicht:

 
 
Vorteile
  • gute Bildqualität auch bei höher eingestellter ISO-Empfindlichkeit
  • detailreiche Bilder
  • eingebauter Blitz
  • externer Blitzanschluss
  • gutes und lichtstarkes fünfach Zoom-Objektiv
  • WLAN-Funktionen inklusive Fernsteuerung
  • gute Videoqualität
  • klappbarer Kontrollmonitor inklusive Selfie-Funktion
Nachteile
  • kein eingebauter elektronischer oder optischer Sucher
  • keine Bildübertragung per WLAN im Hintergrund
  • keine vollständige Fernsteuerung der Kamera per WLAN
  • Videoaufnahmen nur bis 30p
  • kein Anschluss für externes Mikrofon

   

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Über die Foto-Bude

Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

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